Wirtsvhaft wächst

Deutsches BIP 2025 leicht gewachsen

Leichtes Wachstum 2025: Deutschlands BIP steigt nach zwei Rezessionsjahren um 0,2 %. Staatsquote erstmals wieder über 50%!
Report von Marc Nemitz Marc Nemitz · Wiesbaden, 15. Januar 2026

Nach zwei Rezessionsjahren konnte die deutsche Wirtschaft 2025 wieder leicht zulegen. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) stieg nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes um 0,2 % gegenüber dem Vorjahr. Kalenderbereinigt betrug das Plus 0,3 %. Haupttreiber waren die gestiegenen Konsumausgaben privater Haushalte und des Staates.

Demgegenüber gaben die Exporte erneut nach. Die Exportwirtschaft litt unter höheren US-Zöllen, der Euro-Aufwertung und wachsender Konkurrenz aus China. Auch die Investitionsschwäche hielt an – sowohl bei Ausrüstungen als auch im Baugewerbe.

Ruth Brand, Präsidentin des Statistischen Bundesamtes

Bruttowertschöpfung: Rückgänge in Industrie und Bau, gemischtes Bild im Dienstleistungsbereich

  • Verarbeitendes Gewerbe: Minus 1,3 %; insbesondere Automobilindustrie, Maschinenbau und Chemie betroffen.
  • Baugewerbe: Minus 3,6 %, getrieben durch hohe Baupreise; Tiefbau leicht über Vorjahr.
  • Dienstleistungen: Gemischt – Unternehmensdienstleister (-0,8 %), sonstige Dienstleistungen (-0,3 %), Handel/Verkehr/Gastgewerbe (+1,2 %), Öffentliche Dienstleister/Erziehung/Gesundheit (+1,4 %).

Konsum und Staatsausgaben stützen das Wachstum

  • Private Konsumausgaben: +1,4 %, insbesondere Gesundheit (+3,8 %) und Mobilität (+2,7 %).
  • Staatskonsum: +1,5 %, vor allem höhere Ausgaben für Sozialversicherung, Gesundheit und Arbeitnehmerentgelt.

Investitionen und Außenhandel

  • Bruttoanlageinvestitionen: -0,5 %; Bauinvestitionen -0,9 %, Ausrüstungen -2,3 %.
  • Exporte: -0,3 %; Kernbereiche wie Kraftwagen und Maschinen rückläufig.
  • Importe: +3,6 %, insbesondere Maschinen, elektrische Ausrüstungen, pharmazeutische Produkte und Nahrungsmittel.

Arbeitsmarkt stagniert

Die Zahl der Erwerbstätigen lag bei 46,0 Millionen und damit nahezu unverändert zum Vorjahr. Wachstum erfolgte ausschließlich im Dienstleistungssektor, während Industrie und Bau erneut Beschäftigungsrückgänge verzeichneten.

Staatsfinanzen verbessern sich leicht

  • Finanzierungsdefizit 2025: 107 Mrd. Euro (-8 Mrd. gegenüber 2024), Defizitquote 2,4 % des BIP.
  • Staatsquote: 50,3 %, erstmals seit 2020 wieder über 50 %.

Ausblick 4. Quartal 2025

Nach vorläufigen Schätzungen wuchs das BIP im 4. Quartal 2025 preis-, saison- und kalenderbereinigt um 0,2 % gegenüber dem Vorquartal. Die detaillierte Quartalsrechnung folgt am 30. Januar 2026, die umfassenden volkswirtschaftlichen Gesamtrechnungen am 25. Februar 2026.


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