Enterprise AI

Unframe sammelt weitere 50 Millionen US-Dollar ein

Unframe erreicht 100 Mio. US-Dollar Auftragsvolumen in nur zwölf Monaten. Jetzt hat das Enterprise-KI-Startup weitere 50 Mio. US-Dollar in einer Series-B-Runde eingesammelt.
News von Marc Nemitz Marc Nemitz · Berlin, 19. Mai 2026

Das Enterprise-KI-Unternehmen Unframe hat innerhalb von nur zwölf Monaten ein Auftragsvolumen (Total Contract Value, TCV) von 100 Millionen US-Dollar erreicht. Parallel dazu schließt das Unternehmen eine weitere Series-B-Finanzierungsrunde über 50 Millionen US-Dollar ab. Die Runde wird von Highland Europe angeführt. Ebenfalls beteiligt sind die bestehenden Investoren Bessemer Venture Partners, Craft Ventures, TLV Partners, Third Point Ventures, Cerca Partners und Vintage Investment Partners.

Damit steigt die Gesamtfinanzierung des 2024 gegründeten Startups auf insgesamt 100 Millionen US-Dollar.

Enterprise-KI scheitert häufig an der Umsetzung

Der Markt für Enterprise-KI wächst rasant, aber viele Unternehmen kämpfen weiterhin damit, KI-Projekte tatsächlich produktiv in ihre Geschäftsprozesse zu integrieren. Laut Unframe scheitern viele Initiativen an der Lücke zwischen Pilotprojekten und operativer Skalierung. Zwar investieren Unternehmen massiv in KI, konkrete produktionsreife Anwendungen entstehen jedoch häufig nur langsam.

Hier sieht Unframe eine Möglichkeit für die eigene Plattform.

Maßgeschneiderte KI-Lösungen

Unframe entwickelt eine sogenannte Managed-AI-Delivery-Plattform, die individuelle KI-Anwendungsfälle für Unternehmen innerhalb weniger Tage produktionsreif umsetzen soll. Die Plattform integriert sich direkt in bestehende KI-Programme, Datenstrukturen und Kernsysteme der Kunden. Dabei setzt Unframe auf offene Infrastruktur und eine modulare Plattform namens "The Framery".

Die Lösungen können sowohl in der Cloud, On-Premises als auch als vollständig verwaltete SaaS-Lösung betrieben werden. Dazu ist keine Bindung an ein bestimmtes Large Language Model notwendig.

Hohe Kundendynamik und starke Umsatzbindung

Das Wachstum basiert laut Unternehmen auf einem bestimmten Muster. Kunden identifizieren operative Engpässe, bringen den Use Case zu Unframe und erhalten innerhalb kurzer Zeit eine individuell entwickelte KI-Lösung.

Anschließend werden die Anwendungen häufig auf weitere Teams und Geschäftsbereiche ausgeweitet. Ein zentraler Indikator dafür sei die Net Revenue Retention von 400 Prozent.

Neues Kapital fließt in Skalierung und Plattformausbau

Mit der neuen Finanzierung will Unframe seine Delivery-Kapazitäten ausbauen, weitere Investitionen in die Plattform tätigen und das Senior-Leadership-Team verstärken.

Dieser Meilenstein von 100 Millionen US-Dollar TCV innerhalb von zwölf Monaten beweist, dass Unternehmen schnell handeln, wenn sie ein Delivery-Modell haben, das auf ihre tatsächliche Arbeitsweise ausgelegt ist.

Shay Levi, CEO und Co-Gründer von Unframe

CEO Shay Levi erklärt, dass viele Unternehmen über eine große Zahl hochrelevanter KI-Anwendungsfälle verfügten, bislang jedoch keine geeigneten Umsetzungsmodelle hätten. COO Larissa Schneider betont insbesondere die Geschwindigkeit der Implementierung als entscheidenden Wettbewerbsvorteil.

Investoren sehen wachsenden Bedarf an produktionsreifer KI

Auch die Investoren sehen enormes Marktpotenzial für produktionsreife Enterprise-KI-Lösungen.

Die Skalierung von KI erfordert einen intelligenten Mix aus ‚Build, Buy oder Borrow‘. Für uns bietet Unframe einen klaren ‚Buy‘-Ansatz mit wiederverwendbaren Grundlagen, die den Weg zu echtem Business-Impact erheblich verkürzen

Phillip Lockhard, Chief Digital Officer & Partner Credera

Jacob Bernstein hebt hervor, dass viele Unternehmen zwar zahlreiche KI-Ideen hätten, die tatsächliche operative Umsetzung jedoch häufig scheitere. Unframe adressiere genau diese Lücke, indem das Unternehmen individuelle KI-Lösungen innerhalb weniger Wochen produktiv einsetze.

International aufgestellt

Unframe wurde 2024 von Shay Levi, Larissa Schneider und Adi Azarya gegründet. Das Unternehmen verfügt heute über Standorte in Kalifornien, Tel Aviv und Berlin.


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