CPT: FTAPI bringt Politik, Wirtschaft und Forschung zusammen
Unter dem Motto "Connect. Protect. Transform." hat das Münchner Softwareunternehmen FTAPI seine Cybersecurity-Konferenz CPT 2026 erfolgreich abgeschlossen. Rund 500 Entscheiderinnen und Entscheider, darunter CISOs, Geschäftsführer und IT-Verantwortliche aus zahlreichen Branchen, kamen in der Allianz Arena in München zusammen, um über die digitale Zukunft Europas zu diskutieren.
Die Veranstaltung machte deutlich, dass Cyber-Sicherheit längst zu einer zentralen strategischen Herausforderung für Unternehmen, staatliche Institutionen und die Gesellschaft geworden ist. Im Fokus stand dabei nicht nur Technologie, sondern auch die Frage, wie Europa seine digitale Souveränität und demokratischen Werte in einer zunehmend digitalisierten und geopolitisch angespannten Welt sichern kann.
Cyber-Sicherheit als strategische Überlebensfrage
Die zweitägige Konferenz bot einen umfassenden Blick auf aktuelle Herausforderungen der digitalen Transformation. Diskutiert wurden unter anderem die Umsetzung neuer europäischer Sicherheitsvorgaben wie NIS2 Directive, die Weiterentwicklung der Cloud-Sicherheitsstandards des Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik sowie die wachsende Rolle von KI-Agenten in der Cyberabwehr.
Die CPT zeigte, dass Cyber-Security heute weit über technische Fragestellungen hinausgeht. Vielmehr erfordert der Schutz digitaler Infrastrukturen einen engen Austausch zwischen Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft.
BSI-Präsidentin warnt vor wachsendem Cyberdruck

Den Auftakt der Konferenz bildete ein Impulsvortrag von Claudia Plattner, Präsidentin des BSI. Unter dem Titel "Weckruf – Schlafen wir noch oder schätzen wir die Lage richtig ein?" zeichnete sie ein deutliches Bild der aktuellen Bedrohungslage.
Deutschland und Europa stünden unter permanentem Druck durch Cyberkriminalität, staatliche Cyberkonflikte und geopolitische Machtinteressen. Der Schutz moderner Gesellschaften sei daher unmittelbar mit der Fähigkeit verbunden, den digitalen Raum zu verteidigen.
Plattner betonte, dass Europa langfristig eine Cyberunion aufbauen müsse, getragen von enger Zusammenarbeit zwischen Staaten, Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft.
Diskussion über Europas digitale Identität
Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der gesellschaftlichen Dimension der Digitalisierung. In einem Panel zur digitalen Souveränität diskutierten Vertreter aus Politik und Zivilgesellschaft, wie Europa seine Werte und Handlungsfähigkeit in einer Welt dominanter globaler Tech-Konzerne sichern kann.
Dabei war auch Fabian Mehring, Bayerns Staatsminister für Digitales, vertreten. Er betonte, dass Cyber-Sicherheit längst keine technische Nischendebatte mehr sei, sondern eine zentrale strategische Frage für moderne Demokratien.

Digitale Souveränität bedeute vor allem Wahlfreiheit: Staaten und Unternehmen müssten selbst entscheiden können, ob sie europäische Lösungen oder internationale Technologien nutzen. Voraussetzung dafür seien gemeinsame Investitionen in Cloud-Infrastruktur, vertrauenswürdige KI und Cyber-Resilienz auf europäischer Ebene.
Cyber-Security darf keine abgeschottete Experten-Insel bleiben. Wir brauchen die CPT als Ort der Begegnung, auf dem DAX-Vorstände, Ministerien und technologische Vordenker eine gemeinsame Sprache finden.
Ari Albertini, CEO von FTAPI
Transformation braucht Mut und Führung
Neben politischen und technologischen Themen widmete sich die Konferenz auch dem menschlichen Faktor der Transformation. In einem vielbeachteten Dialog diskutierten die Journalistin Dunja Hayali und der Unternehmer Uli Hoeness über Führung, Mut und Entscheidungsstärke in Zeiten radikalen Wandels.
Die Diskussion machte deutlich, dass Transformation nicht allein durch Technologie gelingt, sondern vor allem durch verantwortungsbewusste Führung und gesellschaftlichen Dialog.
KI, Gehirn und Zukunftstechnologien
Die zentrale Keynote des zweiten Konferenztages hielt der Neurowissenschaftler Henning Beck. In seinem Vortrag "Gehirn vs. KI – Wer behält die Oberhand?" beleuchtete er die Grenzen künstlicher Intelligenz im Vergleich zur menschlichen Kognition.
Dabei ging es unter anderem um die Frage, welche Fähigkeiten Menschen in einer zunehmend automatisierten Welt besonders wichtig bleiben und wo KI-Systeme an ihre Grenzen stoßen.
Praxiswissen in Masterclasses
Ergänzt wurde das Programm durch 15 vertiefende Masterclasses, in denen Expertinnen und Experten aus Forschung und Industrie konkrete Lösungsansätze vorstellten. Beteiligt waren unter anderem:
- Fraunhofer IAO
- Fraunhofer AISEC
- Technische Universität München
- PwC
Die Inhalte reichten von geopolitischen Entwicklungen über KI-Sicherheitsstrategien bis hin zur Vorbereitung auf zukünftige Technologien wie Post-Quanten-Kryptographie.
FTAPI als Impulsgeber für europäische Cyber-Security
Mit der CPT positioniert sich FTAPI zunehmend als Plattform für den Austausch zwischen Technologieunternehmen, Politik und Wirtschaft.
CEO Ari Albertini betonte, Cyber-Security dürfe keine abgeschottete Expertenwelt bleiben. Veranstaltungen wie die CPT seien notwendig, um Vorstände, Ministerien und technologische Vordenker an einen Tisch zu bringen.
Auch Thomas Haendl, Gründer der CPT und VP Product Initiatives & Business Development bei FTAPI, sieht in der Konferenz einen wichtigen Schritt, um Silos zwischen IT, Management und Politik aufzubrechen. Ziel sei es, gemeinsam Strategien für ein digital souveränes Europa zu entwickeln.
Fortsetzung im kommenden Jahr
Nach dem erfolgreichen Verlauf kündigte FTAPI bereits die nächste Ausgabe an: Die CPT 2027 wird vom 11. bis 13. Mai 2027 erneut in der Allianz Arena stattfinden und den Dialog über die digitale Zukunft Europas weiterführen.

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