Innovationsförderung

1,6 Milliarden Euro für Startups: BMWE und EIF erweitern Eigenkapitalförderung

Über 10 Mrd. € Gesamtvolumen. Durchgängige Finanzierung von Startup bis Scale-up.
News von Marc Nemitz Marc Nemitz · Berlin, 14. Januar 2026

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWE) und der Europäische Investitionsfonds (EIF) bauen ihre langjährige Zusammenarbeit weiter aus. Mit zusätzlichen 1,6 Milliarden Euro wird unter der neuen Programmlinie "EIF German Equity" die Finanzierung technologiegetriebener Startups und Scale-ups in Deutschland gestärkt.

Ziel des Programms ist es, die Eigenkapitalbasis junger Technologieunternehmen zu verbessern und den Zugang zu professionellen Venture-Capital- und Wachstumsfonds deutlich zu erweitern. Gleichzeitig sollen private Investitionen mobilisiert und der Fondsstandort Deutschland weiter gestärkt werden.

Branchenoffenes Mandat für Zukunftstechnologien

EIF German Equity ist branchenoffen ausgerichtet und adressiert ein breites Spektrum an Zukunftstechnologien. Dazu zählen unter anderem Künstliche Intelligenz, datengetriebene Geschäftsmodelle, FinTech, Digitalisierung, Deep Tech, Industrie- und Produktionstechnologien, Energie sowie Life Sciences.

Wir investieren dort, wo Zukunft entsteht: bei jungen Technologieunternehmen. Gemeinsam mit dem Europäischen Investitionsfonds stellen wir dafür 1,6 Milliarden Euro bereit.

Gitta Connemann, Parlamentarische Staatssekretärin bei der Bundesministerin für Wirtschaft und Energie

Damit soll Deutschland besser in die Lage versetzt werden, exzellente Forschung und Innovationen in skalierbare Geschäftsmodelle zu überführen und internationale Technologieführer hervorzubringen.

Teil eines Programms mit über zehn Milliarden Euro Volumen

EIF German Equity ergänzt bestehende Wachstums- und Scale-up-Programme der Bundesregierung und des EIF. Zusammen mit Initiativen wie der European Tech Champions Initiative (ETCI) entsteht ein Förderportfolio mit einem Gesamtvolumen von über zehn Milliarden Euro (inklusive deutschem Beitrag).

EIF German Equity zeigt, wie europäische Partnerschaft wirkt: Gemeinsam mit Deutschland bauen wir eines der erfolgreichsten Eigenkapitalprogramme Europas weiter aus.

Nicola Beer, Vizepräsidentin der Europäischen Investitionsbank (EIB)

Das Programm deckt alle Unternehmensphasen ab, von frühen VC-Finanzierungen bis hin zu Wachstumskapital. Gründerinnen und Gründer profitieren von Planungssicherheit und verlässlichem Zugang zu privatem Kapital, während institutionelle Investoren einen öffentlichen Anker mit hohen Governance- und ESG-Standards erhalten.

Modell seit 2004 wird ausgebaut

Die Maßnahme knüpft an ein bewährtes Modell an: Seit 2004 wurden im Rahmen der Zusammenarbeit zwischen BMWE und EIF rund 290 Fondsinvestitionen mit einem Gesamtvolumen von etwa 49 Milliarden Euro ermöglicht. Dadurch konnten bislang über 6.000 Unternehmensfinanzierungen realisiert werden.

Zu den durch EIF-Programme unterstützten Unternehmen zählen unter anderem DeepL, GetYourGuide, N26, Personio, Trade Republic, Flix und Home24.

Mobilisierung privaten Kapitals als zentrales Ziel

Als Dachfonds investiert EIF German Equity in Venture-Capital- und Wachstumsfonds mit Fokus auf Deutschland, ergänzt durch europäische Fonds mit klarem Standortmehrwert. Öffentliche Beteiligungen des EIF wirken dabei als Qualitätssignal und mobilisieren regelmäßig ein Vielfaches an privatem Kapital, häufig etwa das Fünffache der eingesetzten Mittel.

Beitrag zur europäischen Innovations- und Technologiesouveränität

EIF German Equity ist Teil der paneuropäischen Innovationsstrategie TechEU der EIB-Gruppe. Nationale Programme schaffen dabei die Innovationspipeline, während europäische Initiativen das Wachstumskapital für künftige Tech-Champions bereitstellen. Ziel ist es, Finanzierungslücken zu schließen, die technologische Souveränität Europas zu stärken und Deep-Tech-Innovationen international zu skalieren.


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