Co-reactive sichert 6,5 Mio. € Seed-Finanzierung
Das 2024 gegründete Climate-Tech-Startup Co-reactive aus NRW hat eine Seed-Finanzierung über insgesamt 6,5 Mio. € abgeschlossen. Mit dem Kapital plant das Unternehmen, seine CO₂-Mineralisierungstechnologie vom Prototypen in die industrielle Anwendung zu bringen.
Finanzierung durch führende Investoren und Fördermittel
Die Finanzierungsrunde wird vom High-Tech Gründerfonds (HTGF) angeführt. Weitere Investoren sind NRW.Bank, HBG Ventures, AFI Ventures (der Frühphasen Impact Arm von Ventech), Evercurious VC sowie ein Netzwerk erfahrener Climate-Tech Business Angels. Zusätzlich erhält Co-reactive Fördermittel der Bundesförderung Industrie und Klima (BIK) des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWE) im siebenstelligen Bereich.
Die Bauindustrie steht vor einem Wendepunkt. Co-reactive bietet eine skalierbare Alternative, die CO₂-negativ ist und sich als Drop-in-Lösung in bestehende Prozesse integrieren lässt. Das Team hat das Potenzial, die Branche nachhaltig zu verändern.
Anna Stetter, Investment Managerin beim HTGF
Innovative CO₂-Mineralisierungstechnologie
Co-reactive hat einen kontinuierlichen Prozess entwickelt, der CO₂ zusammen mit natürlichen Mineralien wie Olivin oder metallurgischen Schlacken (EAF & BOF) in CO₂-negative Supplementary Cementitious Materials (SCMs) umwandelt. Die Materialien verringern den Klinkeranteil in Zement und Baustoffen erheblich, senken somit den CO₂-Fußabdruck und verbessern gleichzeitig Druckfestigkeit und Dauerhaftigkeit. Die Technologie ist als Drop-in-Lösung konzipiert und lässt sich nahtlos in bestehende Produktionsprozesse integrieren.
Lösungen für die Bauindustrie
Co-reactive adressiert zwei zentrale Herausforderungen:
- Hohe Emissionen: Die Zementproduktion ist für rund acht Prozent der globalen CO₂-Emissionen verantwortlich. Mit steigender CO₂-Bepreisung könnten die Herstellungskosten in den kommenden Jahren deutlich steigen.
- Rohstoffmangel: Klassische Zementersatzstoffe wie Flugasche oder Hüttensand werden durch den Kohleausstieg und die Transformation der Stahlindustrie knapp.
Mit der Seed-Finanzierung wird Co-reactive seinen Labor- und Pilotbetrieb im zweiten Quartal 2026 auf eine kontinuierlich betriebene 1.000-Tonnen-Demonstrationsanlage hochskalieren. Parallel werden gemeinsam mit Industriepartnern Pilotanlagen im Zehntausend-Tonnen-Maßstab vorbereitet, die ab 2027 CO₂ direkt in der Zement- und Stahlproduktion mineralisieren sollen.
Mit den richtigen Mitgründern und einem interdisziplinären Team bringen wir CO₂-Mineralisierung aus dem Labor in den industriellen Dauerbetrieb.
Dr.-Ing. Andreas Bremen, Mitgründer und CEO von Co-reactive
Co-reactive GmbH entwickelt kontinuierliche CO₂-Mineralisierungstechnologien für die Bauindustrie. Das Startup arbeitet entlang der gesamten Wertschöpfungskette, von CO₂- und Rohstofflieferanten über Zement- und Betonproduzenten bis hin zu Zertifizierungsstellen, um den Übergang von Pilot- zu großskaligen industriellen Anlagen im 100- bis 300-kt-Maßstab zu ermöglichen. Das interdisziplinäre Team vereint Expertise in CO₂-Mineralisierung, Anlagenbau und Kommerzialisierung.

Newsletter
Startups, Geschichten und Statistiken aus dem deutschen Startup-Ökosystem direkt in deinen Posteingang. Abonnieren mit 2 Klicks. Noice.
LinkedIn ConnectFYI: English edition available
Hello my friend, have you been stranded on the German edition of Startbase? At least your browser tells us, that you do not speak German - so maybe you would like to switch to the English edition instead?
FYI: Deutsche Edition verfügbar
Hallo mein Freund, du befindest dich auf der Englischen Edition der Startbase und laut deinem Browser sprichst du eigentlich auch Deutsch. Magst du die Sprache wechseln?