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valuemize erhält siebenstellige Pre-Seed-Finanzierung

valuemize will das Produktkostenmanagement der Industrie neu definieren. Bis zu 20 % niedrigere Produktionskosten dank KI-gestützter Echtzeit-Kostensimulation.
News von Marc Nemitz Marc Nemitz · München, 16. Juli 2026

Das Münchner Industrial-Tech-Startup valuemize hat eine siebenstellige Pre-Seed-Finanzierungsrunde abgeschlossen. Mit dem Kapital will das Unternehmen eine neue Software-Kategorie für das Produktkostenmanagement etablieren und Industrieunternehmen dabei unterstützen, Kosten bereits während der Produktentwicklung transparent zu machen und zu optimieren.

An der Finanzierungsrunde beteiligen sich Xdeck, Heartfelt, OMA Business Angels, Superangels, Prequel Ventures, PRXS Technology and Investment sowie zahlreiche erfahrene Industrieexperten und ehemalige Führungskräfte von BCG, Celonis, McKinsey und dem CDTM.

Produktkosten bereits in der Entwicklung steuern

valuemize entwickelt eine Plattform für sogenanntes Lifecycle Cost Intelligence. Die Software verbindet ERP-, PLM- und weitere Unternehmensdaten, um Kosten über den gesamten Produktlebenszyklus transparent zu machen – von der ersten Produktidee bis zur Serienfertigung.

Nach Angaben des Unternehmens werden rund 80 Prozent der späteren Produktkosten bereits während der Entwicklungsphase festgelegt. Dennoch arbeiten viele Hardware-Unternehmen weiterhin mit fragmentierten Excel-Dateien und isolierten Datensilos. Kostenmanager verbringen dadurch einen Großteil ihrer Arbeitszeit mit manueller Datenaufbereitung statt mit der eigentlichen Kostenoptimierung.

Die Plattform von valuemize soll genau dieses Problem lösen. Entwicklung, Einkauf, Controlling und Finance erhalten eine gemeinsame Datenbasis, auf der sich die finanziellen Auswirkungen von Produktentscheidungen bereits in Echtzeit simulieren lassen.

Neue Kategorie für die Industrie

Das Gründerteam bringt langjährige Industrie- und Softwareerfahrung mit. Hannes, ehemals Product Cost Engineering Lead bei Accelleron/ABB, entwickelte die Lösung gemeinsam mit Dominik, der zuvor Technologie-Teams bei SAP leitete, sowie Michael, der digitale Geschäftsmodelle für Industrieunternehmen aufgebaut hat.

Gemeinsam verfolgen sie das Ziel, Produktkostenmanagement grundlegend neu zu denken. Statt Kosten erst in der Produktion zu dokumentieren, sollen Unternehmen bereits während der Entwicklung fundierte Entscheidungen treffen und Margenpotenziale frühzeitig erkennen.

Deutlich weniger manueller Aufwand und niedrigere Produktionskosten

Die Plattform automatisiert die Konsolidierung von Kosteninformationen aus bestehenden ERP-Systemen und Excel-Dateien, ergänzt diese um externe Marktdaten und ermöglicht umfangreiche Szenarioanalysen.

Laut valuemize lassen sich dadurch der manuelle Aufwand im Produktkostenmanagement um mehr als 60 Prozent reduzieren und Produktionskosten um bis zu 20 Prozent senken. Gleichzeitig erhalten Unternehmen vollständige Transparenz über Kosten- und Margenentwicklungen, sowohl auf Komponenten- als auch auf Portfolioebene.

Bereits heute setzen mehrere Industrieunternehmen und Fortune-500-Konzerne auf die Software, um ihre Wettbewerbsfähigkeit und Profitabilität langfristig zu sichern.


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