Industrie-KI

deeplify sammelt 2 Millionen Euro für KI-gestützte Industrieinspektionen

2 Millionen Euro für KI in der Industrieinspektion. deeplify digitalisiert kritische Infrastruktur-Prozesse.
News von Marc Nemitz Marc Nemitz · Bochum, 30. März 2026

Das deutsche Industrial-AI-Startup deeplify hat eine Pre-Seed-Finanzierungsrunde in Höhe von 2,0 Millionen Euro abgeschlossen. Angeführt wird die Runde von D11Z Ventures. Weitere Investoren sind Vanagon Ventures, EWOR sowie mehrere strategische Business Angels.

Mit dem frischen Kapital will das Unternehmen seine Plattform weiterentwickeln und die Einführung bei Industriekunden in Europa beschleunigen.

Digitalisierung sicherheitskritischer Prozesse

deeplify entwickelt KI-Software für Inspektionsprozesse in sicherheitskritischen Industrien wie Energie, Chemie und Infrastruktur. Damit möchte man bislang fragmentierte und häufig noch analoge Arbeitsabläufe digitalisieren.

In vielen Unternehmen basieren Inspektionen weiterhin auf Excel-Tabellen, PDFs, Bilddaten und manuellen Reports. Die Plattform von deeplify bündelt diese Datenquellen und integriert Defektanalyse sowie Reporting in einen durchgängig auditierbaren Prozess.

Deutliche Effizienzgewinne durch KI

Durch den Einsatz von künstlicher Intelligenz lassen sich laut Unternehmen erhebliche Effizienzsteigerungen erzielen. Prüfzeiten können um bis zu 70 Prozent reduziert werden, während sich Fehler im Reporting um rund 66 Prozent verringern.

Konkret bedeutet das: Aufgaben, die bisher rund zehn Stunden manuelle Auswertung erforderten, können mit der Plattform in etwa drei Stunden erledigt werden.

Erste Kunden und Pilotprojekte

Ein zentraler Meilenstein ist der erste Produktkunde: Open Grid Europe, Deutschlands größter Fernleitungsnetzbetreiber. Darüber hinaus laufen Pilotprojekte mit SKF. Zusätzlich wird die Lösung bereits von mehreren Inspektionsunternehmen im Energiesektor eingesetzt.

Das Gründerteam vereint technologische Expertise mit praktischer Industrieerfahrung. CEO Jan Löwer ist Physiker und baute zuvor eine Data-Science-Agentur auf. COO Christoph Siemer bringt über zehn Jahre Erfahrung in der Öl- und Energiebranche bei BP mit. CTO Felix Asanger verfügt über Hintergrund in Robotik, KI und Computer Vision mit Stationen an der Technische Universität München und der ETH Zürich.

Kritische Infrastruktur

Mit seinem Ansatz adressiert deeplify einen Bereich, der bislang stark unterdigitalisiert ist, gleichzeitig aber zentrale Bedeutung für die Sicherheit moderner Infrastruktur hat. Die Kombination aus KI, Datenintegration und automatisiertem Reporting soll langfristig dazu beitragen, industrielle Prüfprozesse zuverlässiger, schneller und transparenter zu gestalten.


Like it? Please spread the word:


Newsletter

Startups, Geschichten und Statistiken aus dem deutschen Startup-Ökosystem direkt in deinen Posteingang. Abonnieren mit 2 Klicks. Noice.

LinkedIn Connect

FYI: English edition available

Hello my friend, have you been stranded on the German edition of Startbase? At least your browser tells us, that you do not speak German - so maybe you would like to switch to the English edition instead?

Go to English edition

FYI: Deutsche Edition verfügbar

Hallo mein Freund, du befindest dich auf der Englischen Edition der Startbase und laut deinem Browser sprichst du eigentlich auch Deutsch. Magst du die Sprache wechseln?

Deutsche Edition öffnen

Ähnliche Beiträge