Ahron
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Über Ahron
Ahron entwickelt eine Plattform für KI-gestützte HR-Orchestrierung und richtet sich an HR-Organisationen, die mehrere Systeme entlang des Hire-to-Retire-Prozesses betreiben. Als Zielgruppe nennt das Unternehmen insbesondere größere Organisationen mit mehreren Ländern, Gesellschaften und Systemen. Ein typischer Anwendungsfall entsteht, wenn ein HR-Prozess mehr als zwei Systeme berührt, beispielsweise beim Onboarding mit Verbindungen zwischen Recruiting, Core HR, Payroll und IT-Bereitstellung.
Das Unternehmen positioniert sich als Anbieter einer übergreifenden Ausführungsebene für HR-Prozesse. Während einzelne HR-Suiten eigene Agenten innerhalb ihres jeweiligen Systems anbieten, soll Ahron Prozesse ausführen, die sich über mehrere Systeme erstrecken. Dabei bleiben die vorhandenen Systeme of Record bestehen und werden nicht ersetzt oder migriert.
Ahron ist offizieller Celonis-Partner und wurde nach eigenen Angaben nativ auf dem Celonis-Stack entwickelt. Die Plattform kombiniert Prozessintelligenz, eine digitale Abbildung der HR-Prozesse, KI-Agenten sowie Governance- und Kontrollfunktionen für die praktische Automatisierung von HR-Abläufen.
Sicherheit, Compliance und Nachvollziehbarkeit sind zentrale Bestandteile der Positionierung. Ahron nennt die Ausrichtung an DSGVO und EU AI Act, Datenverarbeitung und Hosting in der EU, Datenpseudonymisierung sowie einen vollständigen Audit Trail. Die zugrunde liegende Infrastruktur wird als SOC 2 Type II-zertifiziert bezeichnet; im bereitgestellten Material wird dies im Zusammenhang mit der Celonis-Infrastruktur genannt.
Die Implementierung soll innerhalb von zwölf Wochen von der Systemanbindung über Prozessanalyse und Governance bis zur Bereitstellung der KI-Agenten erfolgen. Unternehmen können zunächst mit einem Proof of Value auf Basis eines Prozess-Exports starten, während Sicherheits- und Beschaffungsprüfungen parallel laufen. Ahron unterstützt zudem Gespräche mit Arbeitnehmervertretungen, indem nachvollziehbar gemacht wird, welche Aktionen das System ausführt, welche Grenzen gelten und wie Entscheidungen beziehungsweise Aktionen im Nachhinein überprüft werden können.
Über das Produkt
Ahron ist eine KI-gestützte Plattform zur Orchestrierung von HR-Prozessen. Sie ersetzt bestehende Systeme wie Core HR, Bewerbermanagement, Payroll, Learning oder HR-Service-Tools nicht, sondern verbindet und koordiniert sie. Dadurch können Abläufe über mehrere Systeme hinweg wie ein zusammenhängender Prozess gesteuert werden.
Im Zentrum steht Process Mining. Ahron analysiert, wie HR-Prozesse tatsächlich ablaufen, und erstellt daraus einen digitalen Zwilling der Hire-to-Retire-Abläufe. Diese Transparenz dient als Ausgangsbasis, um Verbesserungen messbar zu machen und gezielt Automatisierungen zu definieren.
Auf dieser Grundlage setzt die Plattform vendor-unabhängige KI-Agenten ein. Die Agenten können Aufgaben in den bestehenden HR-Systemen ausführen und dabei den erforderlichen Kontext nutzen. Unterstützt werden unter anderem Prozesse in der Talentgewinnung, beim Onboarding, in der Payroll sowie bei Employee Services und weiteren bereichsübergreifenden HR-Abläufen.
Ein Control Plane stellt Kontext, Richtlinien und Sicherheitsvorgaben bereit. Aktionen werden vor ihrer Ausführung anhand definierter Policies geprüft. Unternehmen können festlegen, an welchen Stellen eine menschliche Freigabe erforderlich ist und wo Agenten selbstständig handeln dürfen. Jede Aktion wird protokolliert, sodass die Ausführung nachvollziehbar und auditierbar bleibt.
Die Plattform ist auf die Anforderungen regulierter HR-Umgebungen ausgerichtet und berücksichtigt GDPR beziehungsweise DSGVO sowie den EU AI Act. Zu den genannten Sicherheitsfunktionen gehören Datenpseudonymisierung und ein vollständiger Audit Trail. Die Daten werden in der EU gehostet und verarbeitet; Ahron agiert dabei als Auftragsverarbeiter gemäß Artikel 28 DSGVO. Laut Anbieter werden Kundendaten nicht zum Training von Modellen verwendet. Zusätzlich können Unternehmen eigene Large Language Models einsetzen.
Ahron lässt sich mit gängigen HR-Systemen wie SAP SuccessFactors, Workday, Oracle HCM, ADP und ServiceNow verbinden. Mitarbeitende arbeiten weiterhin über vertraute Kanäle wie Microsoft Teams, Slack oder E-Mail und müssen für die Nutzung der orchestrierten Prozesse kein neues Frontend erlernen.
Der Einstieg ist in mehreren Phasen vorgesehen: In den ersten zwei Wochen werden die Systeme angebunden, anschließend wird bis zur vierten Woche Transparenz über die Prozesse geschaffen. In den Wochen fünf bis acht werden Governance und Richtlinien definiert, bevor zwischen Woche neun und zwölf die KI-Agenten bereitgestellt werden. Danach können die Ergebnisse fortlaufend gemessen werden. Für einen Proof of Value kann zunächst ein Prozess-Export als Flat File verwendet werden, ohne direkten Systemzugriff, Integrationen oder Konnektoren einzurichten.
Über das Team
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