Hexafarms
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Über Hexafarms
Das Unternehmen entwickelt B2B-Technologien für kommerzielle Gewächshausbetriebe. Sein Ansatz verbindet eigene Hardware mit einer Softwareplattform, um Daten aus Pflanzen, Kameras, Robotern und Klimasensoren in verwertbare Informationen für den Anbau zu übersetzen.
Im Mittelpunkt stehen drei operative Herausforderungen, die viele Betriebe unterhalb ihrer möglichen Produktionskapazität halten: Ernte- und Ertragsprognosen mit zu großer Unsicherheit, fehlende Transparenz über die Bedingungen im Bestand sowie Ernteverluste durch Schädlinge und Krankheiten. Das Unternehmen positioniert seine Plattform als integriertes Betriebssystem, das diese Lücken mit einer gemeinsamen Datengrundlage adressiert.
Die Lösung richtet sich an unterschiedliche Rollen innerhalb der Gewächshausproduktion. Betriebsleiter und Anbauverantwortliche erhalten kontinuierliche Informationen über Klima, Bewässerung und Pflanzenbestand. Geschäftsführungen können Erträge, Personal und Lieferungen verlässlicher planen. Genossenschaften und Distributoren können Daten mehrerer Mitglieder in einem einheitlichen System zusammenführen und ihre Lieferzusagen besser koordinieren.
Nach eigenen Angaben wird die Plattform bereits von führenden Betreibern genutzt. Auf der Website werden unter anderem Casi, Dyson Farming, ELO, Gardeners Pride, Growers United, Landgard, La Palma, SanLucar, Schenkeveld, Vitarom und ZON als Kunden oder Partner aufgeführt. Fallstudien beschreiben beispielsweise den Einsatz der Ertragsprognose bei Edelrot, wo eine Prognosegenauigkeit von 85 bis 90 Prozent und ein ROI von 4,0 im ersten vollständigen Saisonjahr angegeben werden. Diese Kennzahlen sind Anbieterangaben und beziehen sich auf den jeweils beschriebenen Anwendungsfall.
Das Unternehmen verfolgt einen schrittweisen Einführungsansatz: Betriebe können mit dem Modul beginnen, das für sie die größte operative Lücke darstellt, und später weitere Funktionen ergänzen. Die gemeinsame Datenbasis soll dabei dafür sorgen, dass neu hinzugefügte Module auf bereits vorhandenen Informationen aufbauen. Der Anbieter beschreibt seine Technologie zudem als Ergänzung zur Erfahrung der Anbauverantwortlichen und nicht als deren Ersatz.
Zur technischen Infrastruktur gehören autonome Roboter zur Bestandserfassung, drahtlose Sensoren und stationäre Kamerasysteme. Die Hardware wird nach Angaben der Website in Deutschland entwickelt beziehungsweise gefertigt. Die Plattform ist auf unterschiedliche Gewächshauskulturen und Betriebsgrößen ausgerichtet und soll sich in bestehende Abläufe integrieren lassen.
Über das Produkt
Die Plattform ist als Betriebssystem für den kommerziellen Gewächshausanbau konzipiert und verbindet Hardware, Software und eine gemeinsame Datengrundlage. Sie unterstützt Anbauunternehmen, Genossenschaften und Forschungseinrichtungen dabei, Erträge besser zu planen, Anbaubedingungen zu überwachen und biologische Risiken frühzeitig zu erkennen.
Das System besteht aus drei zentralen Modulen: Schädlings- und Krankheitsüberwachung, Sensorik sowie Ertragsprognosen. Die Module können einzeln eingesetzt werden und bauen auf einer gemeinsamen Datenebene auf. Dadurch lassen sich die gesammelten Informationen über mehrere Anwendungen hinweg nutzen.
Das Modul zur Schädlings- und Krankheitserkennung arbeitet mit autonomen Robotern, die kontinuierlich durch die Gewächshausreihen fahren und Bilddaten erfassen. Laut Anbieter können die Roboter bis zu drei Hektar pro Tag abdecken und dabei unter anderem Botrytis, Tuta, Mehltau und Minierfliegen frühzeitig erkennen. Die gewonnenen Informationen werden unter anderem für Schädlingsmanagement, biologische Kontrolle, automatisiertes Scouting und Krankheitsmonitoring genutzt.
Die Sensorik erfasst die Bedingungen im Bestand und in den einzelnen Zonen. Das AgNode-System umfasst drahtlose, selbstaufladende Hubs mit kalibrierten Sonden für CO₂, elektrische Leitfähigkeit (EC), pH-Wert, Substrat, PAR, Temperatur und Durchfluss. Die Messwerte werden laut Website alle fünf Minuten synchronisiert. Sie sollen Anbauverantwortliche bei Bewässerung, Düngung, Klimasteuerung und der Überwachung des Substrats unterstützen.
Das Prognosemodul erstellt eine rollierende Ernteprognose für vier Wochen. Dafür werden mehr als 80 Parameter berücksichtigt; die Prognosen werden laufend aktualisiert und mit Konfidenzintervallen ausgegeben. So können Betriebe Ernte, Personal, Logistik, Absatz und Lieferketten besser planen. Für Genossenschaften und Distributoren dient die Plattform außerdem als gemeinsame Daten- und Aggregationsebene, über die Informationen mehrerer Mitglieder in einer einheitlichen Ansicht zusammengeführt werden können.
Ergänzt wird die Plattform durch Insight Stations. Diese erfassen kontinuierlich Bilder aus mehreren Perspektiven und zählen mithilfe von Computer Vision Früchte und Blüten an den Pflanzen. Die Aufnahmen erfolgen laut Anbieter in einem Vier-Stunden-Zyklus; die Daten zur Bestands- und Fruchtregistrierung fließen in die Ertragsprognosen ein.
Die Lösung ist für verschiedene Kulturen ausgelegt, darunter Tomaten, Erdbeeren, Paprika, Gurken, Heidelbeeren, Himbeeren sowie Salat und anderes Blattgemüse. Der Anbieter arbeitet nach eigenen Angaben auch fallweise mit weiteren kommerziell angebauten Kulturen. Die Hardware wurde laut Website in Deutschland entwickelt und gefertigt und lässt sich ohne Schienen oder größere Anpassungen am Gewächshaus einsetzen.
Über das Team
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