Startupnews zum langen Wochenende 18/26
Funding
DAMALO sammelt 350.000 Euro für KI-gestützte Microsoft-Beratung
Das Düsseldorfer Startup DAMALO hat eine erste Finanzierungsrunde über 350.000 Euro abgeschlossen, um seine KI-Plattform für mittelständische Unternehmen weiterzuentwickeln. Die Lösung nutzt spezialisierte KI-Agenten, um Microsoft-Projekte automatisiert zu planen und umzusetzen und soll so klassische, kostenintensive IT-Beratung ersetzen. Ziel ist es, Unternehmen eine schnellere und kosteneffizientere Digitalisierung zu ermöglichen, während das Know-how im Unternehmen verbleibt. Die Plattform wird DSGVO-konform in europäischen Rechenzentren betrieben und richtet sich insbesondere an IT-Abteilungen ohne tiefgehende Microsoft-Expertise.
Groove Quantum sammelt €16 Mio. ein und präsentiert größten Halbleiter-Quantenprozessor

Das niederländische Startup Groove Quantum hat 16 Millionen Euro an Finanzierung eingesammelt und gleichzeitig einen 18-Qubit-Prozessor auf Basis von Germanium-Spin-Qubits vorgestellt. Es handelt sich dabei um den bislang größten Halbleiter-Quantenprozessor dieser Art. Die Technologie setzt auf CMOS-kompatible Fertigung, wie sie auch bei klassischen Chips verwendet wird, und gilt damit als besonders skalierbar. Mit dem Kapital will das Unternehmen die Anzahl der Qubits weiter erhöhen, industrielle Fertigung in Halbleiterfabriken starten und langfristig Systeme mit über 100 Qubits entwickeln. Ziel ist es, den Übergang von experimentellen Prototypen hin zu industriell nutzbaren Quantencomputern zu beschleunigen.
Earlybird VC schließt €360 Mio. Early-Stage-Fonds

Der Venture-Capital-Investor Earlybird hat mit Fund VIII seinen bislang größten Frühphasenfonds über 360 Millionen Euro geschlossen und setzt damit seine seit 1997 kontinuierliche Fundraising-Strategie fort. Der Fonds investiert bereits in Bereiche wie KI-Anwendungen, Software-Infrastruktur und DeepTech und hat erste Startups finanziert. Parallel führt Earlybird ein neues Beteiligungsmodell ein, bei dem das Unternehmen dauerhaft im Besitz aktiver Partner bleibt, ohne externe Anteilseigner. Ergänzend treibt der Investor den Einsatz einer eigenen KI-Plattform voran, um Investmententscheidungen und die Unterstützung von Portfoliounternehmen datengetriebener und effizienter zu gestalten.
Bosch investiert 200 Millionen Euro in neue DeepTech-Startups

Der Corporate Venture Builder Bosch Business Innovations plant, bis 2030 rund 200 Millionen Euro in den Aufbau von 20 neuen DeepTech-Startups außerhalb des Kerngeschäfts der Bosch Gruppe zu investieren. Im Fokus stehen zunächst die Bereiche medizinische Fernüberwachung, softwaregesteuerte Fertigung und Carbon Capture. Ziel ist es, technologische Innovationen schneller in marktfähige Unternehmen zu überführen, wobei externe Gründer:innen eine zentrale Rolle spielen. Ergänzend setzt Bosch auf Kooperationen mit Venture Studios und Investoren, um den Zugang zu Kapital, Know-how und internationalen Netzwerken zu stärken.
odacova sichert Finanzierung für digitale Ernährungslösung im Betrieb

Das Dortmunder Digital-Health-Startup odacova hat erfolgreich eine erste Finanzierungsrunde abgeschlossen, an der unter anderem Aquarius Invest, 5P Future of Health und die NRW.BANK beteiligt sind. Das Unternehmen entwickelt eine Plattform für personalisierte Ernährung in Betriebsrestaurants, die Mitarbeitenden individuelle Empfehlungen liefert und Unternehmen datenbasierte Einblicke zur Optimierung ihrer Verpflegungsangebote ermöglicht. Ziel der Lösung ist es, Ernährung im Arbeitsalltag stärker mit Prävention und Mitarbeitergesundheit zu verknüpfen und das Angebot gemeinsam mit bestehenden Catering-Partnern zu skalieren.
Cnuic erhält Finanzierung für neue Chip-Technologie

Das in Edinburgh ansässige DeepTech-Startup Cnuic hat in einer überzeichneten Pre-Seed-Runde 3 Millionen US-Dollar eingesammelt, angeführt von Tensor Ventures und Blank Space Ventures. Das Unternehmen entwickelt eine neuartige photolithografische Technologie, die mithilfe von Licht die flexible und effizientere Herstellung photonischer Chips ermöglicht. Diese Chips versprechen deutlich höhere Datenübertragungsraten bei geringerem Energieverbrauch und könnten insbesondere für Rechenzentren und KI-Anwendungen relevant sein. Die Innovation gilt als potenzieller Durchbruch in der Halbleiterindustrie und könnte Europas Rolle im globalen Wettbewerb stärken.
Cirql One sammelt 5 Mio. Euro für Business-Context-KI

