N26 zu Bußgeld verknackt

4,25 Millionen Euro hat die Neobank wegen mangelnder Geldwäschebekämpfung an die Bundesanstalt gezahlt. Den Sonderbeauftragten für Geldwäsche wird die Bank so schnell aber nicht los. 

Im Mai diesen Jahres machte die Bafin es offiziell: Die Bundesanstalt attestierte der Neobank N26 mangelnde Härte in Sachen Geldwäschebekämpfung und schickte einen Sonderbeauftragten zum Fintech. Jetzt hat die Bafin mitgeteilt, dass sie in diesem Zusammenhang ein Bußgeld von 4,25 Millionen Euro verhängte. Die Summe wechselte schon am 14. Juni 2021 ihren Besitzer, die Bafin erklärte die Zahlung für rechtskräftig. Dabei ging es laut N26 um „weniger als 50 verspätet eingereichte“ Verdachtsmeldungen wegen Geldwäsche aus 2019 und 2020. Außerdem seien alle „von der BaFin geforderten Maßnahmen zur Verbesserung von rechtzeitigen Meldungen verdächtiger Aktivitäten“ von N26 umgesetzt worden.

Damit wendet N26 das Schlimmste ab: Die Bafin hatte zwischenzeitlich überlegt, Einschränkungen beim Neugeschäft von N26 vorzunehmen. Das wäre nicht nur für Kundinnen und Kunden den Fintechs schlecht gewesen, sondern vor allem für das Unternehmen selbst. N26 arbeitet seit Längerem an einer neuen Finanzierungsrunde, nach Einschätzungen aus der Finanzwelt könnte damit eine Bewertung von zehn Milliarden Euro einhergehen. Für potenzielle Geldgeber sind Probleme mit der höchsten Finanzaufsicht Deutschlands allerdings weniger attraktiv.

Die Bafin hatte N26 vorgeworfen, in Sachen Geldwäsche- und Terrorismusbekämpfung zu wenig Maßnahmen zu ergreifen und dem Fintech „Defizite sowohl im EDV-Monitoring als auch bei der Identifizierung und Verifizierung“ von Kundinnen und Kunden attestiert. Daraufhin baute N26 seine Firmenstruktur um, ernannte einen Geldwäschebauftragten und erweiterte sein Management um Governance-, Risiko- und Complianceexperten. Ganz von allein kam das Fintech nicht auf die Idee: Die Bafin hatte eine „angemessene personelle und technisch-organisatorische Ausstattung“ in Sachen Geldwäschebekämpfung angeordnet.


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