Startupnews zum Wochenende - KW 29/26
Funding
kausable erhält 12 Millionen Euro Seed
Das Münchner Deep-Tech-Startup kausable hat in einer Seed-Finanzierungsrunde 12 Millionen Euro eingesammelt, um eine neue Generation kausaler KI-Systeme zu entwickeln. Ziel des Unternehmens ist es, Künstliche Intelligenz zu schaffen, die sich ohne aufwändiges Retraining an neue Situationen anpassen kann. Die Finanzierungsrunde wird von UVC Partners und Entourage angeführt. Das mit der Universität Heidelberg und Black Forest Labs verbundene Startup will das Kapital für den Ausbau seines Teams sowie die Weiterentwicklung seines KI-Modells einsetzen, das insbesondere in Bereichen wie Robotik, Energiewirtschaft und Finanzwesen Anwendung finden soll.
telli sichert sich 15 Millionen US-Dollar Seed-Kapital

Das Berliner KI-Startup telli hat eine Seed-Finanzierungsrunde über 15 Millionen US-Dollar abgeschlossen. Angeführt wurde die Runde von redalpine, beteiligt sind unter anderem Cherry Ventures, Y Combinator sowie mehrere Brancheninvestoren. telli entwickelt KI-Agenten für den Kundenservice, Vertrieb und Support, die über Kanäle wie Telefon, Chat, E-Mail oder WhatsApp mit Kunden kommunizieren und betriebliche Abläufe automatisieren. Die Lösung wird bereits von Unternehmen wie Sky, Enpal und Vaillant genutzt und verarbeitet nach Unternehmensangaben Millionen Kundengespräche. Mit dem frischen Kapital will telli seine KI-Plattform weiterentwickeln und das Team in den Bereichen Entwicklung, Vertrieb und Customer Operations ausbauen.
GreenVibe sammelt 12 Millionen US-Dollar für digitale Betonüberwachung ein

Das israelische Construction-Tech-Unternehmen GreenVibe hat insgesamt 12 Millionen US-Dollar eingesammelt, um seine Technologie zur Echtzeitüberwachung von Beton weiter auszubauen. Das Unternehmen setzt drahtlose Sensoren direkt im Beton ein, um dessen Festigkeit und Aushärtung kontinuierlich zu messen und damit klassische Labortests zu ergänzen oder langfristig zu ersetzen. Vor dem Hintergrund des Erdbebens in Venezuela verweist GreenVibe auf die Bedeutung einer zuverlässigen Qualitätskontrolle im Bauwesen. Die Lösung ist bereits auf zahlreichen Bauprojekten im Einsatz und soll Bauprozesse effizienter gestalten, Materialverschwendung reduzieren und die Sicherheit von Bauwerken erhöhen.
Bayern fördert WERK1 mit 30 Millionen Euro

Das digitale Gründerzentrum WERK1 in München erhält vom Bayerischen Wirtschaftsministerium rund 30 Millionen Euro für den Förderzeitraum von 2027 bis 2032. Mit der Unterstützung soll WERK1 seine Rolle als zentraler Hub für Startups, Scale-ups, Investoren und Forschung weiter ausbauen und die internationale Sichtbarkeit des bayerischen Startup-Ökosystems stärken. Die Förderung ist Teil der Initiative Gründerland Bayern, die Gründerinnen und Gründer im gesamten Freistaat unterstützt. Bayern bleibt zudem das gründungsstärkste Bundesland: Im ersten Halbjahr 2026 wurden dort 626 Startups gegründet, mehr als in jedem anderen Bundesland.
Passionfroot erhält 15 Millionen US-Dollar für internationale Expansion
Das Berliner Creator-Economy-Startup Passionfroot hat in einer Series-A-Finanzierungsrunde 15 Millionen US-Dollar eingesammelt. Die Runde wurde von Insight Partners angeführt, bestehende Investoren wie Creandum, SuperNode und s16vc beteiligten sich ebenfalls. Das Unternehmen bietet eine KI-gestützte Plattform, mit der Unternehmen ihre Zusammenarbeit mit Creatorn zentral organisieren und skalieren können. Mit dem frischen Kapital will Passionfroot seine Produktentwicklung beschleunigen, einen neuen Standort in New York eröffnen und sein internationales Team weiter ausbauen.
Awards & Events
Startup Week stärkt Innovationsstandort Bonn/Rhein-Sieg

Die erste Startup Week Bonn/Rhein-Sieg ist mit einem vielfältigen Programm aus Workshops, Vorträgen, Pitch-Events und Networking erfolgreich zu Ende gegangen. Gemeinsam mit Partnern aus Wirtschaft und Wissenschaft bot die Initiative Gründerinnen und Gründern sowie Unternehmen Einblicke in Zukunftsthemen wie Künstliche Intelligenz, Cybersecurity, Nachhaltigkeit und Finanzierung. Zu den Höhepunkten zählten die PHISH & CHIPS Cyber Security-Konferenz sowie die Abschlussveranstaltung mit NRW-Wirtschaftsministerin Mona Neubaur und Bonns Bürgermeister Gabriel Kunze. Organisiert wurde die Startup Week vom DIGITALHUB.DE, der damit das regionale Innovationsökosystem und die Zusammenarbeit zwischen Startups, Unternehmen und Forschungseinrichtungen weiter stärken möchte.
TigerShark Science gewinnt Businessplan Wettbewerb Nordbayern 2026

