Seawater Cubes sammelt 2,4 Millionen Euro ein

Das Start-up konnte im Rahmen seiner Series-A-Runde zwei Investoren von sich überzeugen. Nun hat die Firma den Markteintritt und erste Pilotprojekte im Fokus.

Das Saarbrücker Start-up Seawater Cubes GmbH hat bei einer Series-A-Runde Finanzierungen in Höhe von 2,4 Millionen Euro einwerben können. Die Firma will mit seiner Kreislaufanlage im Container eine vollautomatisierte und nachhaltige Fischzucht im Inland möglich machen. Das Geld kommt von den beiden Heidelberger Firmen Vier Wände und Bliss Holding. Beide sind im Gastronomiegeschäft tätig. Sie sollen das Unternehmen nun beim Aufbau erster Pilotstandorte und der Entwicklung eines Franchisesystems für die Fischvermarktung unterstützen.

Seawater Cubes gibt an, in Zukunft weitere Forschung zur Anpassung der Technik für „exotische Fischarten“ betreiben zu wollen. Außerdem will die Firma ein Franchisesystem aufbauen und in die Entwicklung der Serienreife ihres Produktes investieren. In den nächsten Jahren will sich das Unternehmen nun am Markt positionieren – und das national und international. Allein in Deutschland, auf dem aktuell der Fokus liegt, sollen in den kommenden fünf Jahren bis zu 120 Meeresfischzuchtanlagen entstehen. Bei Arten wie Wolfsbarsch und Dorade soll schließlich ein Marktanteil von zehn Prozent erreicht werden. Erste Kunden zur Umsetzung von Pilotprojekten ab 2022 seien bereits gefunden worden, erklärt das Unternehmen.

„Der Klimawandel hat uns dieses Jahr wieder mit aller Härte gezeigt, dass ein Umdenken in der Gesellschaft in Bezug auf unseren Ressourcenverbrauch dringend nötig ist. Es braucht neue Ansätze, wie Lebensmittel produziert und eingekauft werden, und vor allem bedarf es eines bewussteren Konsums der Verbraucher“, sagt Carolin Ackermann, Gründerin und CEO der Seawater Cubes. Diese Ziel wolle die Firma durch Information und Transparenz erreichen. „Wir kämpfen seit 4 Jahren für unsere Vision der regionalen Meeresfischzucht und sind erleichtert, mit der neuen Finanzierung nun die Basis für unseren Markteintritt gelegt zu haben.“ Für Hardware-Start-ups sei es in Deutschland nämlich aktuell nicht einfach, an Kapital zu kommen.

Ziel der Firma ist es, eine regionale Versorgung mit frischem Meeresfisch zu ermöglichen. Die Gründer Carolin Ackermann, Christian Steinbach und Kai Wagner haben dafür eine vollautomatisierte und kompakte Fischzuchtanlage entwickelt, mit der Meeresfisch umweltfreundlich und unter kontrollierten Bedingungen gezüchtet werden kann – und das fernab der Meere. Die Idee hatte das Team während seiner Forschungstätigkeit an der HTW Saar entwickelt. Ein Prototyp der Anlage konnte zwischen 2017 und 2021 erfolgreich gebaut und betrieben werden. Geholfen dabei hat das Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie.


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