Delivery Hero investiert in Gorillas

Seit Monaten versucht das Start-up, Investoren für eine Finanzierungsrunde zu gewinnen, jetzt ist es den Berlinern gelungen: Eine Milliarde US-Dollar sammelt das Start-up ein, Delivery Hero hält mit seiner Beteiligung jetzt acht Prozent an Gorillas.

Erst war ein Investor abgesprungen, dann kamen die ersten Gerüchte um eine Investition von Delivery Hero auf, jetzt gibt es die Bestätigung: In einer Serie-C-Finanzierungsrunde hat der Zehn-Minuten-Lieferdienst eine Milliarde US-Dollar eingesammelt, 235 Millionen US-Dollar stammen von Delivery Hero. Mit dabei sind auch Bestandsinvestoren wie der chinesische Investor Tencent und die amerikanischen Kapitalgeber Coatue, DST, Dragoneer und (Atlantic) Food Labs, die schon an der Seed-Runde von Gorillas beteiligt waren. Neu dabei sind Investoren wie G Squared, Alanda Capital und Thrive Capital. 

Das erst im vergangenen Jahr in den Dax aufgestiegenen Delivery Hero erhält damit acht Prozent an Gorillas. „Mit Delivery Hero haben wir uns für einen starken strategischen Support entschieden, der tief im globalen Zustellmarkt verwurzelt ist“, sagt Gorillas-CEO Kağan Sümer. Die Berliner wollen das Geld der aktuellen Runde in den laufenden Betrieb, die Technologie und das Marketing investieren.

Im März war Gorillas zum Einhorn aufgestiegen, als es 290 Millionen US-Dollar einsammelte. Das 2020 gegründete Start-up ist in neun Märkten aktiv und hat nach eigenen Angaben in den vergangenen sechs Monaten 4,5 Millionen Bestellungen ausgeliefert. Eigentlich wollte Gorillas sich einem Bericht von Gründerszene zufolge mit der aktuellen Finanzierungsrunde mit fünf Milliarden Euro bewerten lassen, jetzt dürfte die Bewertung bei 3,1 Milliarden Euro liegen.

Die holprige Suche nach Investoren lässt sich auch auf die zunehmende Kritik an Gorillas zurückführen. Denn das Versprechen, in zehn Minuten jeden Einkauf zu liefern, hinterlässt seine Spuren bei den Beschäftigten: Seit Monaten rufen die Rider des Start-ups in regelmäßigen Abständen zu Streiks auf, ihre Forderungen umfassen einen höheren Lohn und bessere Arbeitsbedingungen. Immer wieder tauchen Mitarbeiter aus der Führungsetage bei den Streiks auf, geändert hat sich an den Bedingungen laut der Rider nichts. Erst vergangene Woche kündigte Gorillas den Demonstrierenden der Streiks fristlos, aktuell prüfen Arbeitsgerichte in Berlin die Kündigungen.


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