Isomorphic Labs sammelt 2,1 Milliarden US-Dollar in Series-B ein
Das KI-Biotech-Unternehmen Isomorphic Labs hat eine Series-B-Finanzierungsrunde über 2,1 Milliarden US-Dollar abgeschlossen. Die Runde wird von Thrive Capital angeführt. Ebenfalls beteiligt sind die bestehenden Investoren Alphabet und GV sowie neue Geldgeber wie MGX, Temasek, CapitalG und der UK Sovereign AI Fund.
Mit dem Kapital will Isomorphic Labs seine KI-gestützte Drug-Discovery-Plattform massiv ausbauen, die globale Expansion vorantreiben und die Entwicklung eigener Wirkstoffprogramme beschleunigen.
Medikamentenentwicklung ist der nächste Milliardenmarkt für KI
Während generative KI bislang vor allem mit Chatbots und Produktivitätstools verbunden wurde, entwickelt sich Drug Discovery zunehmend zu einem der strategisch wichtigsten KI-Märkte weltweit. Isomorphic Labs wurde 2021 gegründet und wird von Demis Hassabis geführt. Dieser ist vor allem als Mitgründer von DeepMind bekannt und einer der prägendsten Figuren der modernen KI-Forschung.
Die Vision des Unternehmens geht weit über klassische Software hinaus: Mithilfe eigener KI-Modelle soll die Entwicklung neuer Medikamente fundamental beschleunigt werden.
KI-Drug-Engine soll Forschung radikal beschleunigen
Im Zentrum der Strategie steht die firmeneigene Plattform "IsoDDE". Dabei handelt es sich um eine KI-Drug-Design-Engine, die biologische Systeme analysiert und potenzielle Wirkstoffkandidaten identifizieren kann. Laut Unternehmen sollen dadurch neue Medikamente deutlich schneller, präziser und effizienter entwickelt werden können als mit traditionellen Forschungsprozessen.
Jetzt, da wir gezeigt haben, dass unser Ansatz grundsätzlich funktioniert, liegt unser Fokus darauf, die Technologie auf ihr volles Potenzial zu skalieren.
Demis Hassabis, CEO Isomorphic Labs sammelt 2,1 Milliarden US-Dollar in Series-B ein
Auch Präsident Max Jaderberg betont die Geschwindigkeit der Plattform: "Unsere Drug-Design-Engine funktioniert - und sie gibt uns einen wiederholbaren Weg, neue Medikamente für eine Vielzahl von Krankheiten zu entwickeln."
Partnerschaften mit Pharma-Giganten
Isomorphic Labs arbeitet bereits mit einigen der größten Pharmakonzerne der Welt zusammen. Dazu gehören unter anderem Novartis, Eli Lilly and Company und Johnson & Johnson. Diese Partnerschaften gelten als wichtiger Validierungsfaktor für den Ansatz des Unternehmens und zeigen, wie stark die Pharmaindustrie inzwischen auf KI-Technologien setzt.
Die Größenordnung der Finanzierungsrunde unterstreicht gleichzeitig, wie strategisch relevant KI für die Zukunft der globalen Gesundheitsindustrie geworden ist. Investoren sehen in KI-gestützter Medikamentenentwicklung nicht nur einen Effizienzgewinn, sondern potenziell einen kompletten Paradigmenwechsel in Forschung und klinischer Entwicklung. Joshua Kushner, Gründer von Thrive Capital, spricht von einer "neuen Ära der Medikamentenentwicklung".
Europas Antwort auf die KI-Biotech-Offensive aus den USA
Mit Hauptsitz in London sowie Standorten in Cambridge (Massachusetts) und Lausanne positioniert sich Isomorphic Labs zunehmend als europäischer Gegenpol zu den großen amerikanischen KI-Biotech-Playern. Eine durchaus positive Nachricht, wenn man bedenkt, dass es in den letzten Tagen, insbesondere von BioNTech und Curavec Berichte über Werksschließungen in Deutschland gab.
Das Unternehmen kombiniert dabei modernste KI-Forschung mit Biologie, Chemie und klinischer Entwicklung, ein Bereich, der in den kommenden Jahren zu den kapitalintensivsten Technologiemärkten weltweit gehören dürfte. Die aktuelle Finanzierung zählt bereits jetzt zu den größten KI-Biotech-Runden Europas überhaupt.

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