Shell kauft Next Kraftwerke

Der Energieriese übernimmt das 2009 gegründete Kölner Start-up für eine unbekannte Summe. Für die Mitarbeiter hat Shell schon Pläne. 

In einem roten Backsteinhaus in Ehrenfeld hatten die Gründer Jochen Schwill und Hendrik Sämisch in den vergangenen Jahren an ihrer Vision für die Stromerzeugung der Zukunft getüftelt – und mit ihrer Idee nun sogar den britisch-niederländischen Konzern Shell überzeugt. Der Energieriese kauft das Kölner Start-up zu einer nicht bekannten Summe, dürfte aber einen hohen zweistelligen oder sogar dreistelligen Millionenbetrag hingeblättert haben. 

Die 180 Mitarbeiter, die aktuell bei Next Kraftwerke beschäftigt sind, wird Shell eigenen Angaben zufolge übernehmen, das virtuelle Kraftwerk soll zudem größtenteils eigenständig unter der bisherigen Führung bleiben. Die bisherigen Gesellschafter geben ihre Anteile ab, darunter die Gründer Hendrik Sämisch und Jochen Schwill, sowie der High-Tech Gründerfonds

Next Kraftwerke will die Nachteile der erneuerbaren Energieerzeugung ausmerzen, in dem es Kapazitäten bündelt. Denn der große Nachteil an erneuerbaren Ressourcen war immer, dass man auf die Natur angewiesen ist. Doch was tun, wenn kein Wind weht oder die Sonne nicht scheint? 

Next Kraftwerke steuert über ein virtuelles Kraftwerk mehr als 10.000 dezentrale Energieanlagen und kann sie von Köln aus aktivieren oder deaktivieren. Weht etwa kein Wind, fährt Next Kraftwerke die verknüpften Biogasanlagen hoch. Den erzeugten Strom verkauft es dann über die Strombörse. 

Hendrik Sämisch, Gründer und Geschäftsführer von Next Kraftwerke, sagt zur Übernahme: „Der Zusammenschluss von Shell und Next Kraftwerke wird dazu beitragen, den Weg in ein dekarbonisiertes Energiesystem zu beschleunigen, da er es uns dank der Synergien im Stromhandel und Risikomanagement erlaubt, von der erwarteten rasch ansteigenden Nachfrage nach Handelsverträgen für Erneuerbare Energien zu profitieren.“


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