8,5 Millionen Euro Series A für Gardia
Das HealthTech-Startup Gardia aus Soest hat eine Series-A-Finanzierungsrunde in Höhe von 8,5 Millionen Euro erfolgreich abgeschlossen. Angeführt wird die Runde vom europäischen Venture-Capital-Investor Peak. Ebenfalls beteiligt sind amberra, das Corporate Venturing Studio der genossenschaftlichen FinanzGruppe, sowie butterfly & elephant, der Accelerator von GS1 Germany. Zudem investieren die bestehenden Geldgeber BONVENTURE, Dieter von Holtzbrinck Ventures (DvH Ventures) und Beurer erneut. Auch mehrere Business Angels beteiligten sich an der Runde.
Mobiles Notrufsystem speziell für Senioren
Gardia entwickelt ein mobiles Notrufsystem, das gezielt auf die Bedürfnisse älterer Menschen ausgerichtet ist. Kernprodukt ist ein Notrufarmband mit automatischer Sturzerkennung, das sowohl in der Wohnung als auch unterwegs funktioniert. Hardware, Software, App und der zugrunde liegende KI-Algorithmus stammen vollständig aus eigener Entwicklung.
Ziel ist es, ein zuverlässiges Sicherheitsnetz zu schaffen, das im Alltag akzeptiert wird und im Notfall automatisch Hilfe organisiert.
Alltagstauglich statt stigmatisierend
Viele bestehende Notrufsysteme werden laut Gardia im Alltag kaum genutzt, da sie als kompliziert oder stigmatisierend empfunden werden. Das Startup setzt daher bewusst auf ein unauffälliges Design, einfache Bedienung und eine hohe technische Präzision bei der Sturzerkennung.
Nach eigenen Angaben hat Gardia im DACH-Raum bereits eine fünfstellige Zahl aktiver Nutzer erreicht und sich eine führende Marktposition im Bereich mobiler Notrufsysteme aufgebaut. Ein wichtiger Wachstumstreiber ist die vollständige Erstattungsfähigkeit des Systems durch deutsche Krankenkassen.
Großer Bedarf durch demografischen Wandel
Der demografische Wandel verschärft den Bedarf an Lösungen für ein sicheres, selbstbestimmtes Leben im Alter. In der Europäischen Union wird die Zahl der Menschen über 65 Jahre in den kommenden zehn Jahren von 97 auf über 110 Millionen steigen. In Deutschland leben rund 96 Prozent der Senioren in privaten Haushalten, während gleichzeitig der Fachkräftemangel in der Pflege zunimmt.
Jährlich kommt es zu rund 5,7 Millionen Stürzen bei Menschen über 65 Jahren. Viele Betroffene können danach nicht selbstständig Hilfe rufen, was das Risiko schwerer Folgeschäden deutlich erhöht. Automatische Notrufsysteme können hier entscheidend zur Entlastung des Gesundheitssystems beitragen.
Kapital fließt in Wachstum und B2B-Ausbau
Mit dem Kapital aus der Series-A-Finanzierung plant Gardia, sein Wachstum im DACH-Raum weiter zu beschleunigen, international zu expandieren und das B2B-Geschäft im Pflege- und Gesundheitssektor auszubauen.
Unterstützt wird das Wachstum durch strategische Partnerschaften. Gemeinsam mit Bosch stellt Gardia eine 24/7-Notrufbetreuung durch geschulte Fachkräfte sicher, die Notfälle nach individuell definierten Prozessen bearbeiten. Über die Zusammenarbeit mit Beurer ist das Produkt zudem über etablierte Online- und stationäre Vertriebskanäle in mehr als 100 Ländern verfügbar. Parallel arbeitet das Unternehmen an der nächsten Generation seines Notrufsystems.

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