KI für Fertigungsindustrie

Linexa sammelt 2 Mio. Euro für KI-fähige Fabriken ein

Pre-Seed-Finanzierung, um Europas Fertigungsindustrie KI-fähig zu machen. Die Plattform analysiert komplexe Steuerungssysteme auf Maschinenebene und hilft Unternehmen, Produktionsprozesse transparenter und effizienter zu gestalten.
News von Marc Nemitz Marc Nemitz · München, 22. April 2026

Das Münchner Startup Linexa hat eine Pre-Seed-Finanzierung in Höhe von 2 Millionen Euro abgeschlossen. Die Runde wird von Project A angeführt, beteiligt sind zudem prominente Angel-Investoren wie Festo-CEO Thomas Böck, Celonis-Gründer Bastian Nominacher sowie Christian Schlögel (ehemals Kuka/Körber). Das Kapital soll in den Ausbau der Plattform und den weiteren Teamaufbau fließen.

Alte Steuerungssysteme als Innovationsbremse

Viele europäische Produktionsanlagen basieren auf über Jahrzehnte gewachsenen Steuerungssystemen verschiedener Hersteller. Diese sind oft schwer verständlich, kaum dokumentiert und riskant zu verändern. Anpassungen können zu kostspieligen Produktionsausfällen führen. Ein Grund, warum Digitalisierung und Automatisierung vielerorts stocken.

Eine starke Fertigungsindustrie ist das Rückgrat unseres Wohlstands. Linexa gibt Fertigungsunternehmen die Kontrolle über ihre eigenen Anlagen zurück und stärkt damit deren Wettbewerbsfähigkeit

Viktor Stryczek, Mitgründer und Co-CEO Linexa

KI-Zugang direkt auf Maschinenebene

Linexa setzt genau hier an: Die Plattform analysiert den Steuerungscode direkt auf Maschinenebene, übersetzt ihn in ein einheitliches Datenmodell und macht so die gesamte Produktionslogik erstmals transparent. Auf dieser Basis können KI-Agenten eingesetzt werden, um Prozesse zu optimieren, Risiken frühzeitig zu erkennen und Anpassungen effizient umzusetzen.

Im Unterschied zu vielen bestehenden Lösungen fokussiert sich Linexa nicht auf Sensordaten oder Geschäftsprozesse, sondern auf die zugrunde liegende Steuerungslogik der Maschinen.

Erste Industrieanwendungen im Einsatz

Ein großer deutscher Lebensmittelhersteller nutzt die Plattform bereits, um Produktionsprozesse zu analysieren und Umrüstzeiten zu reduzieren. So können beispielsweise Anpassungen an Produktionslinien schneller und mit geringerem Risiko umgesetzt werden.

Die europäische Fertigung ist unser wirtschaftliches Fundament. Mit Linexa gelingt die Shopfloor-Modernisierung schnell genug, um mit dem globalen Wettbewerb Schritt zu halten. Deshalb haben wir investiert.

Florian Heinemann, General Partner, Project A

Mit Blick auf zunehmenden internationalen Wettbewerb und steigenden Kostendruck positioniert sich Linexa als Technologieanbieter für die Modernisierung bestehender Produktionssysteme. Ziel ist es, europäische Fertigungsunternehmen digital anschlussfähig und langfristig wettbewerbsfähig zu machen.


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