Die Höhle der Löwen am 26. Oktober: KI-Startup löst Bieterkampf aus, Gründerin kämpft mit den Tränen
Die neue Folge der 20. Staffel von Die Höhle der Löwen läuft am Montag, 26. Oktober 2026, um 20:15 Uhr. Moderiert wird die Sendung von Amiaz Habtu. Neben den fünf neuen Geschäftsideen gibt es ein Wiedersehen mit einem Gründer aus der ersten Staffel. David Weyhe kehrt mit seiner Marke Mexican Tears zurück und stellt die Investoren erneut vor eine scharfe Herausforderung.
meinhaus.digital: KI für die Renovierung von Immobilien
425.000 Euro für 5 Prozent – Unternehmensbewertung: 8,5 Millionen Euro
Das Startup meinhaus.digital aus München und Schwäbisch Gmünd gehört zu den besonders aufmerksam verfolgten Pitches der Folge. Die Gründerinnen Leonie Dowling (37) und Carolin Krebber (35) wollen mithilfe Künstlicher Intelligenz die Planung von Immobiliensanierungen vereinfachen.
Der Ansatz richtet sich insbesondere an private Hauskäufer, die nach dem Immobilienerwerb vor hohen Renovierungskosten und komplexen Entscheidungen stehen.
Die Plattform analysiert anhand von Immobilieninformationen notwendige Sanierungsmaßnahmen, schätzt Kosten und unterstützt Nutzer bei der weiteren Planung. Das Angebot reicht von der ersten Einschätzung über Finanzierungsfragen bis zur konkreten Renovierung.
Die beiden Gründerinnen bringen unterschiedliche berufliche Erfahrungen mit. Carolin Krebber war zehn Jahre als Architektin tätig, Leonie Dowling arbeitete ebenfalls rund zehn Jahre in der Strategieberatung, unter anderem für Unternehmen aus der Bauwirtschaft.
Für fünf Prozent ihrer Unternehmensanteile fordern sie 425.000 Euro. Daraus ergibt sich eine geforderte Unternehmensbewertung von 8,5 Millionen Euro.
Die Bewertung sorgt zunächst für Diskussionen. Gleichzeitig überzeugt das Geschäftsmodell offenbar mehrere Investoren, sodass sich ein Bieterkampf entwickelt.
Für das Startup könnte ein Investment neben Kapital vor allem Zugang zu strategischen Partnern und weiteren Vertriebsmöglichkeiten eröffnen. Ob und mit welchem Investor die Gründerinnen eine Einigung erzielen, zeigt die Sendung.
allpacka One: Leipziger Gründer verwandeln Fahrräder in Lastenräder
250.000 Euro für 10 Prozent – Unternehmensbewertung: 2,5 Millionen Euro
Mit allpacka One präsentieren Jonathan Vincentz (29) und Lukas Ludwig (29) aus Leipzig eine Lösung für den Transport von Einkäufen und anderen Gegenständen mit dem Fahrrad.
Ihre Entwicklung ist eine faltbare Transportbox, die sich am Gepäckträger befestigen lässt und nahezu jedes Fahrrad um zusätzliche Transportmöglichkeiten erweitern soll.
Ausgeklappt bietet die Box 30 Liter Stauraum und eine Traglast von bis zu 20 Kilogramm. Wird sie nicht benötigt, lässt sie sich platzsparend zusammenklappen. Auch die Kombination mit Fahrradtaschen soll weiterhin möglich sein.
Die Idee entstand aus einem alltäglichen Problem: Lukas Ludwig wollte seine Einkäufe mit dem Fahrrad transportieren, fand dafür jedoch keine passende Lösung.
Gemeinsam mit Jonathan Vincentz arbeitete er zwei Jahre an der Entwicklung. Die ersten Schritte fanden im WG-Zimmer statt, in dem zunächst das Bett hochgeklappt werden musste, um Platz für die Arbeit zu schaffen.
Inzwischen befindet sich allpacka One in Serienproduktion und wird bereits ausgeliefert.
Die Gründer suchen 250.000 Euro für zehn Prozent ihrer Firmenanteile. Neben der Finanzierung erhoffen sie sich Unterstützung beim Markenaufbau und Vertrieb.
Gerade in einem Markt mit zahlreichen Fahrradaccessoires dürfte entscheidend sein, ob sich die Lösung über den praktischen Nutzen hinaus als eigenständige Marke positionieren lässt.
nüchtern: Alkoholfreier Italian Spritz sorgt für harte Kritik
300.000 Euro für 12 Prozent – Unternehmensbewertung: 2,5 Millionen Euro
Die Berliner Gründerin Isabella Steiner (37) beschäftigt sich bereits seit mehreren Jahren mit alkoholfreien Getränken.
