Studie

Deutsche Startups sammeln 2025 rund 8,4 Milliarden Euro Risikokapital ein

Das neue EY Startup-Barometer Januar 2026 ist da. Große Finanzierungsrunden treiben das Wachstum. Deal-Zahlen sinken weiter Deutlicher Anstieg beim investierten Kapital.
Report von Marc Nemitz Marc Nemitz · Stuttgart, 22. Januar 2026

Startups aus Deutschland haben im Jahr 2025 rund 8,4 Milliarden Euro Risikokapital eingesammelt. Das entspricht einem Anstieg von 19 Prozent gegenüber 2024 und markiert den dritthöchsten Wert in der Geschichte des deutschen Startup-Ökosystems. Nach dem starken Einbruch in den Jahren 2022 und 2023 setzt sich damit der Aufwärtstrend beim Investitionsvolumen bereits im zweiten Jahr in Folge fort.

Weniger Deals, größere Tickets

Trotz der gestiegenen Investitionssumme ging die Anzahl der Finanzierungsrunden erneut zurück: Mit 716 Deals wurden fünf Prozent weniger Abschlüsse verzeichnet als im Vorjahr (755). Es ist bereits das vierte Jahr in Folge mit sinkenden Deal-Zahlen. Zum Vergleich: Im Rekordjahr 2021 wurden noch 1.160 Finanzierungsrunden gezählt.

Treiber des Kapitalwachstums sind vor allem große Finanzierungsrunden. 2025 wurden 18 Mega-Deals mit jeweils über 100 Millionen Euro gezählt und somit sechs mehr als im Vorjahr. Gleichzeitig nahm die Zahl kleiner Finanzierungen bis zu einer Million Euro weiter ab, ein Hinweis auf die anhaltend schwierige Lage für sehr junge Startups.

Erstes Halbjahr deutlich stärker als das zweite

Ein Blick auf den Jahresverlauf zeigt eine klare Zweiteilung: Während im ersten Halbjahr 2025 noch 398 Finanzierungsrunden mit einem Volumen von 4,6 Milliarden Euro registriert wurden, sank die Zahl der Deals im zweiten Halbjahr auf 318 Runden bei einem Investitionsvolumen von 3,8 Milliarden Euro. So wenige Transaktionen gab es zuletzt im Jahr 2018.

Bayern überholt Berlin beim eingesammelten Kapital

Regional zeigt sich eine weitere Verschiebung im deutschen Startup-Ökosystem. Bayern sammelte 2025 mit 3,3 Milliarden Euro das meiste Risikokapital ein und baute seine Position weiter aus. Berlin folgt mit knapp 2,7 Milliarden Euro, bleibt aber bei der Anzahl der Finanzierungsrunden führend (218 Deals gegenüber 148 in Bayern).

Sieben der zehn größten Finanzierungsrunden des Jahres gingen an Startups aus Bayern. Die größte Einzelrunde erzielte erneut Helsing (KI/Defense) mit 600 Millionen Euro, gefolgt von Green Flexibility (Energy) und Tubulis (Biotech).

KI, Energy und Health als Wachstumstreiber

Inhaltlich dominieren Technologie-Startups das Investitionsgeschehen. Unternehmen aus dem Bereich Software & Analytics (inkl. KI) sammelten rund 2,7 Milliarden Euro ein und damit ein Plus von 20 Prozent. Der Energy-Sektor wuchs besonders stark und erreichte 1,2 Milliarden Euro (+43 Prozent), gefolgt von Health-Startups mit 1,1 Milliarden Euro (+12 Prozent).

Laut EY entwickelt sich der Technologiesektor damit zunehmend zum zentralen Wachstumsmotor der deutschen Startup-Landschaft. Gleichzeitig steigen die Erwartungen der Investoren: Gefragt sind nicht nur technologische Visionen, sondern nachweisbare wirtschaftliche Effekte und Skalierbarkeit. Ein Dank an EY für die spannende Studie EY Startup-Barometer Januar 2026, die diese Einblicke ermöglicht hat.


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