Nach Flaschenpostübernahme: Hunderten Mitarbeitern droht offenbar Entlassung

Seit Ende 2020 gehört Flaschenpost zum Oetker-Konzern. Jetzt fusioniert er den Getränkelieferdienst mit seinem eigenen Angebot Durstexpress. Dafür will der Konzern offenbar Logistikzentren schließen und hunderte Mitarbeitende entlassen.

Der Kauf von Flaschenpost durch Dr. Oetker war einer der ganz großen Start-up-Deals des vergangenen Jahres. Am Mittwoch gab der Konzern bekannt, dass sein selbst aufgebauter Getränkedienst Durstexpress und Flaschenpost „künftig einheitlich unter der Marke flaschenpost auftreten“ werden. 

Was das für Durstexpress bedeutet, umschreibt das Unternehmen mit: „Darüber hinaus wird auch die Gesamtlogistik zukünftig auf den Business- und Operations-Prozessen der flaschenpost basieren.“ Es dürfte also zur Zusammenlegung einzelner Logistikzentren kommen. Nun hat die Rheinische Post von der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) aber erfahren, dass dazu hunderte Mitarbeitende entlassen würden.

Die Gekündigten können sich allerdings bei Flaschenpost neu bewerben, das Unternehmen spricht von „Beschäftigungsangeboten in einem Nachbarlager“, die den betroffenen Mitarbeitenden nach Möglichkeit unterbreitet werden. Damit soll es nur einen geringen Personalabbau geben. Bei Flaschenpost arbeiteten zuletzt mehr als 6.000 Angestellte, bei Durstexpress 3.500. Zukünftig soll Flaschenpost mit 29 Lagern in 25 Städten vertreten sein.

Flaschenpost wurde 2014 von Dieter Büchl gegründet, die Nachfrage war schnell so groß, dass das Start-up den Betrieb vorläufig einstellen musste. Büchl machte ein Jahr Pause, überarbeitete die Prozesse und ging 2016 noch einmal an den Start. Das Unternehmen wuchs schnell, 2020 übernahm Oetker den Getränkelieferanten für bis zu einer Milliarde Euro nach unterschiedlichen Einschätzungen. Mit seinem eigenen Getränkelieferdienst Durstexpress hatte der Konzern es nie geschafft, gegenüber Flaschenpost wirklich aufzuholen.  


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