2020 startete sie zunächst einen Onlineshop für alkoholfreie Drinks. Mit ihrer Marke nüchtern will sie nun ein eigenes Produktkonzept etablieren.
Im Mittelpunkt stehen hochkonzentrierte alkoholfreie Getränke in flüssigen Einzelportionen. Die Anwendung soll besonders einfach sein: Portionspackung öffnen, Inhalt ins Glas geben und mit Tonic auffüllen.
Das erste Produkt ist ein alkoholfreier Italian Spritz. Weitere Geschmacksrichtungen sind geplant.
Das Konzept soll insbesondere durch die kompakte Verpackung, lange Haltbarkeit und einfache Zubereitung überzeugen.
Für zwölf Prozent ihrer Unternehmensanteile fordert Steiner 300.000 Euro.
Bei den Investoren stößt das Produkt jedoch auf deutliche Kritik. Vor allem der Geschmack und die Frage, welche Erwartungen Verbraucher an alkoholfreie Getränke haben, werden kontrovers diskutiert.
Die Rückmeldungen treffen die Gründerin so stark, dass sie während ihres Auftritts in Tränen ausbricht.
Der Pitch zeigt damit auch eine zentrale Herausforderung im Getränkemarkt: Neben einer überzeugenden Positionierung müssen neue Produkte vor allem geschmacklich bestehen und sich gegenüber zahlreichen Alternativen behaupten.
LifeSaveAir: Erste-Hilfe-Gerät nach persönlichem Notfall entwickelt
100.000 Euro für 10 Prozent – Unternehmensbewertung: 1 Million Euro
Hinter LifeSaveAir aus Dortmund steht eine persönliche Erfahrung.
Vor sechs Jahren verschluckte sich der damals elfjährige Jonas, Sohn von Gründer Nabil Chehade (46), so schwer an einer Erdbeere, dass er keine Luft mehr bekam. Seine Mutter reagierte mit Rückenschlägen und konnte die Situation entschärfen.
Das Erlebnis brachte Nabil Chehade dazu, gemeinsam mit seinen Cousins Aiman Chehade (32) und Jusef Chehade (31) ein Erste-Hilfe-Gerät zu entwickeln, das bei lebensgefährlichen Atemwegsblockaden helfen soll.
Nach viereinhalb Jahren Entwicklungsarbeit und Zulassungsverfahren präsentieren die Gründer ihre Lösung nun den Investoren.
Für zehn Prozent ihrer Unternehmensanteile möchten sie 100.000 Euro erhalten.
Besonders emotional wird der Auftritt, als Jonas selbst in die Höhle kommt. Der inzwischen 17-Jährige berichtet von seinen Erinnerungen an den Vorfall.
Auch Investor Ralf Dümmel erzählt von einer ähnlichen Situation mit seinem eigenen Sohn.
Neben der persönlichen Geschichte stehen jedoch die wirtschaftlichen Perspektiven des Produkts im Mittelpunkt. Entscheidend dürften insbesondere die nachgewiesene Wirksamkeit, die sichere Anwendung und die Vermarktungsmöglichkeiten sein. Ob LifeSaveAir die Investoren auch wirtschaftlich überzeugt, bleibt zunächst offen.
Kippo: Drehbarer Schubkarrengriff als zweite berufliche Chance
50.000 Euro für 30 Prozent – Unternehmensbewertung: rund 167.000 Euro
Mit Kippo stellt Patrick Waligorski (51) aus Essen eine vergleichsweise einfache, aber alltagsnahe Erfindung vor.
Der Unternehmer hat einen drehbaren Griff für Schub- und Sackkarren entwickelt, der die Belastung der Handgelenke reduzieren soll.
Beim Ausschütten der Ladung drehen sich die Griffe mit. Dadurch sollen die Hände in einer stabileren Position bleiben und das Umgreifen entfallen.
Auch beim Fahren und insbesondere in Kurven soll die Konstruktion mehr Komfort bieten.
Hinter dem Produkt steht allerdings auch eine persönliche unternehmerische Herausforderung.
Waligorski betreibt gemeinsam mit seinem Cousin einen Schrottplatz. Weil der Mietvertrag ausläuft und ein neuer Standort schwer zu finden ist, steht seine bisherige berufliche Grundlage infrage.
Mit Kippo möchte er sich deshalb eine zusätzliche wirtschaftliche Perspektive aufbauen.
