Peter Steinberger wechselt zu OpenAI – OpenClaw bleibt Open Source
Der KI-Pionier Sam Altman hat angekündigt, dass Entwickler und Unternehmer Peter Steinberger künftig das Team von OpenAI verstärken wird. Seine Aufgabe: die nächste Generation persönlicher KI-Agenten voranzutreiben. Damit sind Systeme gemeint, die eigenständig Aufgaben für Nutzer ausführen und miteinander kooperieren können.
Strategischer Ausbau von Personal-Agents
Nach Angaben des Unternehmens soll Steinberger insbesondere an Konzepten arbeiten, bei denen hochentwickelte Software-Agenten miteinander interagieren, um komplexe Aufgaben zu lösen. Solche Multi-Agenten-Systeme gelten als möglicher nächster Entwicklungsschritt der KI-Anwendungsschicht: weg von einzelnen Chatbots, hin zu vernetzten, arbeitsteiligen digitalen Assistenten.
OpenAI erwartet, dass diese Technologien "schnell zu einem Kernbestandteil" der eigenen Produkte werden und neue Anwendungsfelder im Alltag sowie in Unternehmen erschließen.
OpenClaw wird in Stiftung überführt und bleibt offen zugänglich
Parallel zur Personalie wurde bekanntgegeben, dass das von Steinberger initiierte Projekt OpenClaw in eine unabhängige Stiftung überführt wird. Die Software soll weiterhin als Open-Source-Projekt bestehen bleiben und auch künftig von OpenAI unterstützt werden.
It’s always been important to me that OpenClaw stays open source and given the freedom to flourish. Ultimately, I felt OpenAI was the best place to continue pushing on my vision and expand its reach.
Peter Steinberger
Damit setzt das Unternehmen bewusst auf ein hybrides Modell: kommerzielle Produktentwicklung auf der einen Seite, offene Infrastruktur für Forschung, Entwickler und Ökosysteme auf der anderen. Gerade im entstehenden Markt für KI-Agenten spiele Interoperabilität eine zentrale Rolle, weshalb offene Standards als strategisch wichtig gelten.

Von der Assistenzfunktion zur autonomen Zusammenarbeit von KI-Systemen
KI-Agenten sind Softwaresysteme, die Ziele eigenständig verfolgen, Entscheidungen vorbereiten und sich an neue Informationen anpassen können. Sie kombinieren Funktionen wie Planung, Gedächtnis, Kontextverständnis und Automatisierung und unterscheiden sich damit grundlegend von rein reaktiven Chat-Interfaces.
Die Vision vieler Unternehmen: mehrere spezialisierte Agenten arbeiten zusammen, koordinieren Prozesse und übernehmen zunehmend operative digitale Aufgaben. Branchenbeobachter sprechen bereits von einer "Multi-Agent-Ära", in der KI nicht nur antwortet, sondern aktiv handelt.
Wettbewerb um die Agenten-Plattformen der Zukunft - Anthropic hat das Nachsehen
Der Wechsel eines erfahrenen Entwicklers wie Steinberger unterstreicht die Dynamik rund um agentische KI-Architekturen. Unternehmen investieren verstärkt in Technologien, die über generative Modelle hinausgehen und reale Workflows automatisieren können.
Gleichzeitig zeigt die Fortführung von OpenClaw als Open-Source-Projekt, dass sich zentrale Bausteine dieser neuen Infrastruktur weiterhin im offenen Innovationsraum entwickeln sollen. Besonders bemerkenswert ist, dass Openclaw erst im November mittels Vibecoding entstand und jetzt im Februar schon an OpenAI übergeht. Ursprünglich unter dem Namen Clawdbot gestartet, später auf Grund von namensrechtlichen Ansprüchen Anthropics AI Claude in Moltbot umbenannt, geht es jetzt an den direkten Mitbewerber. Sicherlich nicht der glücklichste Ausgang für Anthropic, aber aus Sicht Peter Steinbergers mehr als nur verständlich.

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