Krypto & Fintech

Finst sammelt 8 Mio. Euro Series A für Expansion in Europa ein

Mit 0,15 % Gebühren positioniert sich Finst deutlich unter dem Marktdurchschnitt. Krypto-as-a-Service rückt stärker in den Mittelpunkt der Strategie.
News von Marc Nemitz Marc Nemitz · Berlin, 21. Januar 2026

Das niederländische Krypto-Fintech Finst hat eine Series-A-Finanzierungsrunde über acht Millionen Euro abgeschlossen. Lead-Investor ist der Growth-Fonds Endeit Capital, beteiligt sind unter anderem DEGIRO-Mitgründer Mark Fransen sowie Eelko van Kooten. Insgesamt hat Finst damit seit Gründung 15 Millionen Euro eingesammelt. Das Unternehmen arbeitet nach eigenen Angaben bereits operativ profitabel.

Das frische Kapital soll vor allem in die europaweite Expansion fließen. Nach dem Markteintritt in Deutschland im Dezember 2025 liegt der Fokus nun auf dem weiteren Ausbau des Geschäfts im größten Krypto-Markt der EU. Bereits 2024 hatte Finst seine Ambitionen durch die Übernahme des BaFin-regulierten Anbieters Anycoin Direct unterstrichen.

Deutschland als Schlüsselmarkt für weiteres Wachstum

Deutschland gilt als einer der dynamischsten Krypto-Märkte Europas. Laut einer BlackRock-Studie aus dem Jahr 2025 investieren bereits 5,8 Millionen Menschen in Kryptowährungen, bis 2026 wird ein Anstieg auf 7,5 Millionen erwartet. Gleichzeitig steht der Markt wegen hoher Gebühren, intransparenter Spreads und Zusatzkosten in der Kritik.

Finst positioniert sich gezielt mit einem transparenten Preismodell. Die Plattform erhebt 0,15 Prozent Handelsgebühr pro Transaktion und verzichtet auf versteckte Kosten. Damit liegt Finst nach eigenen Angaben bis zu 90 Prozent unter dem Marktdurchschnitt regulierter Krypto-Börsen in Deutschland.

Ausbau des Produktangebots und institutioneller Services

Gegründet wurde Finst im Jahr 2023 von einem ehemaligen DEGIRO-Team. Das Unternehmen zählt heute rund 100.000 verifizierte Nutzer:innen, wickelt jährlich ein Handelsvolumen im Milliardenbereich ab und hat seinen Umsatz innerhalb von drei Jahren vervierzehnfacht.

Neben neuen Funktionen für Privatanleger plant Finst, insbesondere sein B2B- und Krypto-as-a-Service-Angebot weiter auszubauen. Als MiCAR-lizenzierter Broker und Verwahrer richtet sich das Unternehmen zunehmend auch an Finanzinstitute, Fintechs, Vermögensverwalter und Unternehmen, die digitale Vermögenswerte regulierungskonform handeln und verwahren möchten.


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