Medtech

RAYDIAX erhält 7,5 Millionen Euro

Vom Forschungscampus in den OP. Neues Therapieassistenz-CT soll minimal-invasive Eingriffe breiter verfügbar machen.
News von Marc Nemitz Marc Nemitz · Magdeburg, 04. März 2026

Das MedTech-Spin-Off RAYDIAX hat eine Finanzierung in Höhe von insgesamt 7,5 Millionen Euro eingeworben, um die klinische Validierung und den Markteintritt seines Therapieassistenz-Computertomographen TACT voranzutreiben. Die Mittel fließen insbesondere in First-in-Human-Studien, die Weiterentwicklung zur Serienreife sowie den Aufbau von Vertrieb, Produktion und Qualitätsmanagement.

Kombination aus Venture Capital und EU-Förderung

Fünf Millionen Euro stammen aus Venture Capital, bereitgestellt von bestehenden Business Angels, bmp Ventures mit den IBG-Fonds sowie dem neu eingestiegenen GETEC Family Office um Dr. Karl Gerhold

Mit dem erfolgreichen Abschluss unserer Serie A1 erreichen wir einen entscheidenden Meilenstein auf dem Weg in die klinische Anwendung.

Dr. Thomas Hoffmann, CEO und Mitgründer von RAYDIAX

Zusätzlich erhält das Unternehmen 2,5 Millionen Euro Förderung aus dem EIC Accelerator der Europäischen Kommission, einem zentralen Förderinstrument für europäische Deep-Tech-Innovationen mit hohem Skalierungspotenzial.

Übergang von der Entwicklung in die klinische Anwendung

RAYDIAX ist ein Spin-off des Forschungscampus STIMULATE an der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg und entwickelt bildgeführte Technologien für minimal-invasive Therapien.

Mit der Finanzierung beginnt nun die klinische Phase: In First-in-Human-Studien soll erstmals Evidenz zur Anwendung des Systems am Menschen generiert werden. Parallel arbeitet das Unternehmen an der Industrialisierung des Produkts und bereitet erste kommerzielle Installationen vor. Dieser Schritt markiert den Übergang von der technologischen Entwicklung hin zu regulatorischer Zulassung und Marktskalierung.

Neue Geräteklasse für minimal-invasive Krebstherapien

Im Zentrum steht das System TACT, ein speziell entwickelter Therapieassistenz-CT für interventionelle Onkologie. Anders als klassische Diagnostik-Scanner unterstützt das Gerät Planung, Durchführung und Kontrolle minimal-invasiver Eingriffe in einem integrierten Workflow.

Minimal-invasive Krebstherapien gewinnen angesichts alternder Bevölkerungen und steigender Krebsinzidenzen zunehmend an Bedeutung. Sie können in vielen Fällen Operationszeiten verkürzen, Komplikationsrisiken reduzieren und eine schnellere Genesung ermöglichen. Gleichzeitig lassen sich klinische Ressourcen effizienter nutzen und zusätzliche Behandlungskapazitäten schaffen.

Der TACT adressiert einen klar definierten klinischen Bedarf in der interventionellen Onkologie und hat das Potenzial, eine neue Gerätekategorie für minimal-invasive Krebstherapien zu etablieren.

Dr. Jan Alberti, Managing Partner bei bmp Ventures

RAYDIAX zielt darauf ab, mit TACT die Einsatzbreite solcher Verfahren deutlich auszuweiten und eine neue Produktkategorie in der interventionellen Radiologie zu etablieren.

Das System setzt auf fokussierte CT-Live-Bildgebung, die Eingriffe präziser begleiten soll. Neben Effizienzgewinnen in medizinischen Abläufen verspricht der Ansatz eine geringere Strahlenbelastung für Patienten und medizinisches Personal. Zudem ermöglicht eine größere Geräteöffnung neue Anwendungsszenarien, etwa die Integration robotischer Assistenzsysteme.

Europäische Förderung unterstreicht strategische Relevanz

Die Unterstützung durch den EIC Accelerator wird als starkes Signal für die Bedeutung der Technologie gewertet. Das Programm richtet sich gezielt an Unternehmen, die wissenschaftliche Exzellenz mit marktnaher Skalierung verbinden.

RAYDIAX schafft mit seiner innovativen Technologie eine fokussierte CT-Live-Bildgebung, die die Strahlungsbelastung beim Patienten und Operateur sowie die OP-Zeit verringert.

Steffen Schmidt, CFO der GETEC-Gruppe

Mit der aktuellen Finanzierung will RAYDIAX seine wissenschaftliche Basis in marktfähige Medizintechnik überführen und sich international im wachsenden Markt minimal-invasiver Krebstherapien positionieren.


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