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Chemiepark GENDORF öffnet sich für Deeptech-Startups

InfraServ Gendorf baut Startup-Launchpad für Pilotanlagen und Produktion. Erste Projekte von tozero, PRUVIA und CAPHENIA zeigen konkrete Umsetzung.
News von Marc Nemitz Marc Nemitz · Burgkirchen, 04. Mai 2026

Der Chemiepark GENDORF in Burgkirchen richtet sich strategisch neu aus: Standortbetreiber InfraServ Gendorf will den traditionsreichen Industriestandort gezielt für Deeptech-Startups und Scaleups öffnen. Ziel ist es, Bayerns größten Chemiepark zu einem zentralen Hub für Zukunftstechnologien weiterzuentwickeln, ohne die bestehende industrielle Basis aufzugeben. Die Ankündigung erfolgte im Beisein von Hubert Aiwanger.

Fokus auf industrielle Skalierung

Im Mittelpunkt der Neuausrichtung steht die gezielte Unterstützung junger Technologieunternehmen beim Übergang von der Entwicklung in die industrielle Produktion. Dafür setzt InfraServ Gendorf auf eine Kombination aus spezialisierter Infrastruktur und umfangreichen Services.

Bereits erste Unternehmen planen konkrete Projekte am Standort: Das Münchener Startup tozero will Lithium-Ionen-Batterien recyceln, während PRUVIA aus Fürth den Bau einer großskaligen Anlage für thermochemisches Recycling vorbereitet. Weitere Ansiedlungen sind geplant.

Startup-Launchpad mit industrieller Infrastruktur

Ein zentrales Element ist das neue "Startup-Launchpad". Herzstück ist die 3.500 Quadratmeter große Fläche "Base ONE", die speziell für Pilotanlagen konzipiert wurde. Wichtige Versorgungsleitungen für Gas, Wasser, Dampf und CO₂ sind bereits vorhanden, sodass Unternehmen schnell mit der Produktion starten können.

Zusätzlich entsteht ein Büro- und Kollaborationsgebäude mit rund 300 Quadratmetern Fläche. Insgesamt bietet der Standort mehr als 250 Dienstleistungen entlang der industriellen Wertschöpfungskette.

Politische Unterstützung und industrielle Erfahrung

Die bayerische Landespolitik sieht in der Initiative einen wichtigen Impuls für die Industrie. Wirtschaftsminister Aiwanger betonte die Bedeutung des Standorts für die Transformation hin zu neuen Technologien und nachhaltigen Industrien.

Auch InfraServ Gendorf verweist auf seine langjährige Erfahrung in der Chemie- und Prozessindustrie als entscheidenden Vorteil. Diese soll Startups dabei helfen, ihre Technologien schneller in den industriellen Maßstab zu überführen.

Weitere Ansiedlungen in Vorbereitung

Mit CAPHENIA gibt es bereits einen weiteren potenziellen Kandidaten für den Standort. Das Unternehmen entwickelt Technologien zur Herstellung von Synthesegas für nachhaltige Kraftstoffe und prüft Gendorf für den Aufbau einer kommerziellen Produktionsanlage im Rahmen des Projekts "BAYSAF".

Die Entscheidung für Gendorf fiel nach einem Auswahlprozess unter mehreren Standorten und basiert insbesondere auf der vorhandenen Infrastruktur sowie der strategischen Ausrichtung auf nachhaltige Industrieprozesse.


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