Inflation steigt zu Jahresbeginn moderat an
Die Inflationsrate in Deutschland hat im Januar 2026 bei +2,1 % gegenüber dem Vorjahresmonat gelegen. Damit zog die Teuerung zum Jahresauftakt wieder etwas an, nachdem sie im Dezember 2025 noch bei +1,8 % gelegen hatte. Gegenüber dem Vormonat erhöhten sich die Verbraucherpreise um 0,1 %.
Das bestätigte das Statistisches Bundesamt (Destatis) in seinen endgültigen Berechnungen.
Nahrungsmittelpreise treiben die Entwicklung
Haupttreiber der höheren Inflation waren steigende Lebensmittelpreise, die sich binnen Jahresfrist um 2,1 % verteuerten und damit deutlich stärker als in den Monaten zuvor. Besonders kräftige Preisanstiege gab es bei
- Zucker, Süßwaren und Schokolade (teils zweistellige Zuwächse),
- Obst (+6,1 %),
- Fleisch und Fleischwaren (+4,9 %).
Demgegenüber verbilligten sich einzelne Grundnahrungsmittel deutlich, etwa Speisefette und -öle (-20,1 %) sowie Molkereiprodukte (-3,5 %).
Energiepreise weiterhin rückläufig
Dämpfend wirkten erneut die Energiepreise: Diese lagen insgesamt 1,7 % unter dem Niveau des Vorjahresmonats.
Vor allem Haushaltsenergie verbilligte sich, unter anderem durch günstigeren Strom, Gas und Fernwärme. Ursachen waren unter anderem reduzierte Netzentgelte sowie der Wegfall der Gasspeicherumlage.
Gegenläufig entwickelten sich Kraftstoffpreise, die leicht anzogen.
Die Teuerung der Verbraucherpreise hat sich zum Jahresanfang verstärkt, insbesondere durch höhere Nahrungsmittelpreise und weiterhin steigende Dienstleistungen.
Ruth Brand, Präsidentin des Statistikamtes
Kerninflation bleibt erhöht
Ohne die volatilen Bereiche Energie und Nahrungsmittel lag die sogenannte Kerninflation im Januar bei +2,5 %.
Diese Kennzahl zeigt, dass der zugrunde liegende Preisdruck in vielen Bereichen der Wirtschaft weiterhin vergleichsweise hoch bleibt.
Dienstleistungen verteuern sich überdurchschnittlich
Überdurchschnittliche Preissteigerungen verzeichnete erneut der Dienstleistungssektor mit +3,2 % binnen Jahresfrist.
Besonders stark betroffen waren:
- soziale Dienstleistungen (+7,1 %),
- kombinierte Personenbeförderung (+6,2 %), auch infolge der Preiserhöhung beim Deutschlandticket,
- Wartung und Reparatur von Fahrzeugen (+5,2 %).
Auch Mieten entwickelten sich weiter nach oben (+2,1 %) und blieben ein wichtiger Faktor für die Gesamtteuerung.
Warenpreise steigen vergleichsweise moderat
Waren insgesamt verteuerten sich gegenüber Januar 2025 lediglich um 1,0 %. Neben Lebensmitteln stiegen insbesondere Preise für alkoholfreie Getränke deutlich, während etwa Haushaltsgeräte günstiger wurden.
Im Monatsvergleich erhöhten sich die Preise um 0,1 %. Saisonale Effekte führten unter anderem zu günstigeren Flugreisen und Bekleidung, während frisches Gemüse und Kraftstoffe teurer wurden.

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