Mö Foods sammelt 2,4 Mio. Euro für Haferkäse-Alternativen
Das finnische FoodTech-Startup Mö Foods hat eine Finanzierungsrunde in Höhe von 2,4 Millionen Euro abgeschlossen. Angeführt wurde die Runde vom Investor Nordic Foodtech VC. Mit dem frischen Kapital will das Unternehmen seine proprietäre Produktionstechnologie skalieren und die internationale Expansion vorbereiten.
Mö Foods entwickelt preisgekrönte käseähnliche Produkte auf Haferbasis, die geschmacklich, funktional und in der Textur mit klassischem Käse konkurrieren sollen.
Von der Nische in den Massenmarkt
Während pflanzliche Käsealternativen lange als Nischenprodukte galten, positioniert sich Mö bewusst als Anbieter für den Mainstream. Die Produkte sollen nicht nur Veganer:innen ansprechen, sondern alle Konsument:innen, die Wert auf Geschmack, Alltagstauglichkeit und Nachhaltigkeit legen.
Grundlage dafür ist ein firmeneigener Herstellungsprozess, der mit einer kurzen Zutatenliste, minimaler Verarbeitung und dem Einsatz lokal angebauter finnischer Haferrohstoffe arbeitet. Nach Unternehmensangaben wird dabei der gesamte Hafer genutzt, wodurch Nebenströme vermieden werden.
Starkes Wachstum und internationale Ambitionen
Gegründet wurde Mö Foods 2017 von den Schwestern Annamari Jukkola und Marjaana Vuorio, die auf einem finnischen Milchviehbetrieb aufgewachsen sind. Heute sind Mö-Produkte, darunter schmelz- und scheibbare Käsealternativen, in großen nordischen Handelsketten erhältlich, wie zum Beispiel S-Group, K-Group und Lidl Finnland.
Im Jahr 2024 wuchs der Retail-Umsatz von Mö um 88 Prozent, während der Markt für pflanzliche Käsealternativen in Finnland insgesamt um rund 18 Prozent zulegte. Parallel bereitet das Unternehmen die Expansion in weitere europäische Märkte vor und plant, seine Technologie künftig auch an große Lebensmittelhersteller zu lizenzieren.
Nachhaltigkeit als zentraler Treiber
Traditioneller Käse zählt zu den ressourcenintensivsten Lebensmitteln. Durch den Einsatz von Hafer als Hauptzutat reduziert Mö nach eigenen Angaben sowohl den CO₂-Fußabdruck als auch den Flächenverbrauch entlang der gesamten Wertschöpfungskette.
Die jüngste Finanzierung wird genutzt, um die Produktionskapazitäten auszubauen, das Technologie-Know-how weiterzuentwickeln und Mö als internationalen Referenzpunkt für haferbasierte Käsealternativen zu etablieren.

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