Das Münchner Startup Cirql One hat eine Seed-Finanzierung über 5 Millionen Euro unter der Führung von UVC Partners und mit Beteiligung von Fly Ventures abgeschlossen. Das Unternehmen entwickelt eine Plattform, die Geschäftskontext aus Enterprise-Systemen wie SAP extrahiert und in strukturierte, wiederverwendbare Datenprodukte überführt, um KI-Anwendungen zuverlässiger und skalierbarer zu machen. Ziel ist es, operative Entscheidungslogik, Prozesse und Governance für KI nutzbar zu machen und so den Übergang von experimentellen KI-Projekten in den produktiven Unternehmenseinsatz zu erleichtern. Erste Kunden wie dm-drogerie markt setzen die Lösung bereits ein.
Awards & Events
Ludwigsburg fördert Start-ups mit 100.000 € Mietzuschuss im LIZZY

Die Stadt Ludwigsburg vergibt im Rahmen eines Wettbewerbs über 100.000 Euro Mietzuschuss an wachstumsstarke Start-ups und Scale-ups. Gefördert werden Unternehmen, die Flächen für Produktion, Entwicklung oder Lager benötigen und ihren nächsten Wachstumsschritt planen. Das Angebot gilt für Kapazitäten im Innovationsstandort LIZZY im Ludwigsburg Industriezentrum, wo flexible Räume und ein technologieorientiertes Umfeld bereitstehen. Bewerbungen sind bis zum 17. Mai 2026 möglich: www.ludwigsburg.de/lizzy
KfW Capital Award 2026: Bewerbungsphase gestartet

Der KfW Capital Award zeichnet auch 2026 wieder Persönlichkeiten aus, die das deutsche Venture-Capital-Ökosystem prägen. Bis zum 1. Juli können Bewerbungen und Nominierungen in den Kategorien „Best Female VC-Investor“, „VC-Game Changer“ und „VC-Exit Excellence“ eingereicht werden. Der Award ergänzt den bestehenden KfW Award Gründen um die Investorenseite und soll das Zusammenspiel von Kapital, Expertise und Unternehmertum stärken. Eine Jury aus Venture Capital, Politik und institutionellen Akteuren entscheidet über die Preisträgerinnen und Preisträger. Weitere Infos unter www.kfw-awards.de
Berlin startet City Challenge 2026 für digitale Verwaltungslösungen
Die Initiative „City Challenge 2026“ in Berlin ruft Start-ups, KMU sowie Forschungsinstitutionen dazu auf, innovative digitale Lösungen für die öffentliche Verwaltung zu entwickeln. Im Fokus stehen zwei konkrete Herausforderungen: eine KI-gestützte Sprachassistenz für Übersetzung und Transkription sowie eine smarte Baustelleninformation zur Verkehrsoptimierung. Die besten Konzepte werden prämiert und gemeinsam mit der Verwaltung als Pilotprojekte umgesetzt. Ziel des Wettbewerbs ist es, Verwaltungsprozesse effizienter, bürgernäher und zukunftsfähiger zu gestalten.
Mergers & Acquisitions
NestFrame übernimmt COLIV

Das Stockholmer Unternehmen NestFrame hat den nordischen Anbieter COLIVE übernommen und baut damit seine neue europäische Plattform für gemeinschaftliches Wohnen weiter aus. COLIVE wird künftig als regionale Plattform für Schweden und den nordischen Markt dienen und soll sein Wachstum fortsetzen. Die Übernahme ist Teil der Strategie von NestFrame, führende lokale Betreiber zu bündeln und deren Expansion durch Kapital, Infrastruktur und gemeinsame Ressourcen zu beschleunigen. Gleichzeitig plant das Unternehmen, weitere Partnerschaften in Europa, vor allem auch in Deutschland und Spanien.
Erfolgreicher Exit für BayBG: Shimadzu übernimmt Mehrheit an Plasmion
Das Deep-Tech-Startup Plasmion aus Augsburg wurde von der japanischen Shimadzu Corporation mehrheitlich übernommen, die 75 Prozent der Anteile erwirbt, während die Gründer weiterhin beteiligt bleiben. Plasmion entwickelt die patentierte SICRIT®-Technologie, eine Ionenquelle für Massenspektrometrie, die eine direkte Echtzeitanalyse von Substanzen aus der Umgebungsluft ohne aufwendige Probenvorbereitung ermöglicht und bereits in verschiedenen Laboranwendungen eingesetzt wird. Mit Shimadzu gewinnt das Unternehmen einen global etablierten Partner im Bereich analytischer Mess- und Diagnostiksysteme, wodurch die bestehende Zusammenarbeit ausgebaut und die internationale Markteinführung der Technologie beschleunigt werden soll.
MACH erweitert GovTech-Portfolio durch Übernahme von SMS
Die MACH GmbH hat den Aachener Spezialanbieter SMS System-Management Stiewi GmbH übernommen, um ihr Softwareangebot für den öffentlichen Sektor auszubauen. Die Lösungen von SMS für Reise- und Spesenmanagement ergänzen die bestehende ERP- und Finanzsoftware von MACH und stärken insbesondere die Abbildung komplexer, regulierter Verwaltungsprozesse. Die Übernahme ist Teil der Wachstumsstrategie seit der Partnerschaft mit Main Capital Partners und soll zusätzliche Cross-Selling-Potenziale sowie eine stärkere Marktdurchdringung ermöglichen.
Kooperationen & Partnerschaften
Techem und Futury kooperieren für Innovation in der Rhein-Main-Region

