7 Millionen Dollar Förderung: Rainbow Crops treibt klimaresiliente Nutzpflanzen voran
Das belgische AgTech-Unternehmen Rainbow Crops erhält eine Förderung in Höhe von 7 Millionen US-Dollar von der Gates Foundation. Mit dem Grant soll die Entwicklung klimaresilienter Nutzpflanzen beschleunigt werden. Dies soll vor allem für Regionen geschehen, die stark von Hitze- und Dürreperioden betroffen sind.
Die Mittel fließen in die Weiterentwicklung der firmeneigenen Plattform Trait Foundry™, die neue genetische Ansätze zur Verbesserung von Keimung, Pflanzenvitalität und Ertragsstabilität unter extremen klimatischen Bedingungen ermöglicht.
Fokus auf Hitze- und Dürretoleranz
Ziel des Projekts ist es, innovative Wege zur Identifikation und Kombination geeigneter Allele zu entwickeln, um die Keimung und frühe Pflanzenentwicklung unter Stressbedingungen zu verbessern. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Leistungsfähigkeit von Sämlingen bei Hitze und Wassermangel. Ein durchaus wichtiger Punkt für Ertragssicherheit in vielen Weltregionen.
Zunächst möchte man sich auf Mais, Sorghum und Reis konzentrieren. Diese Kulturen sind essenziell für die globale Ernährungssicherheit, insbesondere in Subsahara-Afrika und Südasien.
Plattform für komplexe agronomische Eigenschaften
Die Trait Foundry™-Plattform kombiniert Multiplex-Genomeditierung, künstliche Intelligenz, klassische Züchtung und Phänotypisierung. Damit können gezielt mehrere genetische Varianten identifiziert und zusammengeführt werden, die komplexe agronomische Eigenschaften steuern.
Im Unterschied zu traditionellen Züchtungsansätzen oder Single-Gene-Strategien adressiert der Ansatz Merkmale, die von mehreren miteinander interagierenden Genen beeinflusst werden. Dazu gehören etwa Trockenheitstoleranz oder Pflanzenvigor. Die Plattform wurde bereits end-to-end in Mais validiert und demonstrierte die Machbarkeit der Multiplex-Genomeditierung über mehrere Merkmale hinweg.
Wissenschaftliche Basis aus der Forschung
Die Technologie baut auf langjähriger Forschung am VIB auf, einem Institut für Lebenswissenschaften in Belgien. Rainbow Crops ist ein Spin-off aus dem Labor von Professorin Hilde Nelissen und arbeitet weiterhin eng mit deren Forschungsgruppe sowie der VIB Transformation Facility und dem VIB Agro-Incubator zusammen.
Neben der akademischen Kooperation plant das Unternehmen auch die Zusammenarbeit mit Industriepartnern, unter anderem im Bereich wissenschaftlicher Methoden und Datenaustausch, um Fortschritte im Bereich klimaresilienter Pflanzen zu beschleunigen.
Beitrag zur globalen Ernährungssicherheit
Mit der Förderung soll nicht nur wissenschaftliches Wissen aufgebaut, sondern auch eine Grundlage für zukünftige Züchtungsprogramme geschaffen werden. Die entwickelten genetischen Bausteine könnten langfristig dazu beitragen, Saatgut robuster gegenüber Klimastress zu machen und Kleinbauern in besonders vulnerablen Regionen zu unterstützen.

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