Mycoverse sichert sich 2,4 Millionen Euro Pre-Seed
Das dänische AgriTech-Startup Mycoverse hat eine Pre-Seed-Finanzierung in Höhe von 2,4 Millionen Euro abgeschlossen. Das Unternehmen entwickelt biologische Pflanzenschutzlösungen auf Basis von Pilzen, um eine nachhaltige Alternative zu chemischen Pestiziden zu schaffen und zentrale Pflanzenkrankheiten in Europa zu bekämpfen.
Spin-out aus der Forschung mit klarer Marktausrichtung
Das Unternehmen ist ein Spin-out der Technical University of Denmark (DTU) und überträgt aktuelle Forschung aus der Mikrobiologie und Bioökonomie in marktfähige Anwendungen. Ziel ist es, landwirtschaftliche Produktionssysteme widerstandsfähiger zu machen, ohne bestehende Anbaupraktiken grundlegend zu verändern.
Die Finanzierung wird von Future Food Fund und High-Tech Gründerfonds angeführt. Zusätzlich beteiligt sich PINC, der Venture-Arm des Lebensmittelunternehmens Paulig.
Fokus auf Kartoffelfäule als wirtschaftlich bedeutendes Problem
Mit dem Kapital sollen in den kommenden zwei Jahren umfangreiche Feldversuche durchgeführt werden, um die kommerzielle Validierung der ersten Produktlösung voranzutreiben. Der initiale Fokus liegt auf der Bekämpfung der Kraut- und Knollenfäule bei Kartoffeln, einer der folgenreichsten Pflanzenkrankheiten Europas mit einem geschätzten globalen Marktpotenzial von rund 1,9 Milliarden Euro.
Landwirtschaftliche Betriebe stehen zunehmend unter Druck: Regulatorische Vorgaben zur Reduktion chemischer Pflanzenschutzmittel nehmen zu, während Resistenzen gegen bestehende Wirkstoffe wachsen. Genau hier positioniert sich das Unternehmen mit biologischen Alternativen.
KI-gestützte Identifikation wirksamer Pilzstämme
Kern der Technologie ist eine KI-basierte Entdeckungsplattform, die gezielt vielversprechende Pilzstämme identifiziert und daraus bioaktive Wirkstoffe entwickelt. Diese werden mit einer skalierbaren Produktionstechnologie kombiniert, um leistungsfähige biologische Pflanzenschutzlösungen industriell herzustellen.
Die Produkte sollen sich nahtlos in bestehende landwirtschaftliche Prozesse integrieren lassen. Erste Kandidaten konnten bereits in Gewächshausversuchen überzeugende Ergebnisse erzielen.
Nachhaltige Landwirtschaft als Innovations- und Wachstumsfeld
Der europäische Pflanzenschutzmarkt befindet sich im Wandel: Nachhaltigkeitsanforderungen, Biodiversitätsziele und neue regulatorische Rahmenbedingungen treiben die Nachfrage nach biobasierten Lösungen. Gleichzeitig benötigen Landwirte weiterhin verlässliche und wirtschaftliche Methoden zur Sicherung von Erträgen.
Vor diesem Hintergrund sieht das Unternehmen erhebliches Skalierungspotenzial für seine Plattformtechnologie. Perspektivisch soll diese auch auf weitere Kulturen ausgeweitet werden, unter anderem auf Weinreben.
Skalierung über weitere Anwendungen geplant
Langfristig will das Startup seine Technologie als breit einsetzbare Plattform für biologischen Pflanzenschutz etablieren. Neben zusätzlichen Kulturen stehen Kooperationen mit Agrar- und Lebensmittelindustrie im Fokus, um nachhaltige Wertschöpfungsketten aufzubauen und die Abhängigkeit von chemischen Inputs zu reduzieren.

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