Medtech

Deep-Tech-Startup Sendance erhält frisches Kapital für datengestützte Medizintechnik

Frisches Kapital für datenbasierte Medizintechnik. Ein österreichisches Deep-Tech-Startup macht Prothesen und Einlagen zu intelligenten Datenträgern.
News von Marc Nemitz Marc Nemitz · Brünn, 16. Februar 2026

Das österreichische Sensorikstartup Sendance hat im Rahmen seiner laufenden Finanzierungsrunde ein Investment in Höhe von mehreren hunderttausend Euro erhalten. Geldgeber ist die Brünner Investorengruppe Garage Angels, die sich über ein Wandeldarlehen beteiligt. Bereits zuvor hatte sich Electron Capital Partners im Seed-Stadium engagiert.

Die Finanzierung soll die Weiterentwicklung einer Technologieplattform beschleunigen, mit der Hersteller von orthopädischen Hilfsmitteln, Prothesen und Exoskeletten ihre Geräte mit Sensorik ausstatten und Gesundheitsdaten nutzbar machen können.

Assistive Geräte werden zu Datenquellen

Das Unternehmen mit Sitz in Linz entwickelt eine patentierte Lösung, die klassische Hilfsmittel in digitale Systeme verwandelt. Sensoren erfassen Bewegungs- und Nutzungsdaten direkt im Alltag der Anwender. Hersteller können diese Informationen nutzen, um Produkte zu verbessern, Therapien zu personalisieren und neue datenbasierte Services zu entwickeln.

Erste Produkte mit integrierter Technologie, gekennzeichnet durch "sendance inside", befinden sich bereits im Markteintritt und werden von Kunden eingesetzt.

Gründererfahrung als zentraler Investmentfaktor

Angeführt wird das Unternehmen von Robert Koeppe, einem Seriengründer im Bereich Sensortechnologie. Er baute zuvor das Deep-Tech-Unternehmen isiQiri auf, das 2018 im Rahmen eines M&A-Exits verkauft wurde.

Die Investoren sehen insbesondere in dieser Kombination aus marktreifer Technologie und unternehmerischer Erfahrung großes Skalierungspotenzial. Ziel ist es nun, Vertrieb, Marketing und Produktindustrialiserung auszubauen.

Insgesamt 2,6 Mio. Euro Kapital eingesammelt

Seit der Gründung konnte das Startup rund 2,6 Millionen Euro einwerben. Die aktuellen Mittel sollen vor allem dazu dienen,

  • die Sensor- und Datenplattform weiterzuentwickeln,
  • zusätzliche Gerätehersteller als Partner zu gewinnen,
  • sowie neue Anwendungen im Bereich digitaler Gesundheits- und Mobilitätsdaten zu erschließen.

Brünn als Ausgangspunkt für Frühphasenfinanzierung

Die neuen Investoren stammen aus Brünn und investieren gezielt in Pre-Seed- und Seed-Phasen. Neben Kapital bringen sie unternehmerische Erfahrung und operative Unterstützung ein. Die Gruppe arbeitet dabei eng mit regionalen Innovationsakteuren wie JIC zusammen, um technologieorientierte Gründungen in Mitteleuropa zu fördern.

Mit der Beteiligung positionieren sich die Geldgeber im wachsenden Markt personalisierter, intelligenter Medizintechnik – einem Segment, das zunehmend Hardware, Sensorik und Datenanalyse miteinander verbindet.


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