Ag-Tech.Systems
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Über Ag-Tech.Systems
ag-tech.systems ist ein AgTech-Unternehmen mit Sitz in Geilenkirchen, Deutschland. Es konzentriert sich auf die Entwicklung, Herstellung und Vermarktung elektro-physikalischer Systeme zur Pflanzenkontrolle in der Landwirtschaft. Der Ansatz soll eine Alternative zu synthetischen Herbiziden und chemischer Pflanzenabtrocknung schaffen und zugleich in konventionellen sowie ökologischen Anbausystemen einsetzbar sein.
Die Technologie wurde nach Unternehmensangaben über sechs Saisons in zwölf Ländern und in mehr als fünf wichtigen Kulturen im Feld getestet. Für die Jahre 2026 und 2027 liegt der kommerzielle Schwerpunkt auf Kartoffeln, Getreide, Zwischenfrüchten und der Bekämpfung herbizidresistenter Unkräuter. Der Vertrieb und Support erfolgen über spezialisierte Landmaschinenhändler. Als aktive Vertriebspartner werden RWZ für Deutschland, AGNIA für Spanien und GenAg für Kanada genannt.
Das Unternehmen wird von einem kleinen, praxisorientierten Team mit Kompetenzen in Pflanzenbiologie, Elektrophysik, Maschinenbau, Elektronik, Software und Kommerzialisierung geführt. Marcus Lehnen ist als Director tätig und verfügt laut Unternehmensangaben über einen Hintergrund als Biologe, MBA und Patentingeneur sowie über frühere operative und kommerzielle Erfahrung bei LBBZ. Weitere Teammitglieder verantworten Produktion und elektrische Systeme, Konstruktion, Hochspannungselektronik sowie ISOBUS-Integration und Steuerungssoftware.
Ein Beirat unterstützt das Unternehmen in den Bereichen Investor Relations, Governance, Vertrieb, Strategie und Landwirtschaft. Zu den genannten Beiratsmitgliedern gehören unter anderem Experten mit früherer Erfahrung bei Monsanto und Syngenta, Vorstands- und Managementerfahrung in der Agrarbranche sowie Hintergründen als AgTech-Investoren und landwirtschaftliche Betreiber.
Im August 2026 gab ag-tech.systems den Abschluss einer Seed-Finanzierungsrunde bekannt. Als neue Unterstützer werden die NRW.BANK und die ag-tech Beteiligungs GmbH & Co. KG genannt; zur bestehenden Gesellschafterbasis gehören laut Unternehmensangaben außerdem Raiffeisen Ventures und ISEG Leistungselektronik Sachsen. Der Unternehmenssitz befindet sich in der Von-Braun-Straße 30, 52511 Geilenkirchen, Deutschland.
Über das Produkt
Das Unternehmen entwickelt eine elektro-physikalische Lösung zur Unkrautkontrolle und Pflanzenabtrocknung ohne synthetische Herbizide. Das traktormontierte System führt Hochspannungsimpulse durch Pflanzen und Unkräuter und zerstört dabei deren Gefäßgewebe von innen heraus. Die Technologie wirkt nicht über einen chemischen Wirkmechanismus und ist daher auch gegen herbizidresistente Unkräuter einsetzbar.
Zum System gehört die proprietäre leitfähige Flüssigkeit volt.fuel®. Sie wird vor den Elektroden ausgebracht und soll den elektrischen Widerstand der Pflanzen um bis zu 90 Prozent reduzieren. Dadurch können Spannungsimpulse von bis zu 5.500 Volt innerhalb von Mikrosekunden reguliert werden. Die elektrische Einwirkung erfasst die Pflanze vom Blatt bis zur Wurzel, anstatt lediglich die Oberfläche zu behandeln.
Die Lösung ist für verschiedene Kulturen und Anwendungen vorgesehen, darunter Kartoffeln, Hafer, Gerste, Weizen und Zwischenfrüchte. Zu den genannten Einsatzgebieten zählen insbesondere die Kartoffelabtrocknung, die Abtrocknung von Hafer und Getreide, die Beendigung von Zwischenfruchtbeständen sowie die Bekämpfung schwer kontrollierbarer und herbizidresistenter Unkräuter, einschließlich Gelber Knöteriche beziehungsweise Erdmandelgras (Cyperus esculentus).
Nach Angaben des Unternehmens hinterlässt das Verfahren keine chemischen Rückstände in Boden, Pflanzen oder Lebensmitteln und ist für den ökologischen Landbau geeignet. Es kann sowohl vollständig chemiefrei als auch ergänzend zu bestehenden Herbizidprogrammen eingesetzt werden, beispielsweise um resistente Unkräuter zu bekämpfen oder den Einsatz chemischer Wirkstoffe zu reduzieren. Die Wirkung soll nach der Anwendung unabhängig von Sonne, Wind oder Regen sein.
Das aktuelle Maschinensystem epc.160 verfügt über eine Leistung von 160 kW und eine Arbeitsbreite von 12,6 Metern. Die 2025er-Serie soll leichter und einfacher aufgebaut sein und neue 40-kW-Hochspannungseinheiten, robustere 1,8-Meter-Applikatorboards sowie eine ISOBUS-Integration zur Steuerung über das Traktordisplay bieten. Die Maschine ist nach Unternehmensangaben ab sofort erhältlich; angeboten werden Kauf-, Miet- und Leasingmodelle sowie die Nutzung über gewerbliche Lohn- und Anwendungsdienstleister.
Über das Team
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