FarmInsect will Insekten als Tierfutter züchten

Das Münchner Start-up hat dafür eine Millionenfinanzierung erhalten. Nun will es damit die erste Larven-Zuchtanlage bauen. 

Eine siebenstellige Summe für die Insektenzucht: Der High-Tech Gründerfonds, Bayern Kapital und Business Angels stecken eine Millionensumme in FarmInsect aus München. Das Start-up will Insekten züchten, die dann an Tiere verfüttert werden. Dadurch könnten sich Landwirte unabhängiger von Tierfutterlieferanten machen und insbesondere das in der Kritik stehende Sojafutter aus Südamerika deutlich reduzieren – so zumindest die Idee. „Wir sehen uns als Partner der Landwirte, um regionales und sehr nachhaltiges Proteinfutter für Schweine, Hühner und Fische produzieren zu können“, sagt Thomas Kuehn, Gründer und Geschäftsführer von FarmInsect. „Unser Ziel ist es, Fischmehl und Soja zu 100 Prozent durch Insektenlarven zu ersetzen.“

FarmInsect vertreibt Mastanlagen, die Landwirte bei sich selbst auf dem Hof aufstellen können. Als Futter für die proteinreichen Schwarzen Soldatenfliegen dienen Abfälle, beispielsweise Erntereste, die bei den Landwirten sowieso anfallen. Das soll die regionale Kreislaufwirtschaft stärken und ist kostengünstig. 50 Prozent CO2-Einsparung verspricht FarmInsect. Zudem sollen die Landwirte ein Drittel an Futterkosten einsparen. Für die Investoren ein „vielversprechendes Geschäftsmodell mit enormem Skalierungspotenzial“, sagt Maximilian Bock, Investment Manager beim High-Tech Gründerfonds. „FarmInsect kann damit schon heute im Vergleich zum Wettbewerb wirtschaftlich agieren und einen nennenswerten Beitrag gegen Ressourcenknappheit und Klimawandel leisten.“

FarmInsect wurde 2019 von den drei Studenten der TU München Thomas Kuehn, Wolfgang Westermeier und Andre Klöckner gegründet. Noch in diesem Jahr sollen die ersten serienmäßigen Mastanlagen ausgeliefert werden. Die Landwirte werden mit Junglarven beliefert, die das Start-up mit dem Kapital in einer neuen Anlage züchtet.


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