Joshua Kushner kündigt neuen Mega-Fonds an: Thrive X überschreitet 10 Milliarden US-Dollar
Der US-Investor Joshua Kushner hat den Abschluss seines neuen Venture-Fonds Thrive X bekanntgegeben. Mit einem Volumen von über 10 Milliarden US-Dollar zählt er zu den größten Wachstumsfonds im Technologiesektor. Davon sind rund 1 Milliarde US-Dollar für Frühphasen-Investments und 9 Milliarden US-Dollar für Growth-Stage-Finanzierungen vorgesehen.
Langfristiger Ansatz statt kurzfristiger Meilensteinlogik
Kushner bezeichnet den Fonds nicht als klassischen Erfolgsmoment, sondern als langfristige Verpflichtung. Thrive verstehe sich weniger als Finanzinvestor, sondern als partnerschaftlich arbeitendes Unternehmen, dessen Produkt die enge Zusammenarbeit mit einer kleinen Zahl ausgewählter Gründer sei.
Der Fokus liege darauf, Unternehmen über lange Zeiträume hinweg zu begleiten, sowohl in Wachstumsphasen als auch in schwierigen Momenten.
Klare Investmentphilosophie: Konzentration statt Diversifikation
Nach eigener Darstellung verfolgt Thrive bewusst einen konzentrierten Investmentansatz. Anstatt breit zu streuen, setzt das Unternehmen auf wenige Überzeugungsinvestments mit hoher inhaltlicher Nähe zu den Gründern und ihren Missionen.
In einem Umfeld, in dem Kapital allein keinen Wettbewerbsvorteil mehr darstelle, sollen gezielte Auswahl, langfristige Bindung und Durchhaltefähigkeit die entscheidenden Differenzierungsmerkmale sein.
Kategorieprägende Unternehmen
Thrive verfolgt eine langfristige These: Unternehmen, die neue Kategorien definieren, bauen über die Zeit strukturelle Wettbewerbsvorteile auf, die sich kumulativ verstärken. Der neue Fonds soll genau diese Entwicklung über lange Innovationszyklen hinweg unterstützen und damit die bisherige Strategie fortschreiben.
Auch in Europa sichtbar
Hierzulande ist die Investmentgesellschaft vielen Beobachtern insbesondere durch ihre Beteiligung am Berliner Neobroker Trade Republic bekannt geworden. Joshua Kushner selbst ist vielen ein Begriff als Investor von OpenAI. Das Engagement unterstreicht die internationale Ausrichtung von Thrive Capital, das gezielt in technologiegetriebene Plattformunternehmen mit großem Skalierungspotenzial investiert.
Dank an Investoren und Gründer
Kushner betonte zudem die Rolle der Limited Partners, deren Vertrauen die langfristige Ausrichtung ermögliche. Thrive sehe sich selbst nicht als Hauptakteur, sondern als Enabler, der Gründern die Rahmenbedingungen schaffe, um nachhaltige Unternehmen aufzubauen.

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