Der Energiedienstleister Techem und die Startup-Plattform Futury GmbH haben eine strategische Partnerschaft geschlossen, um das Innovationsökosystem in der Rhein-Main-Region zu stärken. Ziel der Zusammenarbeit ist es, Startups sowie Talente gezielt bei der Entwicklung nachhaltiger und digitaler Lösungen zu unterstützen, insbesondere in Bereichen wie Energieeffizienz, Klimaschutz und Smart Services. Durch die Kombination von industrieller Expertise und einem starken Netzwerk aus Startups und Wissenschaft sollen marktfähige Innovationen schneller entstehen und skaliert werden.
Upvest wird Infrastrukturpartner von growney

Der digitale Vermögensverwalter growney setzt künftig auf die Investment-Infrastruktur von Upvest, um seine Plattform weiterzuentwickeln. Die Partnerschaft umfasst zentrale Prozesse wie Orderausführung, Verwahrung, Abwicklung sowie Backoffice-Funktionen über eine integrierte API. Ziel ist es, Nutzer:innen schnellere und transparentere Investmentservices sowie einen erweiterten Zugang zu ETFs und Fonds zu bieten. Während neue Kund:innen zeitnah von der Umstellung profitieren sollen, ist die Migration bestehender Nutzer:innen in den kommenden Monaten geplant
Weitere spannende News
The One Atelier startet Tokenisierungsplattform für Immobilienprojekte

Das Mailänder Unternehmen The One Atelier hat mit "The One Capital" eine neue Plattform für tokenisierte Immobilieninvestments vorgestellt. Ziel ist es, insbesondere frühphasige Entwicklungen im Bereich gebrandeter Wohnimmobilien durch Blockchain-basierte Strukturen zu finanzieren. Die Plattform soll Entwicklern alternative Kapitalquellen bieten und gleichzeitig mehr Transparenz sowie Effizienz in der Projektfinanzierung schaffen. Aufbauend auf der bisherigen Erfahrung mit internationalen Markenprojekten setzt The One Capital auf die Tokenisierung realer Vermögenswerte, um Investitionen in hochwertige Immobilienprojekte bereits in frühen Entwicklungsphasen zu ermöglichen.
Resilens startet Plattform zur Finanzierung von Klimaanpassung
Das Klima-Startup Resilens, gegründet von Oliver Marchand (ehemals Carbon Delta), startet Anfang Mai 2026 eine Plattform, die Klimarisiken in konkrete, finanzierbare Anpassungsmaßnahmen für Unternehmen und öffentliche Einrichtungen übersetzt. Hintergrund ist eine große Investitionslücke bei der Klimaanpassung, die unter anderem durch regulatorische Anforderungen wie das Klimaanpassungsgesetz weiter an Bedeutung gewinnt. Die Lösung kombiniert Geo- und Risikodaten mit wirtschaftlichen Bewertungen und priorisiert Maßnahmen anhand einer Kennzahl („AdaptationReturn“), um fundierte Investitionsentscheidungen zu ermöglichen. Erste Pilotprojekte laufen bereits, unter anderem mit der Stadt Worms im Rahmen eines EU-Programms. Das Unternehmen wird durch Eigenmittel sowie den strategischen Investor Karl Gutbrod unterstützt und stellt seine Plattform offiziell im Rahmen der Zürich Climate Week an der ETH Zürich vor.
KoRo wächst 2025 um 44 % auf 252 Mio. Euro und wird profitabel

Die Berliner Lebensmittelmarke KoRo hat im Geschäftsjahr 2025 einen Umsatz von 252 Millionen Euro erzielt und ist damit um 44 % gewachsen, während gleichzeitig die Profitabilität verbessert und ein positiver operativer Cashflow erreicht wurde. Das Unternehmen führt seinen Erfolg trotz schwachem Konsumumfeld vor allem auf die Nutzung von Echtzeitdaten aus dem eigenen Onlineshop zurück, die gezielt Sortimentsentscheidungen im Einzelhandel steuern. Mit einem überwiegend veganen und zu mehr als der Hälfte biologischen Sortiment sowie einer Präsenz an über 15.000 Verkaufsstellen hat sich KoRo vom Online-Anbieter zu einer breit aufgestellten Omnichannel-Marke entwickelt und sieht sich gut positioniert für weiteres Wachstum im In- und Ausland.

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