70 Millionen Dollar für MedTech-Robotik Vitestro
Das niederländische MedTech-Unternehmen Vitestro hat eine überzeichnete Series-B-Finanzierungsrunde über 70 Millionen US-Dollar abgeschlossen. Mit dem Kapital will das Unternehmen seine Robotikplattform für automatisierte Blutabnahmen weiterentwickeln und die Marktreife vorbereiten.
Die Finanzierung soll insbesondere die nächste Generation des Systems Aletta® Autonomous Robotic Phlebotomy Device™ (ARPD™) voranbringen. Gleichzeitig plant das Unternehmen den Ausbau klinischer Studien, die Vorbereitung auf regulatorische Zulassungen sowie die internationale Skalierung seiner Technologie.
Robotik, KI und Bildgebung für automatisierte Blutentnahmen
Vitestro mit Sitz in Utrecht entwickelt ein System, das diagnostische Blutentnahmen vollständig automatisiert durchführen kann. Das System kombiniert Robotik, multimodale Bildgebung und künstliche Intelligenz, um geeignete Venen zu identifizieren, die Nadel präzise zu platzieren und Blutproben mit hoher Genauigkeit zu entnehmen.
Ziel ist es, eine der weltweit häufigsten medizinischen Prozeduren effizienter, standardisierter und patientenfreundlicher zu gestalten. Weltweit werden jedes Jahr Milliarden diagnostischer Blutentnahmen durchgeführt – häufig unter hohem Zeitdruck und mit starkem Personaleinsatz.
Breites Investorenkonsortium beteiligt sich
Die neue Finanzierungsrunde wird von einem breiten Konsortium aus strategischen Investoren und institutionellen Kapitalgebern getragen. Zu den neuen Investoren zählen führende Organisationen aus dem Gesundheitssektor, während bestehende Investoren ihre Unterstützung weiter ausgebaut haben.
Zu den beteiligten Investoren gehören:
- Labcorp Venture Fund
- Mayo Clinic
- Sutter Health
- InterVest
- MGFO
- PGGM
- Puma Venture Capital
- ROM Utrecht
- Invest-NL
- EIC Fund
- Fred Moll
- NYBC Ventures
- Sonder Capital
Lösung für Personalengpässe im Gesundheitswesen
Laut CEO und Mitgründer Toon Overbeeke zeigt die überzeichnete Finanzierungsrunde das Vertrauen der Investoren in die Vision des Unternehmens. Die Technologie habe sich von einer innovativen Idee zu einer klinisch validierten Lösung entwickelt. Nun gehe es darum, sie breiter in den klinischen Alltag zu integrieren.
Die autonome Plattform soll insbesondere Routine-Blutentnahmen übernehmen und damit medizinisches Personal entlasten. Gleichzeitig könnten standardisierte Abläufe, eine höhere Präzision sowie besser planbare Prozesse die Qualität und Effizienz in Diagnostikzentren verbessern.
Vorbereitung auf FDA-Zulassung und internationale Expansion
Ein Teil der Finanzierung fließt in die Vorbereitung des US-amerikanischen Zulassungsprozesses über den FDA-De-Novo-Pfad. Parallel dazu arbeitet Vitestro an der Skalierung der Produktion, weiteren klinischen Studien sowie dem Aufbau einer internationalen Vertriebsstruktur.
Unterstützung erhält das Unternehmen auch von Robotik-Pionier Fred Moll, der unter anderem Mitgründer von Intuitive Surgical und Auris Health ist. Seiner Einschätzung nach adressiert Vitestro einen der größten und bislang kaum modernisierten klinischen Prozesse.
Mit dem neuen Kapital will das Unternehmen die Entwicklung seiner Plattform beschleunigen, weitere Pilotprogramme mit Krankenhäusern starten und seine Technologie Schritt für Schritt weltweit ausrollen. Ziel ist es, die automatisierte Blutentnahme künftig als festen Bestandteil moderner Diagnostik-Workflows zu etablieren.

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