Dronus sichert sich 15 Millionen Euro für autonome Drohneninfrastruktur
Das italienische DeepTech-Unternehmen Dronus hat eine Finanzierungsrunde über 15 Millionen Euro abgeschlossen, um seine autonome Drohnenplattform weiterzuentwickeln. Die Runde wurde von Algebris Investments angeführt. Weitere Investoren sind Azimut, CDP Venture Capital, SIMEST sowie Eni Next.
Das Kapital soll insbesondere in die Weiterentwicklung der firmeneigenen Technologie sowie den Ausbau der Marktposition in Europa und darüber hinaus fließen.
"Drone-in-a-box" als Grundlage für neue Infrastruktur
Im Zentrum der Strategie steht das patentierte System NEST®, eine sogenannte "Drone-in-a-box"-Lösung. Dabei handelt es sich um eine automatisierte Luftbasis, die Drohnenstarts, Landungen und das Aufladen der Batterien vollständig autonom steuert.
Im Unterschied zu klassischen Drohnenlösungen verfolgt Dronus einen infrastrukturbasierten Ansatz: Mehrere NEST®-Einheiten können als vernetzte Knotenpunkte installiert werden und ermöglichen so den Aufbau skalierbarer, fernsteuerbarer Drohnennetzwerke.
Automatisierte Einsätze rund um die Uhr
Die Plattform ist darauf ausgelegt, Drohneneinsätze vollständig zu automatisieren, ganz ohne Personal vor Ort. Dadurch können Inspektions- und Überwachungsaufgaben rund um die Uhr durchgeführt werden, auch in sogenannten BVLOS-Szenarien („beyond visual line of sight“).
Unterstützt durch künstliche Intelligenz und hochpräzise Kameras analysieren die Drohnen Daten in Echtzeit und liefern kontinuierliche Informationsströme. Ziel ist es, operative Risiken zu reduzieren und gleichzeitig Effizienz sowie Reaktionsgeschwindigkeit zu erhöhen.
Breites Anwendungsspektrum von Industrie bis Smart City
Die Technologie von Dronus kommt in verschiedenen Bereichen zum Einsatz. Dazu zählen industrielle Inspektionen, Sicherheitsüberwachung kritischer Infrastrukturen sowie Anwendungen in Smart Cities.
In der Energie- und Telekommunikationsbranche ermöglicht das System beispielsweise die kontinuierliche Überwachung von Anlagen. Gleichzeitig lassen sich Einsatzrisiken für Personal reduzieren, da gefährliche Umgebungen zunehmend autonom überwacht werden können.
Auch im urbanen Kontext eröffnen sich neue Anwendungsfelder. So etwa im Verkehrsmanagement, bei der Überwachung der Luftqualität oder in der öffentlichen Sicherheit.
Internationale Expansion und starke Partnerschaften
Das 2018 gegründete Unternehmen mit Sitz in Triest arbeitet bereits mit Partnern wie Eni und Qualcomm zusammen. Zudem laufen Pilotprojekte unter anderem in Singapur sowie in den USA, etwa in einer 5G-Smart-Factory von Ericsson.
Mit der aktuellen Finanzierung will Dronus seine internationale Präsenz weiter ausbauen und sich als Technologiepartner für automatisierte Inspektions- und Monitoringlösungen etablieren.
Fokus auf KI und autonome Systeme
Ein wesentlicher Teil der Investitionen fließt in die Weiterentwicklung von KI-Funktionen sowie die Optimierung der Datenverarbeitung in Echtzeit. Ziel ist es, den Grad der Autonomie weiter zu erhöhen und Drohnen stärker als integralen Bestandteil moderner Infrastruktur zu etablieren.
Damit positioniert sich Dronus an der Schnittstelle von Robotik, künstlicher Intelligenz und industrieller Digitalisierung.

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