Neue Infrastruktur für tokenisierte Assets

Paukenschlag in Stuttgart: Boerse Stuttgart Group und Nasdaq kooperieren bei Blockchain-Abwicklung

Boerse Stuttgart Group und Nasdaq bauen Infrastruktur für tokenisierte Wertpapiere. Die Partnerschaft soll Fragmentierung der europäischen Post-Trade-Systeme überwinden.
News von Marc Nemitz Marc Nemitz · Stuttgart, 09. März 2026

Ein bedeutender Schritt für die Digitalisierung der europäischen Kapitalmärkte kommt aus Stuttgart! Die Boerse Stuttgart Group und der globale Börsenbetreiber Nasdaq haben eine strategische Partnerschaft geschlossen. Ziel der Kooperation ist der Aufbau einer paneuropäischen Infrastruktur für den Handel und die Abwicklung tokenisierter Wertpapiere.

Im Zentrum der Zusammenarbeit steht Seturion, die neue digitale Settlement-Plattform der Boerse Stuttgart Group. Nasdaq will künftig seine europäischen Handelsplätze an diese Plattform anbinden, um Transaktionen mit tokenisierten Assets schneller und kosteneffizienter abzuwickeln.

Blockchain-Technologie für effizientere Kapitalmärkte

Seturion wurde als offene Plattform konzipiert, die allen Marktteilnehmern zur Verfügung steht. Sie unterstützt verschiedene Arten tokenisierter Vermögenswerte und kann sowohl öffentliche als auch private Blockchains integrieren. Zudem ermöglicht sie Abwicklungen sowohl über Zentralbankgeld als auch über digitale On-Chain-Zahlungsmittel.

Seturion ist bewusst als offene Industrielösung konzipiert und trägt entscheidend dazu bei, die derzeitige nationale Zersplitterung der europäischen Post-Trade-Infrastruktur zu überwinden und die Basis für einen einheitlichen europäischen Kapitalmarkt zu schaffen.

Matthias Voelkel, CEO der Boerse Stuttgart Group

Durch die Partnerschaft sollen künftig auch die europäischen Handelsplätze von Nasdaq an die Plattform angebunden werden. Zunächst liegt der Fokus auf strukturierten Produkten, langfristig soll jedoch ein breites Ökosystem für tokenisierte Wertpapiere entstehen.

Kampf gegen Fragmentierung der europäischen Post-Trade-Infrastruktur

Die europäische Kapitalmarktinfrastruktur ist im sogenannten Post-Trade-Bereich (also nach dem eigentlichen Handel) stark fragmentiert. Nationale Systeme und verschiedene Anbieter führen häufig zu hohen Kosten, komplexen Prozessen und langen Abwicklungszeiten.

Mit Seturion wollen die Partner diese Strukturen modernisieren. Die Plattform nutzt Blockchain-Technologie, bleibt jedoch vollständig kompatibel mit europäischen regulatorischen Rahmenwerken wie MiFID II und dem DLT Pilot Regime.

Stuttgart als Treiber für digitale Finanzmarktinfrastruktur

Für Matthias Voelkel, CEO der Boerse Stuttgart Group, ist die Partnerschaft ein entscheidender Schritt hin zu einem einheitlichen europäischen Kapitalmarkt. Seturion sei bewusst als offene Industrielösung entwickelt worden, um die nationale Zersplitterung der Infrastruktur zu überwinden.

Auch Lidia Kurt, CEO von Seturion, sieht in der Plattform einen grundlegenden Technologiesprung: Die bisherige Post-Trade-Infrastruktur sei nicht für eine digitale Welt konzipiert. Durch den Einsatz moderner Technologie könnten Reibungsverluste reduziert und Prozesse deutlich effizienter gestaltet werden.

Diese Partnerschaft baut auf unserer umfassenderen Vision für die Zukunft der Marktinfrastruktur auf, die kontinuierliche Aktivität in den Bereichen Handel, Clearing, Abwicklung, Risikomanagement und Collateral umfasst.

Roland Chai, President European Market Services und Head of Digital Assets Nasdaq

Aus Sicht von Roland Chai, President European Market Services und Head of Digital Assets bei Nasdaq, eröffnet die Tokenisierung neue Möglichkeiten, Ineffizienzen in Wertpapierabwicklung und Handelsprozessen zu beseitigen, ohne dabei Stabilität, Vertrauen und regulatorische Standards zu gefährden.

Aufbau eines europaweiten Ökosystems

Langfristig wollen Boerse Stuttgart Group und Nasdaq gemeinsam ein Netzwerk aus Emittenten, Brokern und Finanzinstituten aufbauen, das den Handel und die Abwicklung tokenisierter Wertpapiere europaweit ermöglicht.

Die Kooperation gilt als wichtiger Schritt, um die Infrastruktur der Kapitalmärkte an das digitale Zeitalter anzupassen und könnte den Weg für eine neue Generation blockchainbasierter Finanzmarktservices in Europa ebnen.


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