encosa holt sich 25 Millionen Euro für Batteriespeicherlösungen

Das Münchner Startup encosa hat eine Seed-Finanzierungsrunde abgeschlossen und sichert sich zusätzlich eine skalierbare Fremdkapitalfinanzierung. Mit seiner KI-gestützten Plattform für Batteriespeicher will das Unternehmen Energiekosten senken.
News von Marc Nemitz Marc Nemitz · Landshut, 01. Juni 2026

Das Münchner EnergyTech-Startup encosa hat insgesamt 25 Millionen Euro eingesammelt. Die Finanzierung besteht aus einer Seed-Runde mit mehreren Venture-Capital-Investoren sowie einer skalierbaren Debt Facility. Zu den Investoren zählen unter anderem Bayern Kapital, Realyze Ventures, Verve Ventures, Kopa Ventures, Blum Ventures sowie bestehende Geldgeber und Business Angels.

Mit dem frischen Kapital will encosa seine Technologieplattform weiterentwickeln und die Verbreitung seiner Batteriespeicherlösungen in Deutschland und darüber hinaus beschleunigen.

Batteriespeicher als Antwort auf hohe Energiekosten

Steigende Energiepreise und volatile Märkte setzen insbesondere energieintensive mittelständische Unternehmen unter Druck. Gleichzeitig bieten Batteriespeicher die Möglichkeit, Stromkosten zu reduzieren, Lastspitzen auszugleichen und zusätzliche Einnahmen durch die Vermarktung von Stromkapazitäten zu erzielen.

Batteriespeicher erobern zunehmend den deutschen Mittelstand. Die Frage ist nicht mehr ob, sondern wie schnell. encosa macht es jedem Unternehmen einfach, von diesem Trend zu profitieren und seine Energiekosten senken – ohne Aufwand, ohne Risiko, ohne eigene Investition.

Sascha Koberstaedt, Gründer und CEO von encosa

Für viele Unternehmen sind Planung, Finanzierung und Betrieb entsprechender Systeme jedoch mit erheblichem Aufwand verbunden.

Genau an dieser Stelle setzt encosa an. Das 2024 gegründete Unternehmen bietet eine integrierte Komplettlösung, die sämtliche Schritte von der Auswahl und Planung über Genehmigungen bis hin zu Installation und Betrieb übernimmt.

KI-Plattform optimiert Wirtschaftlichkeit

Herzstück des Geschäftsmodells ist eine eigens entwickelte KI-gestützte Softwareplattform. Diese steuert die Batteriespeicher wirtschaftlich optimal und kombiniert Einsparungen beim Eigenverbrauch ("Behind-the-Meter") mit zusätzlichen Erlösen aus der Teilnahme am Strommarkt ("Front-of-the-Meter").

Dadurch sollen Unternehmen den maximalen wirtschaftlichen Nutzen aus ihren Batteriespeichern ziehen.

Die angebotenen Finanzierungsmodelle reichen vom klassischen Kauf bis hin zu Miet- und Leasingvarianten. Laut encosa amortisieren sich die Investitionen je nach Verbrauchsprofil und Marktumfeld innerhalb von 18 Monaten bis fünf Jahren.

Investoren sehen großes Marktpotenzial

Für Bayern Kapital ist das Investment ein strategischer Beitrag zur Energiewende im Mittelstand.

encosa setzt dort an, wo die Energiewende für mittelständische Unternehmen interessant wird: bei planbaren, niedrigeren Energiekosten und höherer Versorgungssicherheit.

Monika Steger, Geschäftsführerin von Bayern Kapital

Monika Steger, Geschäftsführerin von Bayern Kapital, betont, dass encosa Hardware, Finanzierung und intelligente Steuerung in einer integrierten Lösung vereine und damit die Eintrittsbarrieren für Batteriespeicher deutlich senke. Besonders energieintensive Unternehmen könnten dadurch ihre Energiekosten reduzieren und gleichzeitig ihre Versorgungssicherheit erhöhen.

Fokus auf Wachstum und Expansion

Für Gründer und CEO Sascha Koberstaedt steht fest, dass Batteriespeicher zunehmend zum Standard im deutschen Mittelstand werden. Mit der neuen Finanzierung will encosa seine Marktposition weiter ausbauen, zusätzliche Kunden gewinnen und die Grundlage für eine internationale Expansion schaffen.

Der Markt für industrielle Batteriespeicher gilt als einer der wichtigsten Wachstumsbereiche der Energiewende. Unternehmen wie encosa profitieren dabei von der steigenden Nachfrage nach flexiblen Energielösungen, die Kosten senken und gleichzeitig die Integration erneuerbarer Energien unterstützen.


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