Für 50.000 Euro bietet er 30 Prozent seiner Firmenanteile an. Damit liegt die geforderte Bewertung deutlich unter denen der anderen vorgestellten Startups.
Sein Auftritt überzeugt offenbar mehrere Investoren, die ihm Angebote unterbreiten. Die Entscheidung fällt ihm jedoch nicht leicht, weil neben wirtschaftlichen Bedingungen auch die persönliche Zusammenarbeit eine wichtige Rolle spielt.
Mexican Tears: Wiedersehen mit einem Gründer der ersten Staffel
Zusätzlich zu den fünf neuen Pitches gibt es ein Wiedersehen mit David Weyhe, der bereits in der ersten Staffel mit seiner Marke Mexican Tears auftrat.
Damals sorgten seine besonders scharfen Saucen für heftige Reaktionen unter den Investoren.
Insbesondere der damalige Löwe Vural Öger hatte Schwierigkeiten mit der Schärfe. Judith Williams erinnert sich daran, dass dieser sogar gefragt habe, ob ein Notarzt benötigt werde.
In der neuen Folge stellt Weyhe seine Produkte erneut vor. Fast alle Investoren wagen sich diesmal bis zur höchsten Schärfestufe.
Neben der Verkostung stehen auch die geschäftliche Entwicklung und die wirtschaftlichen Kennzahlen des Unternehmens im Mittelpunkt.
Investor Andreas W. Herb zeigt sich dabei so interessiert, dass er Weyhe auf eine mögliche Zusammenarbeit anspricht.
Zu einem konkreten Investment kommt es während des Wiedersehens laut RTL-Ankündigung zunächst nicht. Beide verabreden jedoch einen weiteren Austausch.
Fünf Geschäftsmodelle mit sehr unterschiedlichen Bewertungen
Die neue Folge zeigt erneut, wie unterschiedlich Gründer ihre Unternehmen bewerten und welche Erwartungen sie an potenzielle Investoren haben.
Während meinhaus.digital bei seiner Forderung auf eine Bewertung von 8,5 Millionen Euro kommt, liegt Kippo rechnerisch bei rund 167.000 Euro. Die übrigen Unternehmen bewegen sich mit ihren Forderungen zwischen einer und 2,5 Millionen Euro.
Dabei unterscheiden sich nicht nur die Geschäftsmodelle, sondern auch die Entwicklungsstadien.
allpacka One befindet sich bereits in der Serienproduktion, während andere Gründer vor allem Unterstützung beim Aufbau neuer Vertriebsstrukturen oder bei der Markteinführung suchen.
meinhaus.digital setzt auf eine skalierbare KI-Plattform, während Kippo und LifeSaveAir physische Produkte entwickeln, deren wirtschaftlicher Erfolg wesentlich von Produktion, Vertrieb und Marktnachfrage abhängt.
Die geforderten Bewertungen sind dabei zunächst Verhandlungspositionen der Gründer und sagen noch nichts darüber aus, zu welchen Konditionen tatsächlich investiert wird.
Zwischen KI-Boom, Konsumgütern und emotionalen Gründergeschichten
Mit meinhaus.digital steht in dieser Folge ein Startup im Mittelpunkt, das Künstliche Intelligenz auf einen traditionellen Wirtschaftszweig überträgt.
Die Digitalisierung von Immobilien- und Sanierungsprozessen könnte für private Eigentümer und die Bauwirtschaft erhebliche Vereinfachungen ermöglichen. Gleichzeitig muss sich zeigen, wie zuverlässig automatisierte Kosten- und Maßnahmenplanungen bei unterschiedlichen Gebäuden funktionieren.
Die übrigen Unternehmen verfolgen stärker produktorientierte Geschäftsmodelle. Sie müssen insbesondere beweisen, dass ihre Lösungen ausreichend Nachfrage erzeugen und sich wirtschaftlich vermarkten lassen.
Damit bietet die Folge einen Querschnitt durch unterschiedliche Gründungsansätze: von technologisch skalierbaren Plattformen bis zu Erfindungen, die aus persönlichen Alltagserfahrungen entstanden sind.
Spannend dürfte der Bieterkampf um meinhaus.digital werden. Gleichzeitig zeigen die Auftritte von nüchtern und Kippo, wie eng unternehmerische Entscheidungen und persönliche Herausforderungen in der Gründungsphase miteinander verbunden sein können.
Die neue Folge von "Die Höhle der Löwen" läuft am Montag, 26. Oktober 2026, um 20:15 Uhr.

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