Pleo wird zum Unicorn – und expandiert groß in Deutschland

Das dänische Fintech wird mit 1,7 Milliarden US-Dollar bewertet. Das Büro in Berlin will das Start-up verdoppeln und sieht die Bundesrepublik in einer Schlüsselrolle. 

Das dänische Fintech Pleo setzt darauf, dass die meisten Menschen genervt sind, wenn sie mal wieder ihre Spesenabrechnungen machen müssen. Die Hoffnung ist, dass es in vielen Unternehmen immer noch recht bürokratisch läuft, viele Mails getauscht werden und am Ende Mitarbeitende länger darans sitzen als sie sollten. Pleo will das mit einer „smarten” Kreditkarte und einer Buchhaltungssoftware lösen und konnte nun erneut Investoren überzeugen. 

In einer Series-C-Finanzierungsrunde hat Pleo 150 Millionen US-Dollar eingesammelt und wird nun mit 1,7 Milliarden US-Dollar bewertet. Damit steigt das Start-up als erstes dänisches Unternehmen in dieser Finanzierungsphase zum Unicorn auf, also zu einer Firma, die mehr als eine Milliarde Euro wert ist. Angeführt haben die Finanzierungsrunde die US-Investoren Thrive Capital und Bain Capital Ventures. Insgesamt stecken nun mehr als 200 Millionen US-Dollar an Fremdkapital in der Firma. 

Das Geld soll, wie meist bei Finanzierungsrunden, natürlich ins Team und auch ins Produkt fließen. Pleo will damit zusätzlich stark expandieren und seine Mitarbeiterzahl in Berlin von aktuell 40 auf 80 verdoppeln. Die Bundesrepublik gilt nämlich als Schlüsselstandort für das Unternehmen. 1600 der 17.000 Unternehmenskunden hat es hierzulande und 200 kommen jeden Monat dazu, was etwa 25 Prozent des Neugeschäfts von Pleo ausmacht. Neben Großbritannien ist Deutschland aktuell der zweitgrößte von insgesamt sechs Märkten, in denen das Fintech vertreten ist. 

Berlin als Standort soll zudem zu einem sogenannten „Hub” werden, aus dem das Unternehmen heraus auch die Expansion in andere Länder wie Österreich begleiten will. Zuletzt kamen mit Arun Mani als Chief Revenue Officer und Haresh Bajaj als Vice President Product Growth bereits zwei hochrangige Führungskräfte von Pleo nach Berlin, bald soll noch ein Dritter folgen. 

„Die Zukunft der Arbeit gibt Mitarbeitern die nötigen Werkzeuge an die Hand, um effektiv, produktiv und erfolgreich zu sein. Pleo hat diesen entscheidenden Wandel für moderne Unternehmen in Richtung Mitarbeiterzentrierung früh verstanden”, lobt Keri Gohman, Partner bei Bain Capital Ventures.

Kareem Zaki, General Partner at Thrive Capital, sagt: „Pleo hat bereits die Art und Weise von mehr als 17.000 Unternehmen verändert, wie diese ihre Ausgaben verwalten. Das spart ihnen Zeit und senkt die Kosten, während die Transparenz erhöht wird. Wir freuen uns, eng mit dem Team von Pleo zusammenzuarbeiten und dabei zu helfen, die nächste Wachstumsphase des Unternehmens voranzutreiben.”


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