Oviva schließt 200-Millionen-Euro-Series-D für KI-gestützte Gesundheitsversorgung
Das Berliner Digital-Health-Unternehmen Oviva hat eine Series-D-Finanzierungsrunde über 200 Millionen Euro abgeschlossen. Die Runde besteht aus Primary- und Secondary-Kapital und wird von Kinnevik angeführt. Zu den weiteren Investoren zählen Planet First Partners, A.P. Moller Holding, Lunate, EGS Beteiligungen AG, Norrsken VC sowie der Bestandsinvestor Sofina.
Oviva ist ein europäischer Anbieter digitaler, erstattungsfähiger Therapien für Adipositas und chronische Erkrankungen. Die Finanzierung zählt zu den größten Growth-Runden im europäischen Digital-Health-Sektor der letzten Jahre.
Ausbau in weitere chronische Indikationen geplant
Mit dem frischen Kapital will Oviva sein Versorgungsangebot über Adipositas hinaus erweitern. Geplant ist unter anderem der Ausbau digitaler Therapieprogramme für Bluthochdruck und Typ-2-Diabetes, um kostenintensive Folgeerkrankungen frühzeitig zu vermeiden oder besser zu behandeln.
Parallel investiert das Unternehmen in die Weiterentwicklung seiner KI-gestützten Plattform, die Patienten personalisierte Therapiepfade bietet und medizinisches Fachpersonal im Behandlungsalltag unterstützt.
Digitale Versorgung gegen Fachkräftemangel und Wartezeiten
In Europa leben über 200 Millionen Erwachsene mit Adipositas, während der Zugang zu langfristiger Versorgung begrenzt ist. Gesundheitssysteme kämpfen zunehmend mit Fachkräftemangel und langen Wartezeiten.
Indem wir früher unterstützen und Patientinnen und Patienten kontinuierlich begleiten, verhindern wir das Fortschreiten chronischer Erkrankungen.
Kai Eberhardt, CEO und Mitgründer von Oviva
Oviva adressiert laut eigenen Angaben diese Lücke mit zertifizierten digitalen Therapieprogrammen, die in Deutschland, der Schweiz und Großbritannien vollständig von Krankenkassen und öffentlichen Gesundheitssystemen erstattet werden. Patienten erhalten so ortsunabhängig Zugang zu interdisziplinärer Versorgung ohne monatelange Wartezeiten.
Gerade im Bereich Adipositas-Theraphien können wir diesen Mangeln im deutschen Gesundheitssystem zumindest für qualifizierte Ansätze durch Mitglieder der DEG und Ernährungswissenschaftler nicht unbedingt nachvollziehen. Ernährungsberatung ist noch immer keine geschützte Bezeichnung und alles was über einfache Diätassistenz hinaus geht, sollte immer im Einklang zwischen Ernährungswissenschaftler, Mediziner und Krankenkasse geschehen. Dies ist sehr wichtig, alleine schon um Theraphie induzierten Mangel frühzeitig zu erkennen und erst gar nicht entstehen zu lassen.
Über eine Million behandelte Patienten und wissenschaftlich belegt
Seit der Gründung im Jahr 2014 hat Oviva mehr als eine Million Patienten behandelt. Die Wirksamkeit der Programme ist durch über 90 peer-reviewte Studien belegt. In den vergangenen zwei Jahren hat sich die Patientenzahl verdreifacht, 2025 erreichte das Unternehmen die operative Profitabilität.
Die Plattform kombiniert eine als Medizinprodukt zertifizierte App mit menschlicher Betreuung durch interdisziplinäre Behandlungsteams. KI sorgt dabei für Skalierbarkeit, Qualitätssicherung und Effizienz.
Langfristig orientierte Investoren mit Impact-Fokus
Mit Kinnevik und den beteiligten Co-Investoren vereint die Runde langfristig orientierte Healthcare-Investoren mit klarem Impact-Fokus. Ziel ist der Aufbau einer skalierbaren Versorgungsinfrastruktur, die Europas Gesundheitssysteme nachhaltig entlastet.

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