LegalTech

LegalTech-Startup DeepIP sammelt 25 Millionen US-Dollar ein

LegalTech-Startup baut KI-Plattform für das Patentmanagement der Zukunft. DeepIP will zur zentralen Infrastruktur im IP-Zeitalter werden.
News von Marc Nemitz Marc Nemitz · Paris, 03. März 2026

Das LegalTech-Unternehmen DeepIP hat innerhalb von neun Monaten insgesamt 40 Millionen US-Dollar an Finanzierung eingesammelt. Jetzt schloss das Startup eine Series-B-Runde über 25 Millionen US-Dollar ab, angeführt von Korelya Capital und Serena. Weitere Investoren sind Headline und Balderton Capital.

Mit dem Kapital will das Unternehmen seine Plattform weiter ausbauen und Künstliche Intelligenz entlang des gesamten Patentlebenszyklus integrieren, von der Recherche über die Ausarbeitung bis zur strategischen Steuerung von Schutzrechten.

Plattformansatz statt isolierter KI-Tools

Während viele KI-Anwendungen im Patentbereich bislang nur einzelne Aufgaben unterstützen, verfolgt DeepIP einen workflow-nativen Ansatz. Die Software integriert sich direkt in bestehende Arbeitsumgebungen wie Microsoft Word sowie vorhandene IP-Management-Systeme, sodass Fachleute ihre gewohnten Prozesse nicht verändern müssen.

Ziel ist es, Medienbrüche zu vermeiden und Kontext über lange Zeiträume hinweg zu erhalten. Ein wichtiger Punkt in Patentverfahren, die sich oft über Jahre erstrecken und mehrere Teams einbinden.

Steigende Komplexität in der Patentarbeit als Wachstumstreiber

Der Bedarf an solchen Lösungen wächst. Patentvolumina steigen weltweit, während IP-Spezialisten knapp sind. Unternehmen benötigen daher Systeme, die Wissen strukturiert verfügbar halten und Innovation skalierbar begleiten.

Seit der Series-A-Runde hat DeepIP den Umsatz verfünffacht und eine KI-native Plattform eingeführt, die von führenden Akteuren genutzt wird und tief in die täglichen Workflows von Patentexpertinnen und -experten integriert ist

Olivier Martret, Partner bei Serena

DeepIP adressiert diese Herausforderung, indem KI nicht als Zusatztool, sondern als integrierte Schicht über den gesamten Arbeitsprozess gelegt wird. Laut Unternehmen führt dieser Ansatz zu bis zu 20 Prozent höherer Nutzerakzeptanz und rund 40 Prozent intensiverer Nutzung im Vergleich zu klassischen Standalone-KI-Anwendungen.

Bereits breite Nutzung in Kanzleien und Industrie

Die Plattform wird bereits von Tausenden Fachkräften in mehr als 400 Patentrechtskanzleien und IP-Abteilungen eingesetzt. Zu den Anwendern zählen unter anderem Greenberg Traurig, Mewburn Ellis, Dexcom und Philips.

Bislang hat die Software über 40.000 Patentvorgänge unterstützt und entwickelt sich damit zunehmend zu einer zentralen Infrastruktur für KI-gestützte Patentarbeit.

Ausbau zur kollaborativen IP-Plattform geplant

Mit der neuen Finanzierung will DeepIP seine Plattformfunktionalitäten erweitern, insbesondere bei Zusammenarbeit, Wissensvernetzung und sogenannten agentischen KI-Funktionen. Diese sollen künftig Arbeitsschritte antizipieren, Zusammenhänge automatisch erhalten und Fachleute proaktiv unterstützen.

Langfristig positioniert sich das Unternehmen als End-to-End-System für Patent Intelligence – ausgelegt auf eine Innovationslandschaft, in der KI selbst zum Treiber neuer Schutzrechte wird.


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