Andreas W. Herb investiert 500.000 Euro in IRISgo
Der Unternehmer und "Die Höhle der Löwen"-Juror Andreas W. Herb investiert 500.000 Euro in IRISgo. Nach den Verhandlungen im Anschluss an die TV-Aufzeichnung haben sich Herb und die beiden Gründer Fabian Christmann und Manuel Laurice Borer endgültig auf eine Zusammenarbeit verständigt. Für Herb ist es nach eigenen Angaben das bislang größte Investment seiner noch jungen Zeit als "Löwe". Gemeinsam wollen die Partner zunächst das Geschäft in Deutschland, Österreich und der Schweiz ausbauen und anschließend weitere internationale Märkte erschließen.
Patentierter Verschluss für Thermobecher
IRISgo entwickelt hochwertige Thermobecher, deren Besonderheit ein patentierter Irisverschluss ist. Im Mittelpunkt des Sortiments steht der IRISgo Cup Flow aus Edelstahl. Der Verschluss ermöglicht es, den Becher mit einer Hand zu öffnen und wieder sicher zu verschließen. Hinzu kommen eine doppelte Isolierung und ein auf Wiederverwendbarkeit ausgelegtes Produktkonzept. Produziert wird der Becher nach Angaben des Unternehmens in Swiss-Made-Qualität.
Man sieht sie und fragt sich eigentlich sofort, warum es das nicht schon längst gibt.
Andreas W. Herb
Für Herb war insbesondere die Kombination aus einem unmittelbar verständlichen Kundennutzen und einer technisch geschützten Lösung ausschlaggebend. Eine einfach zu vermittelnde Idee, die gleichzeitig technisch anspruchsvoll und geschützt sei, biete aus seiner Sicht eine interessante Grundlage für den weiteren Unternehmensaufbau.
Deal aus DHDL wird abgeschlossen
Die Zusage für das Investment erfolgte zunächst im Rahmen der TV-Aufzeichnung. Wie bei den dort vereinbarten Deals üblich, folgten anschließend weitere Gespräche zwischen Investor und Gründern. Diese sind inzwischen abgeschlossen. Herb investiert tatsächlich 500.000 Euro in das Unternehmen. Wie hoch seine Beteiligung an IRISgo im Gegenzug ausfällt, geht aus der Mitteilung nicht hervor.
Nach Angaben des Investors befinden sich beide Seiten bereits in der operativen Zusammenarbeit. Neben dem Produkt hätten ihn dabei insbesondere die beiden Gründer überzeugt. Christmann und Borer bezeichnet Herb als "echte Macher", die ihr Produkt selbst entwickelt, getestet und kontinuierlich verbessert hätten.
Herb will sich operativ einbringen
Herb versteht sein Engagement bei IRISgo nicht als rein finanzielles Investment. Der Unternehmer will sich nach eigenen Angaben aktiv am Aufbau des Geschäfts beteiligen. Dazu gehören insbesondere die Weiterentwicklung des Vertriebs und der Marke sowie die Nutzung seines Netzwerks für neue Geschäftsmöglichkeiten.
"Ich möchte nach einem Investment nicht zweimal im Jahr eine Präsentation mit Zahlen bekommen", sagt Herb. Ihn reize vielmehr die direkte Zusammenarbeit mit den Gründern und die Frage, wie aus einem einzelnen erfolgreichen Produkt ein größeres Unternehmen entstehen könne. Für IRISgo bedeutet der Deal damit neben dem zusätzlichen Kapital auch Zugang zu Herbs unternehmerischer Erfahrung und Kontakten.
DACH-Region ist der erste Wachstumsmarkt
Im ersten Schritt konzentrieren sich die Partner auf Deutschland, Österreich und die Schweiz. Dort sollen Vertrieb und Markenbekanntheit von IRISgo weiter ausgebaut werden. Langfristig reichen die Pläne jedoch über die DACH-Region hinaus. Herb sieht den Thermobecher als Produkt, das sich grundsätzlich auch in anderen internationalen Märkten positionieren lässt.
"Wir denken bei IRISgo von Beginn an international", sagt Herb. Die zugrunde liegende Produktidee adressiere kein regional begrenztes Problem.
Welche Länder nach der DACH-Region konkret erschlossen werden sollen und in welchem Zeitraum die Expansion erfolgen soll, nennt das Unternehmen bislang nicht.
Für das Startup beginnt nach dem erfolgreichen Abschluss der Verhandlungen nun die entscheidende Phase. Die Kombination aus patentiertem Produkt und prominenter TV-Präsenz schafft Aufmerksamkeit, muss sich aber in nachhaltiges Wachstum übersetzen.
Im ersten Schritt wird sich zeigen, wie stark sich Vertrieb und Marke in der DACH-Region skalieren lassen. Darüber hinaus dürfte insbesondere die geplante internationale Expansion darüber entscheiden, ob aus dem einzelnen Thermobecher-Konzept eine größere Produkt- und Konsumentenmarke entstehen kann.

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