profitize holt 1,4 Millionen Euro für Hospitality
Das Südtiroler Startup profitize hat eine Seed-Finanzierung in Höhe von 1,4 Millionen Euro abgeschlossen. Angeführt wird die Runde vom Alpine Fund (Redstone & Euregio Plus) sowie dem aws Gründungsfonds. Zusätzlich beteiligen sich mehrere Business Angels aus der Branche.
Mit dem frischen Kapital plant das Unternehmen, seine Technologie weiterzuentwickeln und die Expansion in Europa voranzutreiben.
Fragmentierte Daten als Branchenproblem
Die wirtschaftliche Lage vieler Hotels hat sich zuletzt deutlich verschärft: steigende Personal- und Energiekosten treffen auf begrenzte Preissetzungsspielräume. Gleichzeitig fehlt es häufig an einem konsolidierten Überblick über die eigenen Finanzdaten. Oft sind relevante Informationen von Property-Management über Buchhaltung bis hin zu Personaleinsatzplanung und Energieversorgern über verschiedene Systeme verteilt. Eine ganzheitliche Auswertung erfolgt meist erst mit Verzögerung.
Die profitize-Plattform integriert diese Daten automatisiert und stellt sie in Echtzeit zur Verfügung. Schon mit dabei sind Forecasts, Budgetplanung, Cashflow-Analysen und KI-gestützten Handlungsempfehlungen.
Trotzdem muss man auch ehrlich sein und erwähnen, dass die Preis im Bereich Hospitality innerhalb der letzten 2 Jahre deutlich nach oben explodiert sind. Besonders in Deutschland scheint sich hier etwas verschoben zu haben, denn teilweise ist es jetzt günstiger ins Ausland zu fliegen, dort 10 Tage HP zu buchen, anstatt sich hierzulande irgendwo für eine Woche einzubuchen.
Gründerteam mit Branchenhintergrund
Zum Gründerteam zählen Simon Falkensteiner, Michael Gorfer sowie CTO Mark Nardi. Falkensteiner bringt umfangreiche Erfahrung aus der Branche mit: Bereits 2015 gründete er das Revenue-Management-System RateBoard, das 2020 an die Zucchetti verkauft wurde.
Mit profitize verlagert sich der Fokus nun von der Umsatzoptimierung auf die Kostenseite, um die tatsächliche Profitabilität von Hotels transparenter zu machen.
Marktdurchdringung in Europa und Investoren
Nur ein Jahr nach dem Go-Live wird die Plattform bereits von rund 150 Hotels und Gastronomiebetrieben in mehreren europäischen Ländern genutzt. Die Bandbreite reicht von unabhängigen Boutiquehotels bis hin zu größeren Hotelgruppen.
Die Einsatzmöglichkeiten umfassen unter anderem Budgetierung, Forecasting, Cashflow-Management sowie Analysen zur Personalproduktivität. In einem konkreten Anwendungsfall konnte ein Hotel seine Personalkosten um rund 10 Prozent senken – durch optimierte Dienstplanung auf Basis von Belegungsprognosen.
Die Investorenstruktur vereint Venture Capital, öffentliche Fördermittel und Branchenexpertise. Laut Ben Scheidt überzeugten insbesondere die Marktnähe des Teams und das Verständnis für konkrete Kundenprobleme. Auch Lukas Punzet hebt die starke Traktion und Branchenerfahrung hervor.
Das eingesammelte Kapital soll gezielt in drei Bereiche fließen: den technologischen Ausbau der Plattform (durch anonymisierte Branchenbenchmarks ), die Expansion in bestehende und neue Märkte sowie den Aufbau der Teams in den Bereichen Technologie und Customer Success.
Datengetriebene Steuerung der Profitabilität
profitize positioniert sich als zentrale Steuerungsplattform für die wirtschaftliche Performance in der Hotellerie. Durch die Zusammenführung von Finanz-, Betriebs- und Personaldaten will das Startup Hotels in die Lage versetzen, fundierte Entscheidungen in Echtzeit zu treffen.

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