Gründerwasen 2026 bringt Baden-Württembergs Startup-Szene ins Festzelt
Business-Konferenz trifft Cannstatter Volksfest: Am 7. Oktober 2026 bringt Startup Stuttgart e.V. mit dem Gründerwasen zum zweiten Mal Gründer, Investoren, Mittelstand, Hochschulen und Politik in der Almhütte Royal zusammen. Nach dem erfolgreichen Auftakt 2025 soll das Format in diesem Jahr weiter wachsen. Erwartet werden mehr als 1.500 Teilnehmer. Auf dem Programm stehen Thementische, Job-Matching, eine Pitch Parade mit 30 Startups und ein gemeinsames Abendprogramm.
Statt klassischem Konferenzzentrum setzt Startup Stuttgart auf Biertische und Festzelt. Das gesamte Startup-Ökosystem Baden-Württembergs soll für einen Tag an einem Ort zusammenkommen und dabei Wissenstransfer, Geschäftskontakte und Volksfest miteinander verbinden.
Nach erfolgreicher Premiere geht der Gründerwasen in die nächste Runde
Bereits 2025 feierte der Gründerwasen seine Premiere und entwickelte sich zu einem erfolgreichen Treffpunkt der regionalen Startup-Szene. Nun geht das Format in die nächste Runde und wird deutlich größer gedacht. Am Mittwoch, 7. Oktober, öffnet die Almhütte Royal auf dem Cannstatter Volksfest ihre Türen für das Startup-Ökosystem. Veranstalter ist der Startup Stuttgart e.V.
Die Organisatoren greifen dabei bewusst die historische Funktion des Cannstatter Volksfestes auf. Als das Fest 1818 gegründet wurde, stand nicht allein die Unterhaltung im Mittelpunkt. Es sollte auch Landwirtschaft, Handel und wirtschaftlichen Austausch fördern. Bauern, Händler und Handwerker kamen zusammen, tauschten Wissen aus und präsentierten neue Entwicklungen. Mehr als 200 Jahre später soll der Biertisch nun gewissermaßen zum Open-Innovation-Format werden.
Acht Themencluster vom Investment bis DeepTech
Der Nachmittag ist zunächst als Wissensforum konzipiert. An verschiedenen Thementischen sollen Experten und Teilnehmer konkrete Fragestellungen diskutieren.Insgesamt sind acht Themencluster vorgesehen: Finanzierung und Investment, E-Commerce, Künstliche Intelligenz, Startup × Mittelstand, Entrepreneurship Education, Handwerk meets Startup, Climate-, Green- & BioTech sowie Deep Tech & Future Industries.
Als Cluster Hosts sind unter anderem Gründerbank Stuttgart, Börse Stuttgart, Bürgschaftsbank Baden-Württemberg, NXTGN, Mätch.vc, Blockbrain.ai und der Stuttgarter Klima-Innovationsfonds angekündigt. Das Format soll dabei stärker auf Austausch als auf klassische Frontalvorträge setzen. Sogenannte Table Captains moderieren die Gespräche direkt an den jeweiligen Tischen.
30 Startups gehen auf die Pitch-Bühne
Ab 16 Uhr wird es für die teilnehmenden Gründer konkreter. Bei der Startup Pitch Parade präsentieren sich 30 Startups in drei Tracks. Anschließend folgt ein Finale. Das Format wird von Start-up BW unterstützt. Damit erhält der Gründerwasen neben Networking und Wissensaustausch auch einen klassischen Pitch-Baustein, über den junge Unternehmen ihre Geschäftsmodelle vor Investoren, Unternehmen und anderen Akteuren des Ökosystems präsentieren können.
Zuvor findet ab 14 Uhr zusätzlich ein Job-Matching-Event statt, das von NXTGN gehostet und von Start-up BW unterstützt wird.
Wirtschaft, Startups und Politik an einem Tisch
Auch Vertreter aus Wirtschaft und Politik haben sich für den Gründerwasen angekündigt. Zu den Special Guests gehören Baden-Württembergs Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut, Stuttgarts Oberbürgermeister Dr. Frank Nopper und David Reger, Gründer und CEO des Robotikunternehmens NEURA Robotics.
Startup Stuttgart will nicht ausschließlich Gründer untereinander vernetzen, sondern Startups mit Mittelstand, Kapitalgebern, Hochschulen und politischen Entscheidungsträgern zusammenbringen. Das ist insbesondere für Baden-Württemberg relevant. Die Region verfügt über eine starke industrielle Basis und zahlreiche Hochschulen und Forschungseinrichtungen. Für Startups können etablierte Unternehmen deshalb nicht nur potenzielle Kunden sein, sondern auch Entwicklungspartner und Türöffner in industrielle Märkte.
Ab 19 Uhr wird aus der Business-Konferenz schließlich endgültig ein Gründerwasen. Networking und Party sollen die Teilnehmer auch abseits des offiziellen Programms miteinander ins Gespräch bringen. Um 21 Uhr ist ein Main Act vorgesehen, anschließend geht es ab 22 Uhr mit einer After-Party im Royal 1850 weiter.
Das Festzelt als Gegenentwurf, getragen von Karin Pfisterer und Johannes Ellenberg
Wo sonst Panel auf Panel und Vortrag auf Vortrag folgt, soll beim Gründerwasen ein großer Teil des Austauschs unmittelbar am Tisch stattfinden. Das kann für das regionale Ökosysteme im Kessel interessant sein. Denn dessen Stärke bemisst sich nicht allein daran, wie viele Startups, Investoren oder Förderprogramme vorhanden sind. Entscheidend ist auch, wie häufig diese Akteure tatsächlich miteinander in Kontakt kommen.
Der Gründerwasen wird maßgeblich durch das Powercouple Karin Pfisterer und Johannes Ellenberg samt Team getragen. Schon 2025 ist es ihnen gelungen einen Ort zu schaffen, an dem die Grenzen zwischen Konferenz, Networking und gesellschaftlichem Ereignis verschwimmen.
Für 2026 steht deshalb die Frage im Raum, ob sich aus dem ungewöhnlichen Format eine feste Institution im baden-württembergischen Startup-Kalender entwickeln kann. Mehr als 1.500 erwartete Gründer und Unterstützer sind dafür zumindest eine großartige Ausgangsbasis.
Alle weiteren Informationen und Tickets gibt es in der Startbase-Eventdatenbank!

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