Das Würzburger Startup TigerShark Science hat den Businessplan Wettbewerb Nordbayern 2026 von BayStartUP gewonnen. Das Unternehmen entwickelt realitätsnahe menschliche Hautmodelle für die Pharma- und Kosmetikforschung, die Entwicklungsprozesse verbessern und Tierversuche reduzieren sollen. Den zweiten Platz belegte LIGARO aus Ornbau mit nachhaltigen, fossilfreien Industrieklebstoffen, während SOLISTIQ aus Würzburg mit einer KI-gestützten Software zur automatisierten Bestandsplanung den dritten Platz erreichte. Insgesamt wurden in diesem Jahr 188 Geschäftskonzepte eingereicht – so viele wie noch nie zuvor. BayStartUP unterstützt die teilnehmenden Gründerteams bei der Entwicklung marktfähiger Geschäftsmodelle und der Vorbereitung auf Finanzierung und Unternehmensaufbau.
Mergers & Acquisitions
chargecloud erweitert Plattform durch Übernahme von elvah-Produkten

elvah Hub und Lademarktreport neu bei chargecloud | (c) chargecloud
Der Kölner Softwareanbieter chargecloud hat Teile der Produktlinie des Datenspezialisten elvah übernommen und baut damit sein Angebot für Betreiber von Ladeinfrastruktur weiter aus. Mit dem elvah Hub und dem Lademarktreport integriert das Unternehmen künftig Funktionen für Marktanalysen, Wettbewerbsvergleiche und datenbasierte Preisoptimierung in seine Plattform. Ziel ist es, CPOs (Charge Point Operators) eine durchgängige Lösung für Marktanalyse, Preisgestaltung und Abrechnung aus einer Hand bereitzustellen. Die neuen Market-Intelligence- und Smart-Pricing-Funktionen sollen schrittweise bis 2027 in das chargecloud-Betriebssystem integriert werden.
Aiven übernimmt Flow AI und baut KI-Infrastruktur aus

Der finnische Cloud-Datenplattformanbieter Aiven hat das KI-Infrastruktur-Startup Flow AI übernommen. Mit der Akquisition will das Unternehmen seine Plattform um Technologien für produktionsreife KI-Agenten erweitern und die Entwicklung sowie den Betrieb datengetriebener KI-Anwendungen vereinfachen. Flow AI bringt Expertise bei der sicheren Ausführung von KI-Agenten und der Verarbeitung strukturierter Daten ein, während Aiven die Infrastruktur für Open-Source-Datenbanken und Cloud-Dienste bereitstellt. Die Übernahme ist bereits die dritte in der Unternehmensgeschichte und soll Aivens Position als Anbieter von Infrastruktur für produktive KI-Anwendungen weiter stärken.
Personalien
Upway ernennt Camille Hadjeri zur General Managerin für die DACH-Region

Das E-Bike-Scale-up Upway hat Camille Hadjeri zur General Managerin für Deutschland, Österreich und die Schweiz ernannt. Die ehemalige Chief Revenue Officer von Delivery Hero übernimmt die Leitung des wichtigsten Wachstumsmarktes des Unternehmens und soll die Expansion in der DACH-Region vorantreiben. Upway plant, bis Ende 2027 insgesamt 15 Millionen Euro in Deutschland zu investieren. Seit dem Markteintritt 2022 hat das Unternehmen hier bereits drei Aufbereitungszentren eröffnet und mehr als 45.000 generalüberholte E-Bikes verkauft. Langfristig verfolgt Upway das Ziel, bis 2030 weltweit einer Million E-Bikes ein zweites Leben zu schenken.
Weitere spannende News
techfactory sucht junge Unternehmen für neuen Innovationsstandort in Hannover

Die Region Hannover vermietet am Standort techfactory@Hüttenstraße in Hannover-Vahrenwald weitere Büro- und Open-Space-Flächen an Startups und junge Unternehmen. Das Innovationsprojekt ist Teil des entstehenden ONE TechCampus Garbsen und soll Gründerinnen und Gründern ein vernetztes Arbeitsumfeld mit Raum für Austausch und Zusammenarbeit bieten. Neben günstigen Mietkonditionen profitieren die Unternehmen von der Einbindung in das soziokulturelle Umfeld der Initiative Hüttenstraße. Mit Morgenraum, einem Startup für smarte Innenstadtentwicklung, hat sich bereits ein erstes Unternehmen am neuen Standort angesiedelt.
BISON erweitert Krypto-App um Haltefrist-Tracker

Die Krypto-Handelsplattform BISON der Boerse Stuttgart Group hat einen neuen Haltefrist-Tracker eingeführt. Das Feature zeigt Nutzerinnen und Nutzern mit deutscher Steuer-ID direkt im Portfolio an, welche Krypto-Bestände bereits länger als ein Jahr gehalten werden und welche diese Frist noch nicht erreicht haben. Zudem werden die aktuellen Gewinne oder Verluste der jeweiligen Positionen angezeigt. Mit der neuen Funktion reagiert BISON auf die anhaltende politische Debatte über mögliche Änderungen bei der Besteuerung von Kryptowährungen und möchte Anlegern mehr Transparenz über ihre Bestände bieten.

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