Array Labs sammelt 20 Millionen US-Dollar für skalierbare Radar-Technologie ein
Das US-amerikanische Raumfahrt- und Radartechnologie-Startup Array Labs hat eine Series-A-Finanzierungsrunde über 20 Millionen US-Dollar abgeschlossen. Die Runde wird von Catapult Ventures angeführt, weitere Investoren sind unter anderem Washington Harbour Partners, Kompas VC sowie bestehende und neue Geldgeber wie Y Combinator, Maiora Capital, Animal Capital, Aera VC, Cultivation Capital und Clearance Ventures.
Mit der aktuellen Finanzierung steigt das insgesamt eingeworbene Kapital von Array Labs auf 35 Millionen US-Dollar. Zuvor hatte das Unternehmen nach dem Durchlauf bei Y Combinator eine Seed-Runde über 5 Millionen US-Dollar (2022) sowie eine weitere Finanzierungsrunde über 10 Millionen US-Dollar im Jahr 2024 abgeschlossen.
Radararchitektur nach dem Vorbild der Consumer-Elektronik
Array Labs entwickelt eine nach eigenen Angaben neuartige Radararchitektur, die erstmals für die Massenproduktion ausgelegt ist. Statt auf individuell gefertigte, kostenintensive Systeme setzt das Unternehmen auf Fertigungsmethoden aus der Consumer-Elektronik und Telekommunikation. Ziel ist es, die Kostenstruktur traditioneller Radarsysteme drastisch zu senken und gleichzeitig die Leistungsfähigkeit deutlich zu erhöhen.
CEO und Mitgründer Andrew Peterson vergleicht den heutigen Radarsatellitenmarkt mit der Raumfahrtindustrie vor SpaceX: geprägt von etablierten Rüstungsunternehmen, die komplexe Einzelanfertigungen herstellen. Array Labs verfolgt dagegen den Ansatz, leistungsstarke Radarhardware zu kommerziellen Preisen und in industriellem Maßstab zu produzieren.
Vom Datenanbieter zur Radar-Plattform
Ursprünglich plante Array Labs, eigene Konstellationen kleiner Satelliten zu betreiben, um kooperativ Echtzeit-3D-Abbilder der Erde zu erzeugen. Mit der Weiterentwicklung der Technologie zeigte sich jedoch, dass insbesondere die Radar-Instrumente selbst auf großes Kundeninteresse stießen.
In der Folge wandelte sich das Geschäftsmodell von einem vertikal integrierten Erdbeobachtungsanbieter hin zu einer radarzentrierten Plattform. Heute betreibt Array Labs drei Geschäftsbereiche:
- Radar-Payloads für Satellitenhersteller und Defense-Primes
- Souveräne Satellitensysteme für Kunden, die eigene Radar-Assets betreiben wollen
- Datenprodukte in Form von 3D-Bilddaten und Analysen aus der firmeneigenen Satellitenkonstellation
Grundlage aller Geschäftsbereiche ist eine Familie von Radar-Systemen, die laut Unternehmen bis zu 100-mal leistungsfähiger sind als bestehende Lösungen und dies bei rund einem Prozent der Kosten.
Starke Nachfrage aus Verteidigung und Industrie
In den vergangenen zwei Jahren wurde Array Labs für mehrere wettbewerbliche Förder- und Entwicklungsprogramme der US-Streitkräfte ausgewählt, darunter Projekte mit Air Force, Space Force, Navy, Army, SOCOM und DARPA. Die Arbeiten umfassen unter anderem Hochleistungsantennen, breitbandige Kommunikationssysteme und 3D-Rekonstruktionsalgorithmen.
Auch auf kommerzieller Seite verzeichnet das Unternehmen wachsende Nachfrage. Array Labs hat mehrjährige Kapazitätsverträge für seine erste Radar-Satellitenkonstellation mit Unternehmen aus den Bereichen Bergbau, Infrastruktur und KI-basierte Automatisierung abgeschlossen. Die Kunden nutzen die 3D-Daten zur Überwachung kritischer Industrieanlagen, zum Schutz von Infrastruktur und zur Verbesserung autonomer Systeme.
Vorbereitung auf Produktion und ersten Satellitenstart
Mit dem frischen Kapital will Array Labs seine Engineering-, Produkt- und Go-to-Market-Teams ausbauen, die Produktion der Radar-Panels hochfahren und die Flugqualifikation abschließen. Langfristiges Ziel ist der Start der weltweit ersten formationsfliegenden Radar-Satellitenkonstellation.

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