UniSieve
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Über UniSieve
UniSieve Ltd ist ein Cleantech-Unternehmen mit Sitz in der Schweiz, das aus der ETH Zürich hervorgegangen ist. Das Unternehmen konzentriert sich auf molekular siebende Membrantechnologien und deren industrielle Anwendung zur effizienteren Trennung von Gasen sowie weiteren Stoffströmen.
Im Mittelpunkt steht eine proprietäre Membranplattform, die verschiedene molekulare Siebe und polymere Membranen kombiniert. Auf dieser Grundlage entwickelt UniSieve kundenspezifische Trennlösungen für industrielle Prozesse. Das Angebot umfasst nicht nur die Membrantechnologie, sondern auch die Auslegung kompletter Systeme, Beratung, Pilotierung, Integration, Inbetriebnahme und Unterstützung im laufenden Betrieb.
Die Lösungen richten sich an industrielle Kunden, die Trennprozesse wirtschaftlicher und nachhaltiger gestalten möchten. UniSieve setzt dabei an den Stellen an, an denen Trennverluste, Produktionsengpässe oder Emissionen die Wirtschaftlichkeit eines Prozesses beeinträchtigen. Durch die Rückgewinnung wertvoller Moleküle aus Off-Gas- und Prozessströmen, die Steigerung bestehender Produktionskapazitäten und die Reduzierung energieintensiver Behandlungsschritte soll die Technologie sowohl ökologische als auch wirtschaftliche Vorteile ermöglichen.
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Dekarbonisierung emissionsintensiver Industrien. Die Systeme können laut Unternehmensangaben in bestehende Anlagen integriert werden und beispielsweise CO₂ aus industriellen Punktquellen abscheiden. Für einzelne Anwendungen nennt UniSieve ein Potenzial von bis zu 25.000 Tonnen abgeschiedenem CO₂ pro Jahr. Die konkrete Leistung hängt dabei vom jeweiligen Prozess, Gasstrom und Anlagenstandort ab.
Über das Produkt
Das Unternehmen entwickelt molekular siebende Membrantechnologien und vollständige industrielle Systeme für präzise Gastrennungen. Die Membranen nutzen kristalline Poren, durch die Moleküle abhängig von ihrer Größe unterschiedlich schnell hindurchtreten. Ein Druckunterschied treibt den Gasstrom durch die Membran: Leichter permeierende Moleküle bilden den Permeatstrom, während zurückgehaltene Moleküle im Retentat verbleiben. So entstehen zwei Ströme mit unterschiedlicher Zusammensetzung.
Die Technologie ist auf kontinuierliche Gastrennung ausgelegt und soll im Vergleich zu konventionellen Verfahren deutlich weniger Energie benötigen. Sie kann in bestehende industrielle Infrastrukturen integriert werden und darauf abzielen, Trennengpässe zu beseitigen, Produktionskapazitäten zu erhöhen und wertvolle Bestandteile aus Prozess- oder Abgasströmen zurückzugewinnen. Nach Angaben des Unternehmens können molekulare Siebverfahren bis zu 90 Prozent Energie einsparen und die Produktionskapazität bestehender Prozesse um bis zu acht Prozent steigern.
Zu den zentralen Anwendungen gehört die Kohlenwasserstofftrennung. Dabei können Moleküle aus Off-Gas- und Fackelgasströmen zurückgewonnen, der Verlust wertvoller Einsatzstoffe reduziert und zusätzliche Kapazitäten erschlossen werden. Weitere Einsatzbereiche sind die Abscheidung von CO₂ aus Punktquellen, etwa in Zementwerken oder Waste-to-Energy-Anlagen, sowie die Aufbereitung von CO₂ zur Nutzung oder Speicherung.
Darüber hinaus bietet die Plattform Lösungen für Spezialgase und die Emissionskontrolle. Genannt werden unter anderem die Rückgewinnung von Kältemitteln, die Kontrolle von PFAS-Emissionen sowie die Rückgewinnung von Prozessgasen in der Halbleiterindustrie. Das Unternehmen weist außerdem darauf hin, dass die Technologie auch für weitere anspruchsvolle Gastrennungen geprüft werden kann.
UniSieve begleitet industrielle Kunden über den gesamten Projektverlauf. Zunächst werden CO₂-Quelle, Konzentration, Jahresvolumen, Zielort sowie die technischen Betriebsbedingungen analysiert. Anschließend kann ein Pilotversuch mit dem eigenen Rauchgas des Kunden durchgeführt werden, um Leistungs- und Betriebsdaten zu ermitteln und die technische sowie wirtschaftliche Eignung vor einer Skalierung zu bewerten. Nach erfolgreicher Validierung wird das vollständige System auf den jeweiligen Standort, die Betriebsanforderungen und den vorgesehenen CO₂-Weg zugeschnitten, integriert und in Betrieb genommen.
Über das Team
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