Lio sammelt 30 Mio. US-Dollar Series-A
Das Münchner KI-Startup Lio Technologies GmbH hat eine Series-A-Finanzierungsrunde über 30 Millionen US-Dollar abgeschlossen. Die Runde wurde vom Venture-Capital-Investor Andreessen Horowitz angeführt. Weitere Investoren sind SV Angels, Harry Stebbings sowie Y Combinator.
Mit der Finanzierung steigt das insgesamt eingesammelte Kapital des Unternehmens auf 33 Millionen US-Dollar. Das Geld soll vor allem in die Weiterentwicklung der Plattform sowie in die Expansion in den US-Markt fließen.
KI-Agenten automatisieren komplexe Einkaufsprozesse
Lio entwickelt eine sogenannte agentische KI-Plattform für den Unternehmenseinkauf. Ziel ist es, Einkaufsprozesse vollständig zu automatisieren und zwar alles von der Bedarfsanfrage bis zur Bestellung.
Während Unternehmen jährlich rund 180 Milliarden US-Dollar für Personal im Einkauf ausgeben, werden nur etwa 10 Milliarden US-Dollar für Softwarelösungen investiert. Viele Prozesse laufen daher weiterhin manuell über mehrere Systeme, Freigaben und Abstimmungen hinweg.
Die Plattform von Lio setzt hier an: Statt lediglich Software-Workflows bereitzustellen, stellt das Unternehmen eine virtuelle KI-Einkaufsabteilung bereit.
Die eingesetzten KI-Agenten können unter anderem:
- Anfragen priorisieren
- Angebote analysieren
- Lieferanten vergleichen
- Verhandlungen führen
- neue Lieferanten onboarden
- Bestellungen vollständig abwickeln
Dabei greifen die Agenten auf Unternehmenssysteme wie ERP-Plattformen, Vertragsdatenbanken, E-Mails und externe Datenquellen zu und führen Prozesse automatisiert aus.
Einkaufsteams steuern künftig KI-Arbeitskräfte
Laut Vlad Keil, Gründer und CEO von Lio, wird sich die Organisation von Einkaufsabteilungen grundlegend verändern.
Anstatt Teams durch mehr Personal oder zusätzliche Tools zu skalieren, würden künftig KI-Agenten komplette Prozesse autonom ausführen, während menschliche Teams sich stärker auf Strategie, Compliance und Einsparpotenziale konzentrieren.
Erste Großunternehmen setzen auf die Plattform
Seit dem Marktstart im Jahr 2023 hat Lio nach eigenen Angaben bereits Milliardenbeträge an Unternehmenseinkäufen über seine Plattform abgewickelt.
Zu den Kunden zählen internationale Großunternehmen wie:
- Munich Re
- Brose
- Novozymes
Darüber hinaus nutzen Unternehmen aus Branchen wie Chemie, Logistik, Einzelhandel, Transport, Medizintechnik und Pharma die Lösung.
Hohe Automatisierung und messbare Effizienzgewinne
Laut Angaben des Startups berichten Kunden von deutlichen Effizienzsteigerungen durch den Einsatz der KI-Agenten:
- über 95 % Nutzerakzeptanz
- rund 85 % weniger manuelle Arbeit im Einkauf
- etwa 10 % zusätzliche Einsparungen durch bessere Beschaffung und Verhandlungen
- 100 % Kundenbindung seit Einführung der Plattform
In einem Beispiel konnte ein globaler Industriekonzern innerhalb von sechs Monaten 75 % seiner zuvor ausgelagerten Einkaufsprozesse automatisieren.
Investoren sehen nächste Phase der KI-Automatisierung
Für Seema Amble markiert die Entwicklung einen wichtigen technologischen Schritt: Unternehmen bewegten sich zunehmend von KI-Assistenzsystemen hin zu autonom arbeitenden Multi-Agenten-Systemen, die komplette Geschäftsprozesse übernehmen können.
Mit der aktuellen Finanzierung will Lio seine Plattform weiter ausbauen und die Automatisierung komplexer Unternehmensprozesse im Einkauf weltweit vorantreiben.

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