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Letzte Woche bei: "Die Höhle der Löwen" ...

Folgenreview vom 05.10.2020

Mybimaxx 

Als Erstes betreten Bastian und Lukas, zwei Gründer aus Stuttgart, die Höhle. Die beiden Brüder haben Mybimaxx entwickelt, eine Fitnessbandage, die verspricht in der Hälfte der Trainingszeit und mit einem Viertel des Gewichts dieselbe Muskelmasse aufzubauen. 

Für ihr Fitness Startup fordern sie 80.000€ und bieten 25% der Firmenanteile.

Auf die Idee kamen die beiden, da Lukas ambitionierter Profisportler war, aufgrund zahlreicher Verletzungen seine Karriere allerdings frühzeitig beenden musste. Dadurch kam der Gedanke auf, dass viele Sportler nach dem Motto „Viel hilft viel“ trainieren, damit Übungen oft falsch ausführen und ihren Körper strapazieren und in der Folge auch schaden. Mit ihrer Fitnessbandage soll dies vermieden werden.                                                                                                                                

.                                                                                                         (Foto: © mybimaxx, 2020)

Durch ein leichtes Abschnüren der Blutgefäße fließt, nach dem in den Muskelzellen der Sauerstoff verbraucht wurde, weniger sauerstoffarmes Blut ins Herz zurück und es entsteht eine Sauerstoffunterversorgung. Diese wird dann ans Gehirn geleitet, welches wiederum Wachstumshormone aussendet und die Muskeln somit schneller wachsen lässt.

Ihr Produkt bieten die beiden für 79,90 € im Zweierset an, verfügbar sind die Sets für Arme, Beine und Waden.

Die Reaktion der Löwen: Judith Williams ist begeistert, sie selber habe vor Kurzem mit Kraftsport begonnen und würde sich wünschen, mit weniger Anstrengung gleiche Ergebnisse zu erzielen- sie sieht ganz klar einen Markt. Heftige Kritik kommt allerdings von Nils Glagau, er fragt sich: Wo der USP des Produktes liegt und meint diese Technologie existiere schon lange. Auch Dr. Georg Kofler äußert seine Bedenken bezüglich einer Veränderung des Blutdrucks oder Kreislaufbeschwerden. 

Die beiden Gründer sind allerdings sehr schlagfertig und verteidigen sich, sie haben im Gegensatz zu Wettbewerbern einen Sicherheitsschutz eingebaut, um das Abklemmen von Arterien zu verhindern. Darüber hinaus erklären sie, wie durch die Reduzierung des Trainingsgewichtes der Blutdruck sinkt und somit auch gleichzeitig das Thromboserisiko vermindert wird.

Trotz handfester Argumentation: Für die Investoren reicht es leider nicht aus und Mybimaxx muss ohne Löwendeal heimkehren, doch die beiden glauben fest an ihr Produkt. 

Für mehr Infos schaut vorbei: /organization/mybimaxx-gmbh/

MeDusch

Im Bademantel pitcht sie ihr Startup und alle 5 Investoren sind begeistern und kämpfen um einen Deal. Jaqueline Torres Martinez ist zweifache Mutter und war lange Zeit als Pharmavertreterin tätig. Nun widmet sie ihr ganzes Herzblut ihrem Startup MeDusch. 

(Foto: TVNOW / Stefan Gregorowius)

In ihrer Zeit als Pharmavertreterin realisierte sie, wie die Nachfrage nach klassischen Erkältungsbädern immer mehr abnahm. Studien zufolge, berichtet sie, duschen 70% der Deutschen lieber als zu baden. Völlig klar, dass ein Erkältungsbad so langsam out wird.

Doch Jaqueline findet eine Lösung: Sie holt das Erkältungsbad einfach in die Dusche und entwickelt einen Duschschaum rein aus ätherischen Ölen. Eukalyptus befreit die Atemwege, Menthol lindert den Hustenreiz und mit zusätzlichen Inhaltsstoffen wie Mandel- und Avocadoöl soll der Duschschaum auch noch die Haut pflegen. 

Als Pharmavertreterin hat sie natürlich ein Produkt entwickelt, das frei von Parabenen, Silikonen und Mikroplastik ist. Stolz und selbstbewusst präsentiert sie es und die Löwen fressen ihr aus der Hand. 

Alle sind hellauf begeistert. Vor allem von Jaquelines Enthusiasmus und Ehrgeiz: Sie berichtet sie habe einen 14-tägigen Vorverkauf in den Apotheken gestartet, in dieser Zeit 100 Apotheken aufgesucht und 1600 Einheiten ihres Duschschaums verkauft. 

Ein Duschschaum verkauft sie für 7,95€. Sie fordert 75.000€ Gründungskapital und bietet 20% ihrer Firmenanteile.

Doch was sie am Ende erhält ist viel mehr. Nach langem bieten und überbieten der 5 Investoren, schließt sie schlussendlich einen Deal mit Carsten Maschmeyer und Ralf Dümmel ab. Die drei Vertrieblerherzen haben sich gefunden. Und die beiden sind die perfekte Acceleratoren für sie, denn sie haben schon Aspuraclip einen Miniinhalator als Duo gefördert und groß rausgebracht. Dasselbe haben sie nun auch mit Medusch vor. 

Mit 100.000 €, 30% der Firmenanteile und einer bundesweiten Plakatkampagne steigen sie ein.

Abschließend betont Frau Williams noch einmal wie stolz Jaqueline sein kann, auf das was sie erreicht hat. Die Gründerin ist zu Tränen gerührt und verlässt die Show mit zwei großen Investoren on board, sowie einer Menge Lob und Begeisterung für ihr Startup.

(Foto: TVNOW / Stefan Gregorowius)

Mehr dazu auf: /organization/medusch/

Schmuki

Wer Kinder hat kennt vermutlich das Problem. Nach einem langen und erlebnisreichen Tag im Kindergarten oder Sandkasten sieht das eigene Kind oft selber aus wie der Sandkasten. Schlamm und Dreck sind überall an den Klamotten und Schuhen. Keiner möchte sein Kind doch so ins Auto setzen. So zumindest die Hypothese des Gründerteams von Schmuki. 

Die beiden Freunde Marc und David haben deshalb den Schmuki entwickelt, einen innovativen Schmutzsack für Kinder.  Wie der funktioniert, das führen die beiden dann auch direkt vor. Bzw. haben sie sich dafür Hilfe geholt von Naila, professionelle Spielplatznutzerin, wie die beiden sie nennen. Nachdem sich das Mädchen beim Spielen richtig eingesaut hat, wird sie im Schmuki verstaut und kann nun problemlos ins Auto gesetzt werden. 

Marc kam damals auf die Idee, da er selber einen Sohn hat und täglich vor der Aufgabe stand seinen Sohn nachhause zu bringen und gleichzeitig sein Auto sauber zu halten.

 
(Foto: ©Schmuki, 2020)

Gemeinsam mit David, entwickelte sich aus der Idee ein marktreifes Produkt. Der Schmutzsack für Kinder zwischen 3-6 Jahren, der in jeden Kindersitz passt. Er besteht aus Polyester, ist mit einer wasserabweisenden Beschichtung überzogen und lässt sich bei 30 Grad in jeder Waschmaschine waschen.

Soweit so gut, die beiden Gründer machen ihr Angebot: 100.000€ für 20% der Firmenanteile

Aktuell haben sie einen Marktpreis von 29,99€ bei Herstellungskosten von 7,20€. Sie möchten aber langfristig auf einen UVP von 19,99€ kommen.

Auf Nachfrage der Löwen, wie viele Schmukis sie denn bereits verkauft hätten, kommt die ehrliche aber ernüchternde Antwort: 15 Stück. Bei ihrer aktuellen Produktion habe sich herausgestellt, dass sich der Druck beim Waschen ablöst und so mussten die beiden ihren Verkauf stoppen und eine neue Produktion in die Wege leiten. Es gibt aber auch gute Nachrichten, im Zuge dessen haben sie gleich neue Farben geordert.

Und nun geht die Diskussion los:  Dr.Kofler schaltet sich zuerst ein und bemerkt, dass es sich hierbei um ein relativ leicht kopierbares Produkt handelt und fragt nach möglichen Wettbewerben. Die Gründer haben ihr Designmuster aber bereits geschützt, nur mit einem Patent gibt es Schwierigkeiten, denn es handelt sich um keine technische Neuerung, die sie auf den Markt bringen. 

Genau dort drückt auch der Schuh, alle 5 Investoren machen sich Sorgen wegen der Nachahmbarkeit des Produktes. Doch Judith Williams betont: „Wenn jedes Produkt, das nachahmbar ist patentiert werden müsste, dann gäbe es von jedem Produkt nur genau eins“

Und Recht hat sie. Der Investor Nils Glagau ist weniger zögerlich und macht den Gründern direkt ein Angebot: Er bietet 100.000 und möchte 35 % der Firmenanteile.

Plötzlich ist auch Ralf Dümmel mehr als begeistert. Er erzählt, auch er habe 3 Kinder und eine Menge Autos eingesaut. Er fragt die Gründer, wo sie denn vor 20 Jahren waren, als er das Problem hatte. Mit großem Enthusiasmus lobt er die Gründer und macht ihnen ein Angebot: 100.000 für 40%.

Er betont allerdings er möchte, dass die beiden gemeinsam die Mehrheit behalten und verspricht ihnen etwas ganz Großes daraus zu machen und ihre 60% werden richtig viel wert sein, wenn sie bei ihm investieren. 

Und gesagt getan Marc und David entscheiden sich für Herrn Dümmel und sind mehr als happy!

Ella´s Basenbande 

Hinter diesem etwas eigentümlichen Namen versteckt sich eine ganze Bande, wie Ella, die Gründerin, ihr Team nennt. Dazu gehören ihr Koch Konrad, sowie ihr Sohn Marcin. Doch ihre Bande dreht keine krummen Dinger, im Gegenteil bei ihnen dreht sich alles um gesunde Ernährung. Und wie es dazu kam erklärt Powerfrau Ella:

Die gebürtige Polin studierte nach ihrem Abitur Medizin und kam mit 25 Jahren nach Deutschland. Gemeinsam mit ihrem drei Jahre alten Sohn, keinerlei Deutschkenntnissen aber einem Arztdiplom, war Ella bereit für ein besseres Leben. 

Ihre erste Station war dabei ihren Facharzt für Anästhesiologie zu machen. Doch damit nicht genug 1991 gründete sie ihre eigene Klinik, die sie 20 Jahre lang leitete. In ihrer Zeit dort, berichtet sie, habe sie sehr viel über Ernährung gelernt und darüber wie viele Volkskrankheiten einzig und allein auf falsche Ernährung zurückzuführen sind. Diesem Problem wollte die heute 68-Jährige gerne entgegensteuern und so kam es, dass sie in ihrer Rente diverse Ernährungsformen studierte und beschloss ihr eigenes Startup zu gründen. 

(Foto: © Uplegger Food Company )

Ihr Ziel ist es dabei eine 100 Jahre alter Ernährungsform: die basische Ernährung, zurück in die Gesellschaft und vor allem in den Fastfood-Bereich zu bringen. Gemeinsam mit ihrem Sohn Marcin und Koch Konrad entwickelte sie Gerichte die 100% basisch sind, biozertifiziert, völlig ohne Zucker oder Zusatzstoffe und in ein kleines Glas passen. 

Frisch gekocht werden die Mediterrane Gemüsepfanne, das Kartoffelcurry und die weiteren Gerichte, direkt in Gläser abgefüllt, in denen sie 40-50 Tage haltbar sind. Ein Glas voller Gemüse gibt es für 4,99€ im Einzelhandel.

Mit der Unterstützung der Löwen wollen sie ihr bereits ausgefeiltes Konzept in Masse produzieren und ihr Distributionssystem weiter ausbauen. Ihr Angebot: 150.000€ für 15 % der Firmenanteile

Und ihre bisherigen Erfolge können sich sehen lasse: Bereits 9000 Gläser hat die Bande in den vergangenen 2 Monaten verkauft und das sogar über Deutschlands Grenzen hinweg.

Die Investoren sind begeistert von dem Konzept und vor allem von der Gründerin. Große Einigkeit herrscht allerdings über das Problem einer vernünftigen Kühlkette. Vier der fünf Löwen sind sehr skeptisch was das betrifft und sind somit raus aus dem Investment.

Nico Rosberg macht sich vor allem auch Sorgen mit dem Produkt nur einen kleinen Nischenmarkt bedienen zu können. 

Doch dann schaltet sich Nils Glagau ein, er ist sich sicher diese Kost wird funktioniert egal welcher Ernährungsform man sich nun anschließt, es herrsche allgemeine Einigkeit darüber mehr und mehr Gemüse in jeden Speiseplan zu etablieren. Er fühlt sich dem Thema sehr nahe und hat das perfekte Netzwerk für dieses Produkt und möchte das Team nicht ohne ein Angebot nach Hause gehen lassen. Er bietet 20% für 150.000€ und nach kurzer Beratung verkündet Ella stolz: „Nils, Willkommen in unserer Bande!“

Mehr Infos unter: /organization/ella-s-basenbande/

Pocket Sky

Der letzte Pitch in dieser Woche kommt von zwei Wienern, die gegen den Winterblues, die Frühjahrsmüdigkeit oder Jetlags ankämpfen wollen. Mit ihren Silikonbänder, die man wie eine Brille trägt wird der Körper daran gehindert das Schlafhormon Melatonin aufzubauen und bleibt somit wacher.

(Foto: ©Pocket Sky, 2020)

Mark Wallerberg und Michael Geyer wollen damit Menschen helfen, die mit Dauermüdigkeit zu kämpfen haben und versprechen schon nach 20 Minuten eine Wirkung. Die sogenannte „Pocket Sky“ bestrahlt den Träger zunächst mit dem warmen Licht eines Sonnenaufgangs, um seine Augen daran zu gewöhnen und anschließend mit starkem Blaulicht. Die Löwen testen das Produkt und sind sehr begeistert.

Nach dem Angebot der Gründer flacht die Begeisterung allerdings schnell wieder ab: 200.000€ für 20% der Firmenanteile bieten die Wiener.

Erste kritische Nachfragen kommen von Nico Rosberg: Er möchte wissen, inwieweit die Wirkung des Produktes wissenschaftlich nachgewiesen ist. Leider können die Gründer aber nur nachweisen, dass der Anstieg des Melatontinspiegels durch ihr Produkt gestoppt wird, weitere Ergebnisse haben sie allerdings nicht vorliegen. Daraufhin steigen alle Investoren aus, es sei Ihnen einfach zu unsicher und man brauche zunächst einmal einige Studien über die Wirksamkeit des Produktes bevor man Werbung machen kann und einen Massenmarkt damit erreichen kann. 

Somit gehen die beiden trotz einer sehr innovativen Idee leider leer aus.


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Magdalena Hinze
Magdalena Hinze
Oct '20

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