Oska Health sammelt 11 Millionen Euro Seed ein
Das Healthtech Oska Health hat eine Seed-Finanzierungsrunde in Höhe von 11 Millionen Euro abgeschlossen. Angeführt wird die Runde von Capricorn Partners und SwissHealth Ventures. Weitere Investoren sind Revent, Calm Storm, BMH, LBBW Venture Capital, GoHub Ventures und Aurum Impact.
Das Kapital soll in die Skalierung eines Versorgungsmodells fließen, das die Betreuung multimorbider Patienten digital erweitert und bereits seit mehreren Jahren mit Krankenkassen im Einsatz ist.
Versorgungslücke zwischen Arztterminen schließen
Oska Health bezieht sich auf ein strukturelles Problem moderner Gesundheitssysteme. Chronische Erkrankungen entstehen und verschlechtern sich nicht im Behandlungszimmer, sondern im Alltag der Betroffenen.
Chronische Erkrankungen lassen sich nicht in einzelnen Arztkontakten managen – sie entscheiden sich im Alltag
Niklas Best, CEO und Co-Founder Osaka Health
Das Unternehmen kombiniert persönliche Betreuung durch geschulte Gesundheitsberater mit KI-gestützter Analyse und digitaler Therapieunterstützung. Dabei werden die Patient kontinuierlich per App, Chat oder Video begleitet, um medizinische Empfehlungen (etwa zu Ernährung, Bewegung oder Medikation) nachhaltig umzusetzen.
Zusammenarbeit mit Krankenkassen als Skalierungsbasis
Das Angebot wird bereits von mehr als 20 Krankenkassen in Deutschland eingesetzt, darunter die KKH Kaufmännische Krankenkasse. Für Versicherte ist die Nutzung kostenfrei, während Ärzt:innen therapeutisch verantwortlich bleiben.
Oska Health übernimmt vor allem die kontinuierliche Begleitung und Verhaltensunterstützung zwischen den Behandlungsterminen, ohne zusätzliche Softwareanforderungen für Praxen.
Dieses Modell soll sowohl die gesundheitlichen Ergebnisse verbessern als auch vermeidbare Krankenhausaufenthalte reduzieren.
Wachsender Druck durch chronische Erkrankungen
Chronische Krankheiten zählen zu den größten Kostentreibern im Gesundheitswesen. Ein erheblicher Anteil der Gesundheitsausgaben entfällt auf Patienten mit langfristigen, oft mehreren parallelen Diagnosen wie Diabetes, Bluthochdruck oder chronischer Nierenerkrankung.
Gleichzeitig zeigen Versorgungsdaten, dass viele Betroffene Schwierigkeiten haben, Therapieempfehlungen konsequent umzusetzen. Durch kontinuierliche Verhaltensunterstützung statt punktueller Intervention, möchte das Startup dabei eine Änderung herbeiführen.
Investoren sehen skalierbares Modell für europäische Gesundheitssysteme
Die beteiligten Investoren bewerten insbesondere die Kombination aus persönlicher Betreuung und technologischer Skalierbarkeit als entscheidenden Faktor.
Das Modell lasse sich auf weitere Märkte übertragen und könne helfen, Versorgung effizienter zu organisieren.
Mit dem frischen Kapital plant Oska Health:
- den Ausbau der technologischen Infrastruktur und KI-Funktionalitäten
- die Erweiterung des Teams in Medizin, Produktentwicklung und Versorgung
- die Skalierung der Zusammenarbeit mit Versicherungen und ärztlichen Netzwerken
- eine mögliche internationale Expansion perspektivisch vorzubereiten
Gegründet wurde das Unternehmen 2022 und ist derzeit als zertifiziertes Medizinprodukt im deutschen Markt aktiv.

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