conmeet sammelt 6 Millionen Euro ein
Das Borkener ConstructionTech-Startup conmeet hat nur sechs Monate nach seiner Pre-Seed-Runde eine überzeichnete Seed-Finanzierung über 6 Millionen Euro abgeschlossen. Angeführt wird die Runde gemeinsam von Reimann Investors Venture Capital und Smedvig Ventures. Auch May Ventures, Lead-Investor der Pre-Seed-Finanzierung, beteiligt sich erneut. Mit dem frischen Kapital will das Unternehmen seine Expansion im DACH-Raum beschleunigen, das Produkt weiterentwickeln und sein Team gezielt ausbauen.
KI statt Insellösungen
Handwerks- und Bauunternehmen kämpfen seit Jahren mit einer Vielzahl voneinander getrennter Softwarelösungen. Kalkulation, Einkauf, Disposition, Baustellensteuerung, Controlling und Abrechnung laufen häufig über unterschiedliche Systeme, wodurch Medienbrüche, doppelte Dateneingaben und fehlende Transparenz entstehen.
Genau hier setzt conmeet an. Das Startup entwickelt ein zentrales KI-Steuerungssystem, das sämtliche Unternehmensprozesse auf einer gemeinsamen Datenbasis zusammenführt. Von der ersten Kundenanfrage über Materialbeschaffung und Baustellenmanagement bis hin zur Rechnungsstellung sollen alle Abläufe in einer einzigen Plattform gesteuert werden.
KI als zentraler Bestandteil der Plattform
Im Unterschied zu vielen bestehenden Lösungen versteht sich conmeet nicht als weiteres Software-Tool, sondern als vollständig integriertes Betriebssystem für Handwerks- und Bauunternehmen. Die Plattform wurde von Beginn an für den Einsatz von Künstlicher Intelligenz entwickelt.
Bereits heute automatisiert die Software wiederkehrende Prozesse. Perspektivisch sollen KI-Agenten innerhalb definierter Freigaben eigenständig Aufgaben übernehmen, Entscheidungen vorbereiten und komplette Prozessketten automatisieren. Damit will conmeet den steigenden Anforderungen durch Fachkräftemangel, Dokumentationspflichten und wachsende Projektkomplexität begegnen.
Gründer verbinden Branchenwissen mit Skalierungserfahrung
Gegründet wurde conmeet Mitte 2023 von Benedikt Kisner, Leandro Ananias und Lennart Eckerlein. Das Unternehmen entwickelte seine Plattform zunächst zwei Jahre lang eigenfinanziert.
CEO Benedikt Kisner bringt umfangreiche Skalierungserfahrung mit und baute zuvor die netgo group auf mehr als 1.300 Mitarbeitende aus. Lennart Eckerlein führte selbst ein mittelständisches Handwerksunternehmen und kennt die täglichen Herausforderungen der Zielgruppe aus eigener Erfahrung. CTO Leandro Ananias verantwortet die technische Plattformarchitektur und das KI-fähige Datenmodell.
Investoren setzen auf vertikale KI-Software
Für die Investoren ist insbesondere die Kombination aus tiefem Branchenverständnis und moderner KI-Architektur entscheidend. Reimann Investors sieht im Handwerk und Bau einen der größten vertikalen Softwaremärkte Europas, der sich nicht mit generischen Lösungen bedienen lasse. Smedvig Ventures hebt insbesondere das Potenzial hervor, mit einer KI-zentrierten Plattform einen bislang kaum digitalisierten Markt grundlegend zu verändern.
Mit der neuen Finanzierung will conmeet nun seine Position als zentrale Unternehmensplattform für Handwerks- und Bauunternehmen ausbauen und den nächsten Wachstumsschritt im deutschsprachigen Markt einleiten.

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