Cambridge Aerospace sammelt 300 Mio. US-Dollar ein und erreicht 3,4 Mrd. US-Dollar Bewertung
Das britische DefenceTech-Unternehmen Cambridge Aerospace hat nur wenige Monate nach seiner Series B eine Series-C-Finanzierungsrunde über 300 Millionen US-Dollar abgeschlossen. Die Bewertung steigt damit auf 3,4 Milliarden US-Dollar. Mit dem Kapital will das Unternehmen vor allem seine Produktionskapazitäten ausbauen, bestehende Aufträge bedienen und die Entwicklung neuer Luftverteidigungssysteme beschleunigen.
DFJ Growth führt Series C an
Angeführt wird die Finanzierungsrunde von DFJ Growth. Darüber hinaus beteiligen sich Lux, Accel, Lakestar, Never Lift, Ora Global sowie Elad Gil & Co.
Bemerkenswert ist vor allem die Geschwindigkeit der Entwicklung. Erst im April 2026 hatte Cambridge Aerospace eine Series B über 200 Millionen US-Dollar bei einer Bewertung von 1,3 Milliarden US-Dollar abgeschlossen. Innerhalb weniger Monate hat sich die Unternehmensbewertung damit mehr als verdoppelt.
Großaufträge vom britischen Verteidigungsministerium
Seit der Series B konnte sich Cambridge Aerospace mehrere Aufträge des britischen Verteidigungsministeriums sichern. Dazu gehört die Bereitstellung kostengünstiger Abfangsysteme für die britischen Streitkräfte. Zudem ist das Unternehmen am im Juli angekündigten Programm Low-Cost Effectors & Autonomous Platforms (LEAP) beteiligt.
Ein zentraler Bestandteil des Portfolios ist Skyhammer, ein kostengünstiges Abfangsystem zur Bekämpfung von Drohnen und anderen Bedrohungen aus der Luft. Mit Starhammer befindet sich bereits das nächste Produkt in der Entwicklung, das 2027 auf den Markt kommen soll.
Von der Gründung zum Milliardenunternehmen in weniger als zwei Jahren
Cambridge Aerospace wurde vor weniger als zwei Jahren gegründet und beschäftigt inzwischen mehr als 250 Mitarbeitende. Rund zwei Drittel davon arbeiten in technischen und ingenieurwissenschaftlichen Funktionen.
Hinter dem Unternehmen stehen CEO Professor Steven Barrett, CCO Chris Sylvan und Unternehmer Junaid Hussain. Neben Großbritannien ist Cambridge Aerospace bereits in Deutschland, Polen, Norwegen, der Ukraine und Australien vertreten.
Mit den zusätzlichen 300 Millionen US-Dollar soll nun insbesondere die Fertigung deutlich hochgefahren werden. Gleichzeitig will das Unternehmen seine Belegschaft weiter vergrößern und neue Technologien für die Luftverteidigung entwickeln.
Deutschland investiert lieber in Fregatten und Panzer
Spannend ist das vor allem, wenn man bedenkt, dass heute zeitgleich Vorwürfe gegen den deutschen Verteidigungsminister Boris Pistorius laut werden, dass dieser 700 Milliarden vor allem in veraltete Militärtechnik wie Panzer und Fregatten investieren würde. Dabei gibt es gerade die Möglichkeit freiwillige Combat-Medics über ihre Fronterfahrungen in der Ukraine zu befragen. Die Diskussion, was eine einfache Glasfaserdrohne für circa 1500.- € mit einem 25.000.000.- LEO anstellen kann, muss endlich auch in der Bundesrepublik geführt